| Dozent: | Prof. Dirk Abel, Prof. Thomas Schmitz-Rode |
| Termin: | 04. Dezember 2009 |
| Hörsaal: | AM |
| Video: | >> |
In Fabriken, in denen Autos oder auch andere Dinge hergestellt werden, sind Roboter nicht mehr wegzudenken. Wie von Geisterhand gesteuert arbeiten sie am Fließband: Ohne Pause schweißen sie die Karosserie zusammen, lackieren das Auto, bauen den Motor ein, bringen die Sitze im Fahrzeug unter und schrauben die Räder an. Roboter sind stark, können also schwere Bauteile bewegen und arbeiten dabei schnell und sehr genau. In diesen Bereichen nehmen die Roboter dem Menschen die Arbeit ab und sind nicht gerade dafür gebaut, um mit ihnen zusammenzuarbeiten. Im Gegenteil: Der Aufenthalt im Arbeitsbereich der Roboter wäre für Menschen sehr gefährlich.
Vor diesem Hintergrund ist es nicht ganz naheliegend, über Roboter im Dienste der Medizin nachzudenken, die nicht nur mit, sondern sogar an dem Menschen arbeiten. Viele verbinden damit die Horrorvision eines Operationstisches, an dem der Patient den operierenden Robotern ausgeliefert ist. Wir wollen in der Vorlesung zeigen, dass es viele sinnvolle Einsatzbereiche für Roboter in der Medizin gibt und versuchen, uns diesem Thema ohne übertriebene Technikbegeisterung, aber auch ohne unbegründete Sorgen zu nähern. Zunächst wollen wir dazu zeigen, dass Roboter auch ganz anders arbeiten können, als wir dies vom Fließband kennen. Sie können weich, also nachgiebig sein oder auch zurückfedern, wenn man sie anfasst. Auch können sie bestimmte Bewegungsmuster vom Menschen erlernen. Mit einem auf der Bühne tätigen Roboter, der diese Eigenschaften besitzt, wollen wir zeigen, wie z.B. ein Patient mit Bewegungsstörungen in einem gezielten Training mit dem Roboter wieder fit gemacht werden kann.
Damit die “menschlichen Seiten“ des Roboters den jungen Hörern ansprechend nahegebracht werden, haben wir den bekannten Aachener Pantominen Scheibub dafür gewinnen können, uns bei der KinderUni zur Seite zu stehen.
Kurzbiografie Professor Dirk Abel
Kurzbiografie Professor Thomas Schmitz-Rode