Psychologie (polyvalent) B.Sc.

 

Steckbrief

Eckdaten

Abschluss:
Bachelor of Science
Studienbeginn:
Wintersemester
Regelstudienzeit:
6 Semester
ECTS-Punkte:
180Mehr Informationen

Was ist damit gemeint?

ECTS sind Leistungspunkte, die den Arbeitsaufwand im Studium messen.

Sprache:
Deutsch

Zugangsvoraussetzungen

  • Abitur oder eine gleichwertige HZB Mehr Informationen

    Was ist damit gemeint?

    Allgemeine Hochschulreife (Abitur), Fachgebundene Hochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (HZB)

  • Sprachkenntnisse in Deutsch Mehr Informationen

    Was ist damit gemeint?

    Zur Einschreibung in diesen Studiengang muessen Sie Kenntnisse in der Unterrichtssprache nachweisen. Details regelt die Pruefungsordnung.

Zulassung für Erstsemester

beschränkt
NC für WiSe 2021

Einschreibungsvoraussetzungen

  • SelfAssessment Mehr Informationen

    SelfAssessment

    Die RWTH-SelfAssessments sind Online-Beratungsverfahren zur Studienentscheidung. Die Teilnahme an einem (selten zwei) dieser SelfAssessments ist verpflichtend. Welches SelfAssessment für dieses Fach absolviert werden muss, lesen Sie in der Studiengangbeschreibung unter "Voraussetzungen". Zur Einschreibung (nicht schon zur Bewerbung) muss die Teilnahme am studienfeldspezifischen SelfAssessment nachgewiesen werden. Die Teilnahmebescheinigung können Sie sich selbst ausdrucken.

Termine und Fristen

 

Wie funktionieren Denken, Merken und Lernen? Welche Strukturen und Funktionen des Gehirns sind dafür verantwortlich? Warum nehmen Menschen die gleichen Dinge manchmal in ganz unterschiedlicher Weise wahr? Werden Entscheidungen in einer Gruppe anders getroffen als alleine und wenn ja, woran liegt das? Woher wissen wir, wie es uns geht? Und was macht eigentlich unsere Persönlichkeit aus?

Die Psychologie beschäftigt sich mit Erklärung, Vorhersage und Veränderung menschlichen Erlebens und Verhaltens. Sie erforscht Wirkzusammenhänge, beobachtet, experimentiert und testet. Auf dieser Grundlage entwickelt und prüft sie Modelle menschlichen Denkens und Handelns. Dabei fokussiert sie auch immer deren biologische Grundlagen und soziale Einbettung.

Psychologische Erkenntnisse werden in den verschiedensten Anwendungsbereichen genutzt. Dazu zählen beispielsweise Pädagogik, Medizin, Psychotherapie und - nicht zuletzt - alle Facetten der Arbeitswelt.

Die RWTH bietet mit ihrem Studiengang eine umfassende Grundlagenausbildung und eröffnet so den Weg in zwei verschiedene Richtungen: ein rein psychologisches Masterstudium oder die Psychotherapieausbildung.

Diese fachliche Breite gewährleistet der Studiengang mit Einblicken in verschiedene Schwerpunkte der psychologischen Forschung:

  • Berufliche Entwicklung und Personalpsychologie versucht, Erleben und Verhalten im Berufsleben zu verstehen, zu prognostizieren und zu verändern. Themenbereiche sind Berufswahl und -entwicklung, Personalauswahl sowie Teamarbeit und Führung.
  • Arbeits- und Ingenieurpsychologie widmet sich der Analyse, Bewertung und Gestaltung von Mensch-Technik-Systemen sowie verschiedener Arbeits- und Lebensumwelten. Sie nutzt Erkenntnisse der Wahrnehmungs- und Kognitionspsychologie und stellt Bezüge zu Arbeitswissenschaft und Ergonomie her.
  • Klinische Psychologie beschäftigt sich einerseits mit Entstehung, Verlauf und Diagnose von psychischen Störungen und andererseits mit deren Therapie durch psychotherapeutische Verfahren.
  • Gesundheitspsychologie und Rehabilitation widmet sich gesundheitspsychologischen Fragestellungen im Kontext von Prävention und medizinischer wie beruflicher Rehabilitation.
  • Pädagogische Psychologie erforscht Sozialisations- und Lernprozesse von Menschen über ihre gesamte Lebensspanne hinweg: Erziehungs- und Bildungsaspekte, Wirkung und Gestaltung pädagogischer Interventionen, kulturspezifische Fragen sowie familien- und sozialpolitische Regelungen.
 

Studienverlauf

Studierende erhalten eine intensive Ausbildung in allen Methoden der Psychologie, das heißt im Beobachten, Experimentieren, Testen, Messen und in empirisch-mathematischen Methoden der Datenauswertung und -interpretation.

Semester Basisbereich Anwendungsbereich Methodenbereich
Studienstruktur
1-2

Einführung in die Psychologie,
Allgemeine Psychologie, Sozialpsychologie,
Biologische Psychologie I

Deskriptive Statistik, Inferenzstatistik,
Versuchsplanung
3-4

Differentielle und Persönlichkeitspsychologie

Arbeits- und Ingenieurpsychologie,
Klinische Psychologie I, Gesundheitspsychologie und Rehabilitation

Psychologische Diagnostik, Empirisch-wissenschaftliches Arbeiten

5-6

Entwicklungspsychologie,
Biologische Psychologie II

Berufliche Entwicklung und Personalpsychologie,
Klinische Psychologie II, Pädagogische Psychologie

Bachelorarbeit

Details zum Studienverlauf bietet die Webseite des Psychologischen Instituts.

Praktika

Alle Studierenden sind verpflichtet, die in der Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten vorgeschriebenen Praktika zu absolvieren. Das Forschungsorientierte Praktikum I wird institutsintern durchgeführt, Orientierungspraktikum sowie Berufsqualifizierende Tätigkeit I sind extern in entsprechenden Versorgungseinrichtungen zu absolvieren.

Versuchsperson

Hinzu kommen die vorgeschriebenen Stunden als Versuchsperson. Studierende sammeln durch ihre aktive Teilnahme an psychologischen Studien eigene Erfahrungen mit unterschiedlichen Datenerhebungsmethoden in verschiedenen Forschungsbereichen der Psychologie.

Auslandsprogramme

Ein festes Auslandssemester sieht das Studienprogramm nicht vor. Die Folge der Pflichtmodule ermöglicht aber eine flexible Studienplangestaltung und damit einen unkomplizierten Auslandsaufenthalt.

Die Fakultät pflegt mit einer Vielzahl von europäischen und nicht-europäischen Hochschulen feste Forschungs- und Lehrkooperationen, wie zum Beispiel das EU-Mobilitätsprogramm Erasmus+. Zurzeit können Studierende des Faches Psychologie ihr Auslandsjahr z. B. an der Universiteit Maastricht, der Ghent University (Department of Experimental Psychology) oder der Vilnius University verbringen.

Über die fakultätsspezifischen Auslandsprogramme hinaus profitieren Studierende der RWTH von den strategischen Partnerschaften der Hochschule mit internationalen Universitäten. So können sie zum Beispiel im Rahmen ihrer Studienarbeiten kurze Aufenthalte an einer der IDEA League-Hochschulen absolvieren.

Das deutschlandweit einzigartige UROP Abroad-Programm bietet die Möglichkeit, schon in der Bachelorphase an Forschungsprojekten internationaler Hochschulen teilzunehmen. Gefördert werden diese Auslandsaufenthalte teilweise durch RWTH-spezifische Finanzierungshilfen.

Alle Kooperationsprogramme der RWTH werden vorgestellt auf den Webseiten zum Austauschstudium. Fachspezifische Angebote werden auf der Institutswebseite veröffentlicht.

 

Voraussetzungen

Persönliche Voraussetzungen

Wer Psychologie studieren möchte, sollte zunächst einmal Interesse an menschlichem Verhalten und Erleben haben und die Bereitschaft zum aufmerksamen Beobachten mitbringen. Desweiteren sollten Studieninteressierte über ein gutes logisches Denkvermögen verfügen, welches eine wichtige Voraussetzung für naturwissenschaftliches exaktes Testen und Experimentieren ist. Neben guten mathematischen Kenntnissen ist auch die Beherrschung der englischen Sprache relevant, da der Großteil der psychologischen Fachliteratur in englischer Sprache verfasst ist.

Einschreibungsvoraussetzung

RWTH-Studienfeld-SelfAssessment Psychologie

 

Berufsperspektiven

Psychologinnen und Psychologen arbeiten beispielsweise in der wissenschaftlichen Forschung, erstellen Gutachten, entwerfen und begleiten betriebliche Bildungsmaßnahmen und unterstützen die Personalauswahl. Sie sind vor allem in Forschungsinstituten und -laboren, Institutionen des Arbeitsschutzes, technischen Prüfstellen, Unternehmensberatungen, im Test- und Umfragewesen sowie bei Personaldienstleistern tätig. Sie begleiten und optimieren Lern- und Wiedereingliederungsprozesse, zum Beispiel in Ausbildungs-, Weiterbildungs- und Umschulungseinrichtungen.

Entscheiden sich Absolventinnen und Absolventen jedoch für die Approbation als Psychotherapeutin beziehungsweise Psychotherapeut, arbeiten sie in Einrichtungen der psychotherapeutischen, psychiatrischen, psychosomatischen oder neuropsychologischen Versorgung, der Prävention und Rehabilitation, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen oder in sonstigen Bereichen der institutionellen Versorgung.

 

Masterperspektiven

Der polyvalente Bachelorstudiengang Psychologie bildet die fachliche Basis für zwei verschiedene Masterangebote der RWTH.

Im Masterstudiengang Psychologie erweitern und vertiefen Studierende ihre Fachkenntnisse in Kognitionspsychologie, Arbeitspsychologie, Personal- und Organisationspsychologie und Gesundheitspsychologie. Neben den Pflichtveranstaltungen wählen sie ein Projekt in einer dieser vier Teildisziplinen und setzen damit einen individuellen Schwerpunkt. Dies ermöglicht ihnen, sich optimal auf ein Berufsfeld im nicht-therapeutischen Bereich vorzubereiten.

Studierende, die als Psychotherapeutinnen oder Psychotherapeuten arbeiten möchten, können sich in dem zurzeit von der Medizinischen Fakultät der RWTH geplanten Masterprogramm Klinische Psychologie und Psychotherapie
spezialisieren. Dieser Studiengang wird der Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten entsprechen und mit der Zulassung zur Approbationsprüfung enden.

 
 

Prüfungsordnung

Regelungen, die grundsätzlich für alle Bachelor- und Masterstudiengänge gelten, sowie detaillierte Angaben zum Nachweis der geforderten Sprachkenntnisse finden sich in der Übergreifenden Prüfungsordnung der RWTH. Prüfungsordnungen werden aufgrund ihrer Rechtsverbindlichkeit nur in deutscher Sprache veröffentlicht.

Die fachspezifische Prüfungsordnung regelt rechtsverbindlich Studienziele, Studienvoraussetzungen, Studienablauf und Prüfungen. Sie enthält in ihrem Anhang die Beschreibung der Module, aus denen sich der Studiengang zusammensetzt.

 

Fakultät

Der Bachelorstudiengang Psychologie wird angeboten von der Philosophischen Fakultät.

Das Institut für Psychologie der RWTH ist geprägt durch eine naturwissenschaftlich-experimentelle Grundlagenorientierung mit Schwerpunkten in den Bereichen Kognitionspsychologie und Handlungsregulation. Es widmet sich unter anderem interdisziplinär ausgerichteten Fragen aus den Bereichen Medizintechnik und Verkehrspsychologie, Berufliche Entwicklung, Arbeitsbezogenes Selbstmanagement sowie Diagnostik und Intervention im Kontext der Gesundheitspsychologie.