Sensorgestützte Sortierung zur Aufbereitung mineralischer Rohstoffe

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Ein Forschungsschwerpunkt des Lehr- und Forschungsgebiets Aufbereitung mineralischer Rohstoffe (AMR) ist die sensorgestützte Sortierung. Sie gehört zu den sogenannten trockenen Sortierverfahren, die für Korngrößen von 1 mm bis 300 mm eingesetzt werden können. Das AMR ist derzeit die weltweit führende universitäre Forschungseinrichtung auf diesem Gebiet und ist im Rahmen unterschiedlicher Forschungsauftrage sowohl für nationale als auch internationale Bergbauunternehmen und Maschinenherstellern tätig.

Die sensorgestützte Sortierung kombiniert eine Vielzahl verschiedener Detektionsmethoden, die in einem weiten Bereich des sichtbaren und nicht sichtbaren Frequenzspektrums arbeiten – von Röntgen- und UV-Strahlung, über den lichtoptischen Bereich bis hin zu Nahinfrarot und thermischem Infrarot. Zusätzlich werden Bildauswertungsverfahren angewendet, die die gezielte Trennung mineralischer Rohstoffe ermöglichen. Dabei können je nach Detektor bis mehrere zehntausend einzelne Partikel pro Sekunde erkannt, klassifiziert und ausgeschleust werden. Damit sind Materialdurchsätze bis zu etwa 300t/h pro Meter Maschinenbreite möglich. Im Bergbau ermöglicht die sensorgestützte Sortierung zum Beispiel das Abtrennen von tauben, also nicht verwertbaren Nebengesteinsbrocken vor der Mahlung sowie die Verminderung des Einsatzes von Prozesswasser und Reagenzien. Desweiteren wird die Aufbereitung von bislang nicht wirtschaftlich abbaubaren Lagerstätten sowie die Wiederaufbereitung von alten Bergbauhalden ermöglicht.

Das AMR verfügt über den weltweit einzigen halbindustriellen Sortierer mit sechs unterschiedlichen, kombinierbaren Sensoren. Bei industriellen Sortieranlagen werden üblicherweise nur zwei Sensoren eingesetzt.

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