Häufig gestellte Fragen zum Coronavirus

 

Informationen zu aktuell geltenden Regelungen an der RWTH, zur Durchführung von (Lehr-)Veranstaltungen und zur aktuellen Home Office-Regelung finden Sie hier.

Darüber hinaus finden Sie nachfolgend auf dieser Seite Informationen zu diesen Themen:

 

Allgemeine Fragen zur Coronavirus-Pandemie

Was muss ich beim Betreten der Hochschule beachten?

Die AHA+L-Regeln (Abstand-Hygiene-Atemschutz + Lüften) sind im Schutzkonzept der RWTH verankert und schützen vor einer Infektion im Arbeitsalltag beim Umgang mit Kolleginnen und Kollegen, Studierenden oder Besucherinnen und Besuchern.

Da nicht an allen Orten die Gewähr dafür geboten werden kann, dass der Mindestabstand in diesen Fluren bzw. Räumen eingehalten werden kann, wird unter Berücksichtigung des aktuellen Infektionsgeschehens und zum Schutz aller Personen für alle Mitglieder, Angehörige, Besucher und Gäste der Hochschule weiterhin das Tragen einer medizinischen Maske empfohlen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Falls Masken für die Beschäftigten nicht in ausreichender Zahl vorhanden sind, können diese im RWTH-Shop bestellt werden. Hierbei handelt es sich um sogenannte Arbeitsschutzausstattung, die vom Arbeitgeber – und damit der einzelnen Hochschuleinrichtung – zu finanzieren ist. 

Bitte unterstützen Sie aktiv die Umsetzung dieser Regelungen, die alle Personen an der RWTH schützen sollen.

Weiterhin gilt: Personen mit Atemwegssymptomen (sofern nicht vom Arzt abgeklärt) oder Fieber oder einem positiven Corona-Antigentest dürfen sich nicht auf dem Betriebsgelände der RWTH aufhalten. Bei akut auftretenden Covid-19-Krankheitssymptomen ist der Bereich sofort zu verlassen.

Wie kann ich mich schützen?

Händehygiene, Hustenetikette und Abstand zu anderen Personen können grundsätzlich vor respiratorisch übertragbaren Krankheiten schützen.

Die AHA+L-Regeln (Abstand-Hygiene-Atemschutz-Lüften) sind im Schutzkonzept der RWTH verankert und schützen vor einer Infektion  im Arbeitsalltag beim Umgang mit Kolleginnen und Kollegen, Studierenden oder Besucherinnen und Besuchern.

Zur sogenannten Hustenetikette zählen folgende Verhaltensweisen:

  • Abstand zu anderen Personen beim Niesen und Husten von mindestens 1,5 Metern halten
  • Niesen und Husten am besten in ein Einwegtaschentuch
  • nach Naseputzen, Niesen und Husten grundsätzlich die Hände waschen und falls kein Taschentuch griffbereit ist, sollte man sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor das Gesicht halten

Woran erkenne ich eine mögliche Erkrankung?

Die Inkubationszeit für eine Infektion mit dem Coronavirus beträgt in der Regel fünf bis sechs Tage, in wenigen Fällen jedoch bis zu 14 Tage. Auf folgende Symptome sollte geachtet werden:

  • Fieber
  • Husten
  • Atemnot
  • Schnupfen
  • Halsschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • allgemeines Krankheitsgefühl
  • Geruchs-/Geschmacksveränderungen oder -verlust

Was muss ich tun, wenn ich Symptome erkenne?

Die Abgrenzung zu anderen respiratorischen Erkrankungen und Grippe ist aufgrund der unspezifischen Symptomatik nicht einfach.

Falls eines oder mehrere der oben genannten Symptome festgestellt wird, wird dringend empfohlen, telefonisch die Hausärztin beziehungsweise den Hausarzt zu kontaktieren, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Unnötige Kontakte mit anderen Menschen sollten vermieden werden; nach Möglichkeit sollte man zu Hause bleiben.

Die Hochschulärztliche Einrichtung steht zur Beratung unter der Telefonnummer +49 241 80 94444 oder für zur Verfügung. Es besteht die Möglichkeit, dass gedolmetscht wird. Von unangemeldeten Besuchen in der Hochschulärztlichen Einrichtung sollte abgesehen werden.

Was sollte ich tun, wenn eine Covid-19-Erkrankung festgestellt wurde?

Infektionen, von denen ein größeres Ansteckungspotenzial ausgehen könnte (z.B. wg. Teilnahme an einem Arbeitstreffen, einem Colloquium o.Ä.) sollten der Hochschulärztlichen Einrichtung unter +49 241 80 94444 angezeigt werden.

Wo finde ich Informationen über Quarantäne / Isolation?

Hier finden Sie entsprechende Informationen.

Was muss ich als Kontaktperson beachten?

Die Definition enger Kontaktpersonen des RKI sowie die Maßnahmen, die diese zu ergreifen haben, finden Sie  hier.

Für Beschäftigte gilt:

Sofern eine Isolations- oder Quarantänepflicht vorliegt, haben Beschäftigte die RWTH über den Vorgesetzten zu informieren und sich ins Homeoffice zu begeben. Die dafür notwendigen technischen Möglichkeiten (Rechner, VPN et cetera) sollten mit dem jeweiligen Vorgesetzten besprochen werden. Gerne beraten auch die Personalabteilungen bei eventuellen Fragen.

Wenn alle Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz eingehalten wurden (Medizinische Maske, Abstand) können Kontaktpersonen dort weiter arbeiten unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen und Selbstbeobachtung sowie nach Möglichkeit Kontaktreduzierung zu Dritten.

 

Was muss ich tun, wenn ich eine Warnung von der Corona-Warn-App erhalte?

Die App unterscheidet zwischen roten und grünen Warnhinweisen.

Zeigt das Handy einen roten Warnhinweis, also ein erhöhtes Infektionsrisiko an, heißt das zunächst einmal, dass Sie sich möglicherweise infiziert haben könnten. Nicht, dass Sie sich sicher angesteckt haben. Die App gibt hier erste Ratschläge. Bitte leisten Sie diesen Folge.

Weiterhin gelten folgende Empfehlungen:

  • Beachten Sie die AHA+L-Regeln: Abstand halten, Hygiene beachten, Atemschutz tragen und regelmäßiges Lüften
  • Beobachten Sie, ob Corona-Symptome bei Ihnen auftreten
  • Wenden Sie sich bei Symptomen und zur Einschätzung Ihres eigenen Risikos an Ihre Hausärztin / Ihren Hausarzt oder die hochschulärztliche Einrichtung

Ich mache mir Sorgen um meine psychische Gesundheit, leide unter Angst oder Depression. An wen kann ich mich wenden?

Bei Fragen rund um das Thema psychologische Gesundheit, steht das erfahrene Team der psychologischen Beratung allen Studierenden gerne zur Verfügung. Eine englischsprachige Beratung für internationale Studierende ist auch möglich. Beschäftigte können sich an die Beratungsstelle für Soziales, Supervision & Organisationsentwicklung wenden.

Weitere Anlaufstellen bei psychologischen Notfällen finden Sie hier.

An wen kann ich mich bei Fragen wenden?

Die RWTH hat für dringende Fragen zu Arbeitsplatz, Studium und Lehre eine E-Mail-Hotline eingerichtet: .

Bitte beachten Sie, dass die Hotline keine medizinische Beratung vornehmen kann. Hierfür wird empfohlen die hausärztlichen Bereitschaftsdienste über die Hotline 116117 und das für Sie zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren.

Für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen wurde für allgemeine Informationen (ebenfalls nicht für die persönliche medizinische Beratung) rund um das Thema neben der 115 eine zusätzliche Corona-Info-Hotline über +49 241 510051 (Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr) eingerichtet.

Das NRW-Gesundheitsministerium hat darüber hinaus eine Hotline zum Coronavirus unter der Nummer +49 211 9119 1001 (Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr) geschaltet.

Es wird von den Behörden ausdrücklich gebeten, nicht unnötig die Notrufnummern 110 und 112 zu belegen.

Wichtig ist, die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amtes, des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, kurz BZgA, aufmerksam zu verfolgen, das BZgA gibt auch Informationen zum Infektionsschutz vor dem Coronavirus.

Das Rektorat verfolgt fürsorglich die Situation, um bei akutem Bedarf weitere geeignete Maßnahmen ergreifen.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration bietet Online-Informationsangebote in unterschiedlichen Sprachen an und weist auf das Informationsangebot der Neuen deutschen Medienmacher e.V. in verschiedenen Sprachen hin.

Ich vermisse eine Beschilderung. An wen kann ich mich wenden?

Sofern Ihnen in einem Gebäude oder an einem RWTH-Ort eine Corona-relevante Beschilderung fehlt, wenden Sie sich gerne per Mail an

 

Allgemeine Fragen zur Impfung

Gibt es an der RWTH eine Möglichkeit zur Impfung gegen CoVID-19?

Ja. Die Hochschulärztliche Einrichtung bietet für Mitglieder der RWTH, der FH Aachen, des Studierendenwerks Aachen sowie des UK Aachen Impfungen (auch Auffrischimpfungen) gegen CoVID-19 an (siehe auch FAQ zum Thema Impfen).

Welche Personenkreise sind für eine Impfung durch die Hochschulärztliche Einrichtung vorgesehen?

Das Impfangebot richtet sich aufgrund des Versorgungsauftrags der Hochschulärztlichen Einrichtung an die Mitglieder der RWTH, der FH Aachen, des Studierendenwerks Aachen sowie des UK Aachen.

Wie kann ich mich zur Impfung anmelden?

Wenn Sie einen Impftermin buchen möchten, ist dies unter diesem Link möglich.

Termin für die 1. Auffrischimpfung (3. Impfung)

  • Empfohlen für:
    • Alle Personen ab einem Alter von ≥ 12 Jahren, wenn sie zwei immunologische Ereignisse* hatten
  • Frühestens 6 Monate nach der letzten Impfdosis oder SARS-CoV-2-Infektion

Termin für die 2. Auffrischimpfung (4. Impfung)

  • Empfohlen für:
    • Personen ab dem Alter von 60 Jahren
    • Personen mit erhöhtem Risiko für schwere COVID-19-Verläufe infolge einer Grunderkrankung
    • Personal in medizinischen Einrichtungen
  • Frühestens 6 Monate nach der letzten Impfstoffdosis oder SARS-CoV-2-Infektion
  • Alle anderen immungesunden Personen im Alter < 60 Jahren, die bereits drei immunologische Ereignisse* hatten, wird derzeit keine weitere Auffrischimpfung angeraten.

Die 3. Auffrischimpfung (5. Impfung)

Bei besonders gefährdeten Personen (z.B. Hochbetagten, Immundefizienten) kann es sinnvoll sein, nach dem vierten Ereignis* noch eine weitere Impfstoffdosis zu verabreichen. Die Indikation sollte unter Berücksichtigung des Gesundheitszustands und der Gefährdung individuell getroffen werden.

Impfung nach nachgewiesener SARS-CoV-2-Infektion

  • Ungeimpfte Personen mit einer oder mehreren zurückliegenden SARS-CoV-2-Infektion sollen mindestens einmal geimpft werden.
  • Zwischen einer durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion und einer nachfolgenden COVID-19-Impfung soll ein Mindestabstand von 3 Monaten eingehalten werden.
  • Personen mit einer Indikation für eine 2. Auffrischimpfung, die in einem Abstand von > 3 Monaten nach der 1. Auffrischimpfung eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, wird vorerst keine 2. Auffrischimpfung empfohlen

*Eine Infektion mit SARS-CoV-2 und eine Impfstoffdosis gegen COVID-19 sind i. d. R. als gleichwertige und unabhängige immunologische Ereignisse zu berücksichtigen, wenn sie mindestens in einem zeitlichen Abstand von 3 Monaten stattgefunden haben. 

Was ist mit der „Auffrischimpfung“?

Die STIKO empfiehlt allen Personen im Alter ≥12 Jahren eine COVID-19-Auffrischimpfung vorzugsweise mit einem einen Omikron-adaptierten bivalenten mRNA-Impfstoff in einem Mindestabstand von 6 Monaten zur Grundimmunisierung.

Die Empfehlung zur Auffrischimpfung gilt auch für Schwangere ab dem 2. Trimenon.

Dies gilt sowohl für die BA.1- als auch die BA.4/5-adaptierten Impfstoffe, da beide im Vergleich zu den bisherigen monovalenten mRNA-Impfstoffen eine verbesserte Antikörperantwort gegenüber verschiedenen Omikron-Varianten auslösen und gegenüber dem Wildtyp-Virus eine gleichbleibend gute Antikörperantwort erzielen.
a) Ab dem Alter von 12 Jahren kann „Comirnaty Original/Omicron BA.1“ oder „Comirnaty Original/Omicron BA.4/BA.5“ eingesetzt werden;
b) Ab dem Alter von 30 Jahren kann alternativ auch mit „Spikevax bivalent Original /Omicron BA.1“ geimpft werden.

Besteht im Alter von 5 bis 11 Jahren eine Indikation für die Durchführung einer Auffrischimpfung, sollen weiterhin die für diese Altersgruppe empfohlenen und zugelassenen monovalenten Wildtyp-Impfstoffe verwendet werden.

Gemäß der Ständigen Impfkommission (STIKO) kann Nuvaxovid® in Einzelfällen  nach ärztlicher Aufklärung als Auffrischimpfung angeboten werden, wenn Kontraindikationen gegen mRNA COVID-19-Impfstoffe vorliegen.

Welchen Personengruppen wird eine weitere Auffrischimpfung empfohlen und warum?

Die STIKO empfiehlt gesundheitlich besonders gefährdeten bzw. exponierten Personengruppen eine weitere Auffrischimpfung, wenn sie bislang drei immunologische Ereignisse hatten (z.B. Grundimmunisierung plus 1. Auffrischimpfung oder Grundimmunisierung plus SARS-CoV-2-Infektion) und wenn das letzte dieser immunologischen Ereignisse länger als 6 Monate zurückliegt.

Demnach sollen laut STIKO derzeit folgende Personengruppen eine weitere Auffrischimpfung erhalten:

  • Personen ab 60 Jahren
  • Personen im Alter ab 5 Jahren mit erhöhtem Risiko für schwere COVID-19-Verläufe infolge einer Grunderkrankung gemäß bestehender STIKO-Empfehlung
  • BewohnerInnen und Betreute in Einrichtungen der Pflege sowie Personen mit einem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Tätige in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen (insbesondere bei direktem Kontakt zu PatientInnen und BewohnerInnen).

Primäres Ziel der (weiteren) Auffrischimpfung für besonders vulnerable Personengruppen ist die Verhinderung von schweren COVID-19-Krankheitsverläufen und -Todesfällen. Der Schutz der COVID-19-Impfstoffe vor Infektionen mit der Omikron-Variante ist im Vergleich zu vorherigen Varianten deutlich abgeschwächt. Unter den momentan zirkulierenden Virusvarianten schützt die COVID-19-Impfung aber weiterhin sehr gut vor schweren COVID-19-Erkrankungen, insbesondere COVID-19-bedingten Hospitalisierungen und Todesfällen.

Immungesunde Personen im Alter < 60 Jahren, die bereits 3 immunologische Ereignisse (davon mind. 1 Impfstoffdosis) hatten, würden nach derzeitigem Kenntnisstand von einer weiteren Impfung nicht nennenswert profitieren.

Bei älteren Menschen und Menschen mit Grunderkrankungen mit einem hohen Risiko für einen schweren Verlauf kann die Schutzwirkung durch eine weitere Auffrischimpfung weiter optimiert werden und damit ihr individueller Schutz verbessert werden.

In Analogie zur Indikationsimpfung gegen Influenza gehören zu den Grunderkrankungen mit einem erhöhten Risiko für schwere COVID-19-Verläufe z.B.:

Chronische Erkrankungen der Atmungsorgane, inklusive Asthma bronchiale und chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

  • Chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen
  • Diabetes mellitus und andere Stoffwechselerkrankungen
  • Chronische neurologische Erkrankungen
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
  • Psychiatrische Erkrankungen
  • Demenz oder geistige Behinderung
  • Angeborene oder erworbene ID (inkl. PatientInnen mit neoplastischen Krankheiten)
  • HIV-Infektion
  • Autoimmunerkrankungen, inkl. Rheumatologische Erkrankungen
  • Trisomie 21

Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen soll durch die weitere Auffrischimpfung individuell besser geschützt werden, da es durch den vermehrten Kontakt zu SARS-CoV-2-Infizierten ein erhöhtes Ansteckungsrisiko hat. Ein weiteres Ziel ist dabei die Aufrechterhaltung der medizinischen und pflegerischen Versorgung durch Verringerung von Isolation und Quarantänemaßnahmen.

Auffrischimpfungen sollen frühestens 6 Monate nach der letzten Impfstoffdosis oder SARS-CoV-2-Infektion mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen. In begründeten Einzelfällen kann die (weitere) Auffrischimpfung auch bereits nach frühestens 4 Monaten erwogen werden. Nur bei Patient:innen mit Immundefizienz und daraus resultierender relevanter Einschränkung der Impfantwort empfiehlt die STIKO einen Abstand von mindestens 3 Monaten.

Personen, die in einem Abstand von >3 Monaten nach der 1.Auffrischimpfung eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, wird vorerst keine 2.Auffrischimpfung empfohlen. Tritt die Infektion in einem Abstand von ≤3 Monaten auf, wird sie nicht als unabhängiges immunologisches Ereignis gewertet. Die indizierte 2.Auffrischimpfung soll in diesem Fall mit einem Abstand von mindestens 3 Monaten nach der Infektion verabreicht werden.

Bei besonders gefährdeten Personen (z.B. Hochbetagten, BewohnerInnen von Altenpflegeheimen, Immundefizienten) kann es unter Berücksichtigung der bisherigen SARS-CoV-2-Antigenexpositionen (Infektion/Impfung) u. a. aufgrund der Immunoseneszenz sinnvoll sein, nach dem 4.Ereignis (z.B. 2.Auffrischimpfung) noch eine weitere Impfstoffdosis im Abstand von 6 Monaten zum vorangegangenen Ereignis zu verabreichen. Die Indikation sollte unter Berücksichtigung des Gesundheitszustands und der Gefährdung individuell durch die behandelnden ÄrztInnen getroffen werden.

Was muss bei der Terminvergabe berücksichtigt werden?

Das Online-Tool zur Anmeldung für einen Impftermin erlaubt die freie Terminwahl innerhalb der Öffnungszeiten des Impfzentrums.

Jeder Termin entspricht einer Impfdosis. Sehen Sie bitte aufgrund der kurzen Haltbarkeit der Impfstoffe von Mehrfachbuchungen und möglichst auch von kurzfristigen Terminänderungen ab.

Auch wenn in Deutschland aktuell kein Impfstoffmangel mehr herrscht, sieht die weltweite Situation anders aus. Wir bitten daher auch unter diesem Aspekt um einen verantwortungsvollen Umgang mit den Terminressourcen, denn wir möchten keine Dosis verschwenden.

Sollten Sie an Ihrem Impftermin verhindert sein, nehmen Sie bitte unverzüglich Kontakt mit dem Impfzentrum (0241/80-38777 oder ) auf.

Kann ich mich auch weiterhin in einem Impfzentrum oder bei einem Hausarzt / einer Hausärztin impfen lassen?

Ja. Selbstverständlich können Sie sich auch von einer anderen Stelle impfen lassen.

Wie sollte gegen COVID-19 geimpft werden?

Unter Berücksichtigung der STIKO-Empfehlungen soll bei 5- bis 11-jährigen Kindern vorzugsweise Comirnaty (10µg) verimpft werden, alternativ ist auch die Impfung mit Spikevax (50µg) möglich. 

Personen ab 12 Jahren sollten Comirnaty (30µg) oder zur Grundimmunisierung alternativ Nuvaxovid erhalten. Spikevax (100µg) wird von der STIKO für Personen ab 30 Jahren empfohlen und JCOVDEN (vormals COVID-19 Vakzine von Janssen) zur Grundimmunisierung ab 60 Jahre. Die STIKO empfiehlt Schwangeren unabhängig von ihrem Alter die Impfung ausschließlich mit Comirnaty (30µg) durchzuführen.

Alternativ zu den bereits empfohlenen COVID-19-Impfstoffen empfiehlt die STIKO zur Grundimmunisierung gegen COVID-19 neu auch den Impfstoff COVID-19 Valneva für Personen ≥ 18 bis 50 Jahren mit zwei Impfstoffdosen im Abstand von mindestens 4 Wochen. Die Anwendung von COVID-19 Valneva während der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen.

Die Grundimmunisierung besteht i.d.R. aus zwei Impfstoffdosen.

Eine begonnene Impfserie sollte i.d.R. mit dem gleichen Produkt abgeschlossen werden. Es gibt jedoch Ausnahmen: Personen mit einer ersten Impfstoffdosis Vaxzevria bzw. mit JCOVDEN (vormals COVID-19 Vakzine von Janssen) empfiehlt die STIKO für die 2. Impfstoffdosis einen mRNA-Impfstoff.

Besteht nach Verabreichung der ersten mRNA-Impfstoffdosis eine produktspezifische medizinische Kontraindikation gegen eine Fortführung der Impfserie mit mRNA-Impfstoffen, wie zum Beispiel eine anaphylaktische Reaktion, kann unter Berücksichtigung der STIKO-Empfehlung die Grundimmunisierung mit Nuvaxovid vervollständigt werden.

Die STIKO empfiehlt allen Personen ab 12 Jahren sowie 5- bis 11-jährigen Kindern mit Vorerkrankungen eine Auffrischimpfung, wenn sie zuvor 2 immunologische Ereignisse hatten (z.B. Grundimmunisierung mit 2 Impfstoffdosen oder 1 Impfstoffdosis und eine SARS-CoV-2-Infektion).

Bestimmten Personengruppen empfiehlt die STIKO nach 3 immunologischen Ereignissen (z.B. abgeschlossene COVID-19-Grundimmunisierung und erfolgte 1. Auffrischimpfung) eine weitere Auffrischimpfung. (siehe: Welchen Personengruppen wird eine weitere Auffrischimpfung empfohlen und warum?)

Als ein immunologisches Ereignis wird eine Impfstoffdosis gegen COVID-19 bzw. eine Infektion mit SARS-CoV-2 gezählt, sofern die entsprechenden Abstände gegeben sind. (i.d.R. 3 Monate)   

Für Auffrischimpfungen soll i.d.R. ein mRNA-Impfstoff verwendet werden.

Laut STIKO soll bei den Auffrischimpfungen ein Mindestabstand von 6 Monaten zum letzten Ereignis (vorangegangene Infektion oder COVID-19-Impfung) eingehalten werden. In begründeten Einzelfällen kann der Abstand auf 4 Monate reduziert werden. Eine Ausnahme besteht für Patient:innen mit Immundefizienz.

Sind Corona- und Grippeimpfung gleichzeitig möglich?

Gemäß Empfehlung der STIKO können COVID-19- Impfungen und die Verabreichung anderer sogenannter Totimpfstoffe (inaktivierte Impfstoffe, die abgetötete Erreger oder auch nur Erreger-Bestandteile beinhalten, und die sich nicht vermehren und keine Erkrankung auslösen können) gleichzeitig erfolgen. Dies gilt insbesondere für die Influenza-Impfung, sofern eine Indikation zur Impfung sowohl gegen Influenza als auch gegen COVID-19 besteht. In diesem Fall soll die Injektion jeweils an unterschiedlichen Gliedmaßen erfolgen. Bei gleichzeitiger Gabe von COVID-19-Impfstoffen und Influenza-Impfstoffen (inkl. Hochdosis-Impfstoffen) ist zu beachten, dass Impfreaktionen häufiger als bei der getrennten Gabe auftreten können. Wirksamkeit und Sicherheit entsprechen bei gleichzeitiger Anwendung verschiedener Impfstoffe im Allgemeinen denen bei jeweils alleiniger Anwendung.

Zu Impfungen mit Lebendimpfstoffen (z.B. Masern-Mumps-Rötel, Windpocken) soll ein Mindestabstand von 14 Tagen vor und nach jeder COVID-19-Impfung eingehalten werden.

Wo befindet sich das Impfzentrum?

Die Impfung erfolgt im eigens dafür eingerichteten Impfzentrum in der Uniklinik RWTH Aachen, Konferenzraum, Aufzug B2, Etage E, Flur 03, Raum 02.

Gibt es eine Parkmöglichkeit in der Nähe des Impfzentrums?

Es steht das RWTH-Parkhaus in der Forckenbeckstraße 50 zur Verfügung. Sofern Sie nicht ohnehin eine entsprechende Parkberechtigung (Parkzone U) der RWTH haben, können Sie über die Parkraumbewirtschaftung kostenfrei einen Tagesparkausweis erhalten. Bitte senden Sie hierzu möglichst mit mehrtätigem Vorlauf eine E-Mail an jobticket-parken@zhv.rwth-aachen.de.

Gibt die Hochschulärztliche Einrichtung meine persönlichen Daten weiter?

Im Rahmen des "Digitales Impfquotenmonitoring" gibt die Hochschulärztliche Einrichtung folgende Daten an die Bundesdruckerei weiter: Vorname, Nachname, Geburtsdatum, Geschlecht, PLZ, Impfdatum, Chargennummer, Impfstoff, Erst-Folgeimpfung, Erfassungsdatum. Die Daten werden hier im Auftrag des RKI (Robert Koch-Institut) zwischengespeichert und vom RKI täglich abgerufen.

Erhalte ich von der Hochschulärztlichen Einrichtung auch ein digitales Impfzertifikat?

Sie können das digitale Impfzertifikat nach der Impfung vor Ort im Impfzentrum in der Uniklinik Aachen oder in einer Apotheke erhalten. In welcher Apotheke ein entsprechendes Angebot zur Verfügung steht, erfahren Sie beispielsweise hier. Nehmen Sie Ihren Impfpass und ein Ausweisdokument mit.

Weiterführende Informationen zum digitalen Impfzertifikat finden Sie auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums

Bin ich verpflichtet, den Nachweis über meine Impfung der RWTH als Arbeitgeberin vorzulegen?

Nein, aktuell besteht keine Verpflichtung, Informationen über seinen Impfstatus gegenüber dem Arbeitgeber preiszugeben.

Ich wurde außerhalb der EU geimpft, wird meine Impfung als 3G-Nachweis anerkannt?

Ob Ihre Impfung im Rahmen der 3G-Nachweisung anerkannt werden kann, hängt vom verwendeten Impfstoff ab. Das Paul-Ehrlich-Institut stellt hierzu entsprechende Informationen bezüglich der Gleichwertigkeit von Impfstoffen bereit.

Die Hochschulärztliche Einrichtung bietet an, eine entsprechende Bescheinigung für Impfungen mit einem gleichwertigen Impfstoff auszustellen, um damit einen reibungslosen Ablauf bei der 3G-Prüfung an der RWTH zu unterstützen.

Kontaktieren Sie die Hochschulärztliche Einrichtung bitte unter oder telefonisch unter 0241-8038777.

Ich wurde außerhalb der EU geimpft und meine Impfung wird nicht als gleichwertiger Impfstoff durch das Paul-Ehrlich Institut anerkannt. Kann ich dennoch an Veranstaltungen der RWTH teilnehmen?

Sie können teilnehmen, indem Sie einen gültigen negativen Testnachweis erbringen.

Ich wurde außerhalb der EU geimpft und meine Impfung wird nicht als gleichwertiger Impfstoff durch das Paul-Ehrlich Institut anerkannt. Kann ich mich erneut impfen lassen?

  • Personen, die bisher nur eine Impfstoffdosis mit Sinovac, Sinopharm, Bharat Biotech International Ltd. oder Sputnik V erhalten haben, sollen auf Grund der unzureichenden Evidenzlage zur heterologen Grundimmunisierung und um einen guten Impfschutz sicherzustellen eine neue Impfserie mit Grundimmunisierung plus Auffrischimpfung gemäß STIKO-Empfehlungen bekommen. Die Impfserie soll in einem Mindestabstand von ≥ 28 Tagen zur vorangegangenen Impfung begonnen werden.
  • Personen, die vollständig (2-malig) mit einem der oben genannten, nicht in der EU zugelassenen Impfstoff grundimmunisiert sind und ggf. bereits eine Auffrischimpfung erhalten haben, sollen zur Optimierung ihres Impfschutzes eine 1-malige Impfung mit einem mRNA-Impfstoff nach den bestehenden STIKO-Empfehlungen im Mindestabstand von 6 Monaten zur letzten Impfung bekommen. In begründeten Einzelfällen kann der Abstand auf 4 Monate verkürzt werden.
  • Für Personen, die einen anderen in der EU nicht zugelassenen Impfstoff erhalten haben, empfiehlt die STIKO weiterhin eine erneute Impfserie mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff.

 

In solchen Fällen sollen die zu impfenden Personen darauf hingewiesen werden, dass vermehrte lokale und systemische Reaktionen auftreten können. Die impfenden Ärzt:innen werden gebeten, auf das Auftreten verstärkter Impfreaktionen aktiv zu achten und diese ggf. an das Paul-Ehrlich-Institut zu melden.

Ich bin außerhalb der EU, aber mit einem vom Paul-Ehrlich Institut als gleichwertig anerkannten Impfstoff geimpft. Wie kann ich den Nachweis innerhalb der RWTH vereinfachen?

Die Hochschulärztliche Einrichtung bietet an, eine entsprechende Bescheinigung für Impfungen mit einem gleichwertigen Impfstoff auszustellen, um damit einen reibungslosen Ablauf bei der 3G-Prüfung an der RWTH zu unterstützen. Diese Bescheinigung wird (ausschließlich) innerhalb der RWTH als Impfausweis anerkannt. Aktuell sind hier besonders Personen angesprochen, die Impfungen mit dem Produkt Covishield erhalten haben. Sofern das Paul-Ehrlich-Institut weitere Produkte anerkennt, wird diese Liste entsprechend erweitert.

Kontaktieren Sie die Hochschulärztliche Einrichtung bitte unter oder telefonisch unter 0241-8038777.

Ich bin mit einem nicht in der EU anerkannten Impfstoff geimpft. Kann ich mich erneut impfen lassen?

Personen, die mit einem nicht in der EU anerkannten Impfstoff geimpft sind und die sich erneut impfen lassen möchten, nehmen bitte Kontakt mit der Hochschulärztlichen Einrichtung auf.

Kontaktieren Sie die Hochschulärztliche Einrichtung bitte unter oder telefonisch unter 0241-8038777.

Wer gilt laut rechtlichen Verordnungen als vollständig geimpft bzw. genesen?

Bis zum 30.09.2022 gelten als „vollständig geimpft“ demnach in Deutschland folgende Personen:
Personen, die mit einem in der EU zugelassenen COVID-19-Impfstoff geimpft wurden und bei denen nach Gabe der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sind. Für die Erlangung des vollständigen Impfschutzes sind zwei Impfstoffdosen (Vektor-basierter Impfstoff Vaxzevria von AstraZeneca, JCOVDEN (vormals COVID-19 Vakzine von Janssen) sowie mRNA-Impfstoff Spikevax von Moderna oder Comirnaty von BioNTech oder Nuvaxovid® (Novavax), inkl. heterologes Impfschema) notwendig. Eine aktuelle Liste der in der EU zugelassenen COVID-19-Impfstoffe ist auf den Internetseiten des PEI zu finden.

  • Ein vollständiger Impfschutz besteht mit nur einer einzelnen Impfstoffdosis bei folgenden Personengruppen:
    • Personen, die eine PCR-bestätigte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, und bei denen dieser Test zu einer Zeit erfolgt ist, zu der die betroffene Person noch keine Impfung gegen COVID-19 erhalten. Eine Person gilt in diesem Fall als vollständig geimpft ab dem Tag der verabreichten Impfstoffdosis.
    • Personen, die gesichert positiv auf SARS-CoV-2-Antikörper getestet* wurden, und bei denen dieser Test zu einer Zeit erfolgt ist, zu der die betroffene Person noch keine Impfung gegen COVID-19 erhalten hatte. Eine Person gilt in diesem Fall vollständig geimpft ab dem Tag der verabreichten Impfstoffdosis.
    • Personen, die einmal geimpft wurden, und ≥4 Wochen nach der ersten Impfstoffdosis eine PCR-bestätigte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben. Eine Person gilt in diesem Fall als vollständig geimpft ab dem 29. Tag nach Abnahme des positiven Abstrichs.

Als "genesen" gelten in Deutschland:
Personen mit Nachweis einer vorherigen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2, wenn die Testung durch Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) erfolgt ist und das Datum der Abnahme des positiven Abstrichs mindestens 28 Tage sowie maximal 90 Tage zurückliegt.

Die fachlichen Vorgaben für den Genesenen-Nachweis betreffen zuvor nicht geimpfte Personen.

Ab dem 1.10.2022 liegt ein vollständiger Impfschutz gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 vor, wenn insgesamt drei Impfungen erfolgt sind und die letzte Impfung mindestens drei Monate nach der zweiten Impfung durchgeführt worden ist. Ein vollständiger Impfschutz liegt bei zwei Einzelimpfungen nur vor, wenn die betroffene Person auch eine COVID-19 Infektion durchgemacht hat.

Soll die Impfung auch nach durchgemachter COVID-19-Infektion erfolgen?

Die STIKO geht davon aus, dass eine durchgemachte symptomatische oder asymptomatische Infektion mit SARS-CoV-2 allein nicht ausreicht, um spätere COVID-19-Erkrankungen zu verhindern. Vielmehr haben immunologische Untersuchungen und klinische Beobachtungsstudien ergeben, dass ein solider Schutz vor Infektion und schwerer Erkrankung durch Varianten des SARS-CoV-2 erst durch eine mehrmalige Auseinandersetzung mit dem Spikeprotein von SARS-CoV-2 zu erlangen ist. Dies kann durch eine dreimalige Impfung oder durch eine Kombination von natürlicher Infektion und Impfung (hybride Immunität) erreicht werden.

Daher sollen auch Personen mit einer oder mehreren zurückliegenden gesicherten SARS-CoV-2-Infektionen geimpft werden.

Die STIKO empfiehlt für ungeimpfte immungesunde Personen ab 5 Jahren, die eine gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, im Rahmen der Grundimmunisierung die Verabreichung einer Impfstoffdosis.

  • Wurde die Infektion durch einen PCR-Test bestätigt, soll die Impfung mit einem Abstand von mindesten 3 Monaten nach der Erkrankung erfolgen.
  • Wurde die Infektion durch den serologischen Nachweis spezifischer Antikörper in einer Blutprobe bestätigt, kann die Impfung bereits ab 4 Wochen nach der Labordiagnose erfolgen.
  • Bei Personen mit Immundefizienz muss im Einzelfall entschieden werden, ob eine einmalige Impfstoffdosis ausreicht oder eine vollständige Impfserie verabreicht werden sollte.
  • Personen, die nach der 1. Impfstoffdosis eine gesicherte SARS-CoV-2-Infektion im Abstand von unter 4 Wochen zur vorangegangenen Impfung hatten, erhalten im Rahmen der Grundimmunisierung eine 2. Impfstoffdosis mit einem Abstand ab 3 Monaten zur Infektion. Bei serologischem Nachweis der SARS-CoV-2-Infektion ist die Gabe einer Impfstoffdosis auch hier bereits im Abstand von 4 Wochen zur Labordiagnose möglich. Ist die SARS-CoV-2-Infektion in einem Abstand von 4 oder mehr Wochen zur vorangegangenen 1-maligen Impfung aufgetreten, ist keine weitere Impfung zur Grundimmunisierung notwendig.

Für die Auffrischimpfung gilt:

  • Personen, die eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht und danach eine Impfstoffdosis erhalten haben, um den Immunschutz zu verbessern, sollen in einem Abstand von mindestens 3 Monaten nach der vorangegangenen Impfung eine Auffrischimpfung erhalten.
  • Zum Erreichen einer bestmöglichen Immunität (hybriden Immunität) wird auch ungeimpften Personen, die drei oder mehr SARS-CoV-2-Infektionen durchgemacht haben, eine Auffrischimpfung empfohlen.

 

Medizinische Fragen zur Impfung

Besteht eine Wahlmöglichkeit bei den Impfstoffen?

Bei der Terminbuchung besteht die Möglichkeit den Impfstoff frei zu wählen: 

Aktuell stehen im Impfzentrum neben den bisherigen Impfstoffen Comirnaty® (BioNTech/Pfizer), Spikevax® (Moderna) und Nuvaxovid® (Novavax) sowohl der Impfstoff COVID-19 Valneva als auch die Omikron-adaptierten bivalenten mRNA-Impfstoffe  „Comirnaty Original/Omicron BA.1“ (BioNTech/Pfizer), „Comirnaty Original/Omicron BA.4/BA.5“ (BioNTech/Pfizer) und „Spikevax bivalent Original /Omicron BA.1“ (Moderna) zur Verfügung.

Zur Grundimmunisierung werden ausschließlich die bisherige Impfstoffe und der Impfstoff COVID-19 Valneva empfohlen.

Bei Personen unter 30 Jahren empfiehlt die STIKO aufgrund des höheren Myokarditisrisikos ausschließlich mit dem Impfstoff Comirnaty® (BioNTech/Pfizer) zu impfen. Für Menschen ab 30 Jahren besteht nach der Impfung mit Spikevax (Moderna) kein erhöhtes Risiko für eine Herzmuskelentzündung und Herzbeutelentzündung. 

Die STIKO empfiehlt, für alle Auffrischimpfungen ab 12 Jahren vorzugsweise einen Omikron-adaptierten bivalenten mRNA-Impfstoff einzusetzen. Dies gilt sowohl für die BA.1- als auch die BA.4/5-adaptierten Impfstoffe, da beide im Vergleich zu den bisherigen monovalenten mRNA-Impfstoffen eine verbesserte Antikörperantwort gegenüber verschiedenen Omikron-Varianten auslösen und gegenüber dem Wildtyp-Virus eine gleichbleibend gute Antikörperantwort erzielen.

  • Ab dem Alter von 12 Jahren kann „Comirnaty Original/Omicron BA.1“ oder „Comirnaty Original/Omicron BA.4/BA.5“ eingesetzt werden;
  • Ab dem Alter von 30 Jahren kann alternativ auch mit „Spikevax bivalent Original/Omicron BA.1“ geimpft werden.

Wie wird geimpft und wer macht das?

Das Impfzentrum wird von der Hochschulärztlichen Einrichtung betrieben.

Bevor Sie zum Impftermin kommen, lesen Sie bitte das Aufklärungsmerkblatt durch. Zur Impfung bringen Sie bitte den ausgefüllten Einwilligungsbogen sowie Ihren Impfausweis mit.

Der Impfstoff wird dabei in den Muskel im Oberarm (i.m.) von einer/einem Ärztin/Arzt oder einer Medizinischen Fachangestellten (MFA) mit Impferlaubnis injiziert. Anschließend werden Sie 15-30 Minuten vor Ort überwacht. Treten akute Nebenwirkungen auf, kann also sofort geholfen werden.

Einverständniserklärung

Wer kann sich impfen lassen?

Können sich Personen mit einer akuten Erkrankung impfen lassen?

Wer an einer akuten Krankheit mit Fieber über 38,5°C leidet, soll erst nach Genesung geimpft werden. Eine Erkältung oder gering erhöhte Temperatur (unter 38,5°C) ist jedoch kein Grund, die Impfung zu verschieben. Die Impfung ist möglich, sobald Sie nach der Erkrankung wieder fieber- und beschwerdefrei sind.

Können sich Personen mit chronischen Erkrankungen impfen lassen?

Chronische Erkrankungen wie z. B. Bluthochdruck, Diabetes, Asthma, Herz- oder Nieren-insuffizienz oder Übergewicht stellen keine Kontraindikation für die Impfung dar. Hier geht man weder von einer geringeren Schutzwirkung noch von einer erhöhten Nebenwirkungsrate aus.

Können sich Personen, die Immunsuppressiva einnehmen, eine Immunkrankheit oder eine bösartige Erkrankung haben, impfen lassen?

Die Impfung immundefizienter Personen ist besonders wichtig, da diese ein erhöhtes Risiko für schwere COVID-19-Verläufe haben. Deshalb wird hier in der Regel besonders zu einer Impfung geraten.

Bei der Verabreichung der Impfung gegen COVID-19 ist zu beachten:

  • Immunsupprimierende oder immunmodulierende Therapien können auch bei einer anstehenden Impfstoffgabe weitergeführt werden.
  • Empfehlenswert für die bestmögliche Impfwirksamkeit ist allerdings eine möglichst geringe Immunsuppression zum Zeitpunkt der Impfung, d.h., dass der Impfzeitpunkt zum Beispiel in die Mitte der Verabreichungsintervalle der immunsupprimierenden oder immunmodulierenden Medikation gelegt werden sollte.
  • Bei geplanter antineoplastischer Therapie („Chemotherapie“) soll die Impfung mindestens 2 Wochen vor deren Beginn erfolgen, um eine suffiziente Immunantwort zu ermöglichen.

Allerdings liegen mittlerweile deutliche Hinweise vor, dass die Immunantwort des Körpers schwächer ausfällt, sodass die Impfung nur einen reduzierten Schutz vor einer COVID-Infektion bietet. Die Gabe einer dritten Dosis, die sog. „Booster-Impfung“, mindestens 6 Monate nach Abschluss der vollständigen Erstimpfung, kann den Impfschutz verstärken (siehe Frage „Was ist mit der Auffrischimpfung?“)

In der im Epidemiologischen Bulletin 39/2021 veröffentlichten 11. Aktualisierung nimmt die STIKO Stellung zur COVID-19-Impfempfehlung von Personen mit Immundefizienz.

Können sich Personen mit Allergien impfen lassen?

Prinzipiell kann es bei jeder Impfung (nicht nur gegen COVID-19) in sehr seltenen Fällen (1 Fall auf 100.000 bis 1 Million Impfungen) zu allergischen bzw. anaphylaktischen Reaktionen kommen. Dies kann entweder durch den Impfstoff selbst oder auch durch Hilfsstoffe/ Zusatzstoffe im Impfstoff bedingt sein.

Für Patienten mit folgenden Erkrankungen aus dem allergisch/ atopischen Formenkreis gibt es keine Hinweise für ein erhöhtes Risiko (im Vergleich zur Normalbevölkerung) im Zusammenhang mit einer COVID-19-Impfung bei Verwendung der zugelassenen Impfstoffe:

  • Atopisches Ekzem (Neurodermitis)
  • Urtikaria (Nesselsucht)/Angioödeme
  • Rhinokonjunktivitis allergica (Heuschnupfen)
  • Asthma bronchiale (Das Asthma sollte aber zum Zeitpunkt der Impfung gut eingestellt sein)
  • Nasenpolypen
  • Nahrungsmittelallergie (insbesondere keine Probleme für Hühnereiweißallergiker, da kein Hühnereiweiß im Biontech- oder Moderna-Impfstoff enthalten ist)
  • Insektengiftallergie
  • Schmerzmittelunverträglichkeit
  • Antibiotikaallergie
  • Kontaktallergie (z.B. Nickel-, Duftstoff - oder Konservierungsmittelallergie)

Sprechen Sie uns bitte an, wenn bei Ihnen folgendes bekannt ist:

  • Schwere allergische Reaktion bei einer früheren Nicht-COVID-19-Impfung
  • Schwere allergische Reaktion nach Medikamenteneinnahme (insbesondere Abführlösungen) oder -Injektionen
  • Schwere allergische Reaktion nach Arzneimitteleinnahme und bekannter Mastozytose
  • Schwere allergische Reaktion unbekannter Ursache

Nicht geimpft werden dürfen Patienten mit einer bekannten früheren schweren allergischen Reaktion auf Inhaltsstoffe des Impfstoffes oder auf die erste COVID19-Impfung. U.a. können folgende Inhaltsstoffe eine Rolle spielen:

  • Polyethylenglykol (=Macrogol)
  • Tromethamin/Trometamol

(siehe hierzu: Welche Inhaltstoffe enthalten die Impfstoffe?)

Hier noch weitere Informationen zu Begleittherapien:

Patienten, die aufgrund der o.g. Erkrankungen eine Behandlung erhalten (einschließlich Antikörpertherapien wie Xolair®, Dupixent®, Nucala®, Fasenra®) können geimpft werden. Derzeit wird empfohlen zwischen Behandlung und Impfung ca. 1 Woche Abstand einzuhalten.

Zwischen der Verabreichung einer subkutanen Hyposensibilisierung/ spezifische Immuntherapie (SCIT) und der COVID19-Impfung sollte wie bei allen anderen Impfungen auch ein Mindestabstand von einer Woche eingehalten werden. Klinische Erfahrungen in Bezug auf gleichzeitige Schutzimpfung (z.B. mit dem Biontech- oder Moderna-Impfstoff) und SLIT-Behandlung sind für viele Allergen-Immuntherapeutika nicht dokumentiert. Um etwaige Reaktionen infolge der COVID-19-Impfung von Reaktionen durch die SLIT zu unterscheiden, sollte diese nach allergologischem Erfahrungswissen mindestens 1-2 Tage nach der COVID-19-Impfung pausiert werden.

Können sich schwangere oder stillende Mitarbeiterinnen impfen lassen?

Die STIKO spricht eine Impfempfehlung für ungeimpfte Schwangere ab dem 2. Trimenon sowie für ungeimpfte Stillende aus. Die STIKO empfiehlt die Grundimmunisierung mit zwei Dosen des COVID-19 mRNA-Impfstoffs Comirnaty (BioNTech/ Pfizer). Schwangere sollen unabhängig von ihrem Alter mit Comirnaty und nicht mit Spikevax, Nuvaxovid oder Valneva geimpft werden. Die Anwendung von Nuvaxovid und Valneva während der Schwangerschaft und Stillzeit wird aufgrund fehlender Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe zum jetzigen Zeitpunkt nicht empfohlen. Eine Impfung mit Nuvaxovid und Valneva in der Schwangerschaft und Stillzeit kann nach Nutzen-Risiko-Abwägung jedoch erwogen werden, wenn bei einer Schwangeren oder Stillenden eine produktspezifische, medizinische Kontraindikation für mRNA-Impfstoffe besteht.

Wenn die Schwangerschaft nach bereits erfolgter Erstimpfung festgestellt wurde, sollte die Zweitimpfung erst ab dem 2. Trimenon durchgeführt werden. Frauen im gebärfähigen Alter, insbesondere mit Kinderwunsch, empfiehlt die STIKO die COVID-19-Impfung ausdrücklich, um bei einer zukünftigen Schwangerschaft bereits ab Konzeption über die Schwangerschaft optimal gegen diese Erkrankung geschützt zu sein. Auch enge Kontaktpersonen von Schwangeren sollten sich gemäß Impfempfehlung gegen COVID-19 impfen lassen.

Allen Schwangeren, die bereits 2 immunologische Ereignisse hatten (z.B. abgeschlossene Grundimmunisierung), soll unabhängig vom Alter ab dem 2. Trimenon eine 1. Auffrischimpfung, vorzugsweise mit einem Omikron-adaptierten mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer, im Abstand von mindestens 6 Monaten zur letzten Impfstoffdosis angeboten werden. Bei einer bestehenden Grunderkrankung mit einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf sollten Schwangere darüber hinaus eine 4. Impfstoffdosis (2. Auffrischimpfung) mit Comirnaty mindestens 6 Monate nach dem 3. immunologischen Ereignis erhalten. Hierbei soll ebenfalls präferenziell ein Omikron-adaptierter bivalenter Impfstoff von Comirnaty für die Auffrischimpfung verwendet werden (Comirnaty Original/Omicron BA.1, Comirnaty Original/Omicron BA.4/5).

  • Schwanger sein an sich ist ein relevanter Risikofaktor für schwere COVID-19-Verläufe.
  • Die COVID-19-Impfung schützt Schwangere wie Nicht-Schwangere sehr gut vor symptomatischen SARS-CoV-2-Infektionen und vor schweren COVID-19-Verläufen (die zu einer Hospitalisierung führen).
  • Nach aktueller Studienlage kommen schwere unerwünschte Nebenwirkungen nach der Impfung in der Schwangerschaft (wie Spontanabort bis 19. SSW, Totgeburten, Fehlbildungen) nicht gehäuft vor.
    Nach Impfung ist eine Übertragung der Antikörper der Mutter über die Plazenta zum Fetus nachgewiesen. Ob dadurch ein klinisch relevanter Schutz für das Neugeborene erzielt werden kann, ist derzeit nicht klar.
  • Es gibt keine Hinweise, dass die COVID-19-Impfung während der Stillzeit ein Risiko für Mutter oder Kind darstellt.

Schwangere oder stillende Mitarbeiterinnen können sich zu dieser Frage gerne persönlich über die Hotline des Impfzentrums (38777) beraten lassen.

Können Frauen mit Kinderwunsch sich gegen COVID-19 impfen lassen?

Ja, auch Frauen mit Kinderwunsch können sich gegen COVID-19 impfen lassen. Die verfügbaren COVID-19 Impfstoffe wurden an Erwachsenen – auch Frauen mit Kinderwunsch – getestet und für sicher und wirksam befunden

Zurzeit kursiert eine Fehlinformation. Sie besagt, dass die Impfung die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann. Diese Aussage ist falsch. In den umfangreichen klinischen Prüfungen, die vor der Zulassung der Impfstoffe durchgeführt wurden, gibt es keine Hinweise auf das Auftreten von Unfruchtbarkeit. Die Fehlinformation beruht darauf, dass das Protein, welches von den Impfungen kodiert wird, strukturell ähnlich ist wie ein Protein, das für die Fruchtbarkeit wichtig ist. Tatsächlich beschränkt sich diese Ähnlichkeit jedoch auf wenige Abschnitte des Proteins. Solche Ähnlichkeiten treten jedoch sehr häufig auf und sind nicht spezifisch für die COVID-19-Impfung. Würde so eine Ähnlichkeit unfruchtbar machen, dann würde die Infektion mit COVID-19 auch unfruchtbar machen. Dies wurde jedoch weltweit nicht beobachtet. Das Paul-Ehrlich-Institut bewertet die Sicherheit dazu so: „Mit dieser Datenlage ist im Rahmen einer Arzneimittelzulassung die bestmögliche Sicherheit für den Ausschluss von Schäden an Fortpflanzungsorganen und von einer Beeinträchtigung der Fortpflanzung beim Menschen gewährleistet.“ Frauen mit Kinderwunsch können sich also gegen COVID-19 impfen lassen. Hier gibt es dazu ein YouTube-Video.

Zyklusstörungen im Nachgang zu einer COVID-19-Impfung wurden international beobachtet und werden derzeit weiter erforscht. Solche Veränderungen des Zyklus sind auch bei anderen Impfungen oder durch Infektion bekannt und werden auf die Aktivierung des Immunsystems zurückgeführt. Ein direkter kausaler Zusammenhang ist nicht bekannt. Frauen sollten aber über diese mögliche Nebenwirkung der Impfung informiert werden, um Verunsicherung vorzubeugen.

Die beobachteten Störungen des Zyklus sind vorrübergehend, ohne pathologischen Wert und sind nicht mit Unfruchtbarkeit verbunden.

Eine Studie aus Israel zeigt Daten von 36 Paaren, die sich im Zeitraum der COVID-19-Impfung in einer Kinderwunschbehandlung für eine künstliche Befruchtung (IVF) befanden. Dabei wurden Dauer und charakteristische Parameter der ovariellen Stimulation, die Anzahl und die Qualität der gewonnenen Eizellen sowie die untersuchten Spermienparameter vor und nach der Impfung verglichen. Es zeigte sich, dass in dem Beobachtungszeitraum von 7 bis 85 Tagen nach Impfung kein Unterschied zwischen diesen Parametern bestand. In einer amerikanischen Studie, die bei 45 Männern Spermienparameter untersuchte, wurde vor und nach der Impfung mit 2 Dosen eines mRNA-Impfstoffs kein Unterschied gefunden.

Die Sorge um eine mögliche Unfruchtbarkeit nach einer COVID-19-Impfung ist also unbegründet. Frauen mit Kinderwunsch können sich also gegen COVID-19 impfen lassen.

Soll die Impfung auch nach durchgemachter COVID-19-Infektion erfolgen?

Die STIKO empfiehlt für ungeimpfte immungesunde Personen ab 12 Jahren sowie für 5- bis 11-jährige Kinder mit Vorerkrankungen, die eine gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, im Rahmen der Grundimmunisierung die Verabreichung einer Impfstoffdosis.

Wurde die Infektion durch einen PCR-Test bestätigt, soll die Impfung mit einem Abstand von mindesten 3 Monaten nach der Erkrankung erfolgen. Wurde die Infektion durch den serologischen Nachweis spezifischer Antikörper in einer Blutprobe bestätigt, kann die Impfung bereits ab 4 Wochen nach der Labordiagnose erfolgen.

Bei Personen mit Immundefizienz muss im Einzelfall entschieden werden, ob eine einmalige Impfstoffdosis ausreicht oder eine vollständige Impfserie verabreicht werden sollte. Kinder ohne Vorerkrankungen, die bereits eine labordiagnostisch gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, sollen vorerst nicht geimpft werden.

Personen, die nach der 1. Impfstoffdosis eine gesicherte SARS-CoV-2-Infektion im Abstand von unter 4 Wochen zur vorangegangenen Impfung hatten, erhalten im Rahmen der Grundimmunisierung eine 2. Impfstoffdosis mit einem Abstand ab 3 Monaten zur Infektion. Bei serologischem Nachweis der SARS-CoV-2-Infektion ist die Gabe einer Impfstoffdosis auch hier bereits im Abstand von 4 Wochen zur Labordiagnose möglich. Ist die SARS-CoV-2-Infektion in einem Abstand von 4 oder mehr Wochen zur vorangegangenen 1-maligen Impfung aufgetreten, ist keine weitere Impfung zur Grundimmunisierung notwendig.

Für die Auffrischimpfung gilt:

  • Personen, die eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht und danach eine Impfstoffdosis erhalten haben, um den Immunschutz zu verbessern, sollen in einem Abstand von mindestens drei Monaten nach der vorangegangenen Impfung eine Auffrischimpfung erhalten.
  • Zum Erreichen einer bestmöglichen Immunität (hybriden Immunität) wird auch ungeimpften Personen, die drei oder mehr SARS-CoV-2-Infektionen durchgemacht haben, eine Auffrischimpfung empfohlen. 
  • Personen, die in einem Abstand von >3 Monaten nach der 1.Auffrischimpfung eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, wird vorerst keine 2.Auffrischimpfung empfohlen. Tritt die Infektion in einem Abstand von ≤3 Monaten auf, wird sie nicht als unabhängiges immunologisches Ereignis gewertet. Die indizierte 2.Auffrischimpfung soll in diesem Fall mit einem Abstand von mindestens 3 Monaten nach der Infektion verabreicht werden.

Welche medizinischen Gründe (Kontraindikationen) sprechen gegen die COVID-19-Impfung?

Es gibt nur sehr wenige Gründe (Kontraindikationen), warum eine Person sich dauerhaft oder vorübergehend nicht gegen COVID-19 impfen lassen kann.

Nach Einschätzung des RKI können nur sehr wenige Personen (Einzelfälle) aufgrund von Allergien gegen Bestandteile der COVID-19-Impfstoffe nicht geimpft werden (siehe „Können sich Personen mit Allergien impfen lassen?“)

In der Regel können Personen, die mit einem der Impfstofftypen (mRNA vs. Vektor-basiert) nicht impfbar sind, mit dem jeweils anderen geimpft werden. Im Falle einer Herzmuskelentzündung nach mRNA-Impfung ist die Impfstoff¬auswahl bei weiteren Impfungen individuell abzuwägen.

Für den Vektor-basierten COVID-19-Impfstoff JCOVDEN (vormals COVID-19 Vakzine von Janssen ) gibt es darüber hinaus zwei seltene Kontraindikationen: ein vorbestehendes Thrombose-mit-Thrombozytopenie-Syndrom (TTS) oder ein Kapillarlecksyndrom. Beides sind sehr seltene Vorerkrankungen (Einzelfälle). In diesen Fällen können mRNA-Impfstoffe verwendet werden.

Infektionen mit Temperaturen >38 °C sind eine vorübergehende Kontraindikation, nach Abklingen des Fiebers kann geimpft werden.

Für Schwangere vor dem 2. Trimenon ist die Impfung generell nicht empfohlen.

Welche Impfstoffe werden eingesetzt?

Für die Impfung gegen COVID-19 sind in der Europäischen Union (EU) verschiedene Impfstoffe zugelassen, die bereits von der STIKO für unterschiedliche Altersgruppen bewertet wurden. Bei keinem dieser COVID-19-Impfstoffe handelt es sich um einen Lebendimpfstoff.

Aktuell stehen im Impfzentrum alle in Deutschland verfügbare Impfstoffe zur Verfügung.

mRNA-Impfstoff

1. Der von BioNTech und Pfizer gemeinsam hergestellte Impfstoff Comirnaty®. Die Zulassung von Comirnaty® durch die Europäische Arzneimittelagentur erfolgte am 21. Dezember 2020.

2. Der Impfstoff Spikevax® der Firma Moderna, der in Kooperation mit dem US National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) entwickelt wurde. Die Zulassung durch die Europäischen Arzneimittelagentur erfolgte am 7. Januar 2021.

Vektor-Impfstoff

3. Der Vektor-basierte Impfstoff COVID-19 Vaccine AstraZeneca® des britisch-schwedischen Unternehmens AstraZeneca. Die Zulassung durch die Europäischen Arzneimittelagentur erfolgte am 29. Januar 2021. Der Impfstoff ist aber seit dem 01.12.2021 in Deutschland nicht mehr verfügbar.

4. COVID-19 JCOVDEN von Janssen-Cilag International (Johnson & Johnson) wurde am 11.03.2021 durch die Europäische Arzneimittelagentur zugelassen.

Proteinimpfstoff

5. Die Europäische Arzneimittelagentur hat am 20. Dezember 2021 dem von dem Unternehmen Novavax entwickelten COVID-19-Impfstoff Nuvaxovid eine bedingte Zulassung erteilt.

Inaktivierter Ganzvirusimpfstoff

6. Die Europäische Arzneimittelagentur hat am 24. Juni 2022 den Totimpfstoff Valneva (inaktivierter und adjuvantierter Ganzvirusimpfstoff) (Valneva Austria GmbH) zugelassen.

Omikron-adaptierte bivalente mRNA-Impfstoffe

7. Seit September 2022 sind zur Auffrischimpfung Omikron-adaptierte bivalente mRNA-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer (Comirnaty Original/Omicron BA.1, Comirnaty Original/Omicron BA.4/5) und von Moderna (Spikevax bivalent Original/Omicron BA.1) ab dem Alter von 12 Jahren zugelassen.

Was ist ein mRNA-Impfstoff?

Die Impfstoffe sind gentechnisch im Labor hergestellt und bestehen aus mRNA (engl.: messengerRNA = Boten-RNA), eingepackt in kleine Lipid- oder Fetttröpfchen, sogenannten Nanopartikeln. Auf der mRNA befindet sich der Bauplan für ein Oberflächenantigen, das sogenannte Spike-Antigen des SARS-CoV-2-Virus. Gelangt diese mRNA in die Zielzelle, benutzt sie den körpereigenen Mechanismus (Ribosomen) zur Herstellung von Eiweißen, in diesem Fall zur Herstellung des viralen Oberflächenantigens. Gegen diese Antigene entwickelt der Körper dann Antikörper, um sich beim tatsächlichen Kontakt mit dem Virus entsprechend schützen zu können. Virusproteine können zudem eine T-Zell-Antwort (CD4, CD8) auslösen (zelluläre Immunantwort). T-Zellen unterstützen das Immunsystem beim Bekämpfen intrazellulärer Infektionen, und sie können die infizierten Zellen auch direkt töten.

Die mRNA bleibt dabei im Zytoplasma der Zelle und zerfällt dort nach kurzer Zeit von selbst. Die mRNA gelangt nicht in den Zellkern, wo sich die DNA der Zelle befindet. Es gibt auch keinen Hinweis darauf, dass die von den Körperzellen nach der Impfung aufgenommen mRNA in DNA umgeschrieben wird.  Aus diesem Grund finden auch keine Veränderungen des Erbguts der Zelle statt.

Was ist ein COVID-19-Vektor-Impfstoff

Die beim AstraZeneca-Impfstoff verwendeten „Träger- oder Vektorviren“ sind Adenoviren (modifizierte Viren, die bei Schimpansen Erkältungen auslösen), die für Menschen harmlos sind. Das Impfvirus repliziert (d.h. vermehrt sich) im menschlichen Körper nicht und kann somit keine Erkrankung auslösen.

Nach der Impfung gelangt das Impfvirus mit dem SARS-CoV-2-Gen in einige wenige menschliche Körperzellen. Die Zellen verwenden das Gen zur Herstellung des Spikeproteins. Das Immunsystem erkennt das Spikeprotein als fremd an und bildet als Reaktion des Immunsystems Antikörper und T-Zellen, die im Idealfall vor einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 schützen.

Bei natürlicher Infektion mit Adenoviren wurde bisher keine genetische Veränderung menschlicher Zellen beobachtet. Adenovirale Vektoren gelten generell als nichtintegrierende Vektoren, d.h. sie integrieren ihr Erbgut nicht ins Zellgenom. Das Genom der COVID-19-Vektorimpfstoffe auf Basis nicht vermehrungsfähiger Adenoviren verbleibt ebenso wie das anderer Adenoviren außerhalb der menschlichen DNA (extrachromosomal) im Zellkern infizierter Zellen.

Auch vor dem Hintergrund, dass sich die adenoviralen Vektoren – anders als die natürlichen Erkältungsviren – aufgrund genetischer Veränderungen nicht im menschlichen Körper vermehren und schnell vom Körper eliminiert werden, besteht nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft kein Risiko der Integration der Adenovirus-Vektor-DNA in das menschliche Genom.

Welche Inhaltstoffe enthalten die Impfstoffe?

Neben dem Wirkstoff (mRNA) sind im Impfstoff COVID-19 Vaccine Moderna® laut Herstellerangaben die folgenden Inhaltsstoffe enthalten:

  • das proprietäre, ionisierbare Lipid SM-102
  • 1,2-Dimyristoyl-rac-glycero-3-methoxypolyethylenglycol-2000 [PEG2000-DMG]
  • Cholesterol
  • 1,2-Distearoyl-sn-glycero-3-phosphocholin [DSPC]
  • Tromethamin
  • Tromethaminhydrochlorid
  • Essigsäure
  • Natriumacetat
  • Saccharose
  • Wasser für Injektionszwecke

Neben dem Wirkstoff (mRNA) sind im Impfstoff Comirnaty® der Firma Biontech/Pfizer laut Herstellerangaben die folgenden Inhaltsstoffe enthalten:

  • ALC-0315 = (4-Hydroxybutyl)azanediyl)bis (Hexan-6,1-diyl)bis(2- hexyldecanoat)
  • ALC-0159 = 2-[(Polyethylenglykol)-2000]-N,N-ditetradecylacetamid
  • DSPC= 2-Distearoyl-sn-glycero-3 phosphocholin
  • Cholesterol
  • Kaliumchlorid
  • Kaliumdihydrogenphosphat
  • Natriumchlorid
  • Dinatriumhydrogenphosphat-Dihydrat
  • Saccharose
  • Wasser für Injektionszwecke

Ein Adjuvans ist nicht enthalten, ebenso wenig ein Konservierungsstoff oder Hühnereiweiß.

Der Stopfen der Comirnaty® Durchstechflaschen besteht nach Herstellerangaben nicht aus Naturgummi-Latex.

Eine Dosis (0,5 ml) Nuvaxovid enthält 5 Mikrogramm des Spike-Proteins von SARS-CoV-2 und ist mit MatrixM adjuvantiert.

Sonstigen Bestandteile:

Dinatriumhydrogenphosphat 7 H2O

Natriumdihydrogenphosphat 1 H2O

Natriumchlorid Polysorbat 80

Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-Werts)

Salzsäure (zur Einstellung des pH-Werts)

Wasser für Injektionszwecke

Das Adjuvans Matrix-M enthält pro 0,5-ml-Dosis: Fraktion-A (42,5 Mikrogramm) und Fraktion-C (7,5 Mikrogramm) von Quillaja-saponaria-Molina-Extrakt.

Cholesterol

Phosphatidylcholin (einschließlich all-rac-α-Tocopherol)

Kaliumdihydrogenphosphat

Kaliumchlorid Dinatriumhydrogenphosphat 2 H2O

Natriumchlorid Wasser für Injektionszwecke

Eine Dosis (0,5 ml) JCOVDEN enthält: Adenovirus Typ 26, der das SARS-CoV-2 Spike-Glykoprotein (Ad26.COV2-S) kodiert.

Das Präparat enthält genetisch veränderte Organismen (GVO).

Sonstige Bestandteile:

2-Hydroxypropyl-β-Cyclodextrin (HPBCD)

Citronensäure-Monohydrat

Ethanol

Salzsäure

Polysorbat 80

Natriumchlorid

Natriumhydroxid

Trinatriumcitrat-Dihydrat

Wasser für Injektionszwecke

Wurde der Impfstoff vor der Zulassung ausreichend geprüft?

Das Genom des SARS-CoV-2-Virus wurde bereits im Januar 2020 vollständig entschlüsselt und schon Ende Dezember lagen die ersten Impfstoffkandidaten vor. Das wurde ermöglicht, indem die unterschiedlichen Testphasen (I/II und II/III) überlappend durchgeführt (telescoping) und parallel alle Studienergebnisse rollierend sofort an die Zulassungsstellen weitergeleitet und dort mit Priorität gesichtet wurden, sodass insgesamt viel Zeit gewonnen werden konnte. Hinzu kommt, dass noch niemals mit so großer finanzieller Unterstützung weltweit die Impfforschung unterstützt wurde, denn allen ist klar, dass nur durch wirksame Impfstoffe, die weltweit einem Großteil der Bevölkerung zur Verfügung stehen, zeitnah das Pandemiegeschehen eingedämmt werden kann.

Die Zulassung der Europäischen Arzneimittelagentur für den von BioNTech und Pfizer gemeinsam hergestellten Impfstoff Comirnaty® erfolgte am 21. Dezember 2020 beziehungsweise am 7. Januar 2021 für den von Moderna hergestellten Impfstoff COVID-19 Vaccine Moderna®. Als dritte wurde der Impfstoff COVID-19 Vaccine AstraZeneca® des britisch-schwedischen Unternehmens AstraZeneca durch die Europäischen Arzneimittelagentur am 29. Januar 2021 in der EU zugelassen. COVID-19 Vaccine Janssen von Janssen-Cilag International (Johnson & Johnson) wurde am 11.03.2021 durch die Europäische Arzneimittelagentur zugelassen.

Die beiden mRNA-Impfstoffe sind ab dem Alter ≥ 12 Jahre, die beiden Vektor-basierten Impfstoffe ab dem Alter ≥18 Jahre zugelassen.

Welche Schutzwirkung hat die Impfung?

Die COVID-19-mRNA-Impfstoffe Comirnaty (BioNTech/Pfizer) und Spikevax (Moderna) sowie der Vektor-Impfstoff Vaxzevria (AstraZeneca) boten bei Infektion mit Delta eine sehr hohe Wirksamkeit von etwa 90% gegen eine schwere COVID-19-Erkrankung (z.B. Behandlung im Krankenhaus) und eine gute Wirksamkeit von etwa 75% gegen eine symptomatische SARS-CoV-2-Infektion (siehe Living Systematic Review von 2021). Das bedeutete: Wenn eine Person nach Grundimmunisierung mit dem Erreger in Kontakt kam, würde sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht schwer erkranken.

Die COVID-19-mRNA-Impfstoffe Comirnaty (BioNTech/Pfizer) und Spikevax (Moderna) und der Vektor-Impfstoff JCOVDEN (Johnson & Johnson) bieten vor der Omikron-Variante weniger Schutz als vor der Delta-Variante. Dies wird auch durch den aktualisierten Living Systematic Review, der vom RKI durchgeführt wird, belegt.

Die Studienergebnisse zeigen, dass die Wirksamkeit nach zwei Impfstoffdosen (Grundimmunisierung) gegenüber jeglicher oder symptomatischer Erkrankung durch die Omikron-Variante insgesamt gering ist und mit der Zeit deutlich nachlässt. Durch eine Auffrischimpfung kann die Schutzwirkung verbessert werden. Gegen schwere Erkrankungen bietet die Impfung weiterhin einen guten Schutz. Die Datenlage deutet darauf hin, dass auch hier die Schutzwirkung nach der Grundimmunisierung abfällt, jedoch weniger stark als im Vergleich zu jeglichen bzw. symptomatischen Erkrankungen.

Nach einer Auffrischimpfung ist die Wirksamkeit gegenüber schweren Erkrankungen erneut hoch. Daten weisen auch nach Auffrischimpfung auf einen nachlassenden Schutz vor (symptomatischer) Infektion über die Zeit hin. Die hohe Schutzwirkung gegenüber schweren Infektionen bleibt aber mindestens über 6-9 Monate nach der Auffrischimpfung bestehen. Eine 2. Auffrischimpfung führt bei Zielgruppen mit höherem COVID-19-Risiko zu einer erneuten Verbesserung der Wirksamkeit.

Es bestehen keine signifikanten Unterschiede in der Wirksamkeit zwischen den verschiedenen untersuchten Impfstoffen (Comirnaty, Spikevax, JCOVDEN) und Impfschemata (heterolog vs. homolog).

Über die Transmission unter Omikron gibt es bisher keine ausreichenden Daten; sie scheint bei Geimpften weiterhin reduziert zu sein, wobei das Ausmaß der Reduktion nicht vollständig geklärt ist. Haushaltsstudien aus Norwegen und Dänemark zeigen, dass eine Impfung auch unter vorherrschender Zirkulation der Omikron-Variante die Übertragbarkeit um ca. 6-21% nach Grundimmunisierung und nach Auffrischimpfung um weitere 5-20% reduziert.

Der Impfstoff Nuvaxovid (Novavax) bietet nach derzeitigem Kenntnisstand einen guten Schutz, jedoch ist die Datenlage limitiert. Die Zulassungsstudien, die überwiegend den Schutz vor der Alpha-Variante untersuchten, zeigten eine Wirksamkeit von etwa 90 % gegen eine milde bis schwere COVID-19-Erkrankung. Verlässliche Aussagen zum Schutz der Impfung vor schweren Krankheitsverläufen können jedoch nicht getroffen werden. Daten bezüglich der klinischen Schutzwirkung der Grundimmunisierung gegen die Omikron-Varianten liegen für Nuvaxovid bisher nicht vor.

Auch für Valneva liegen bisher nur wenige Daten vor. Die Zulassungsstudie verglich die Impfwirkung mit der von Vaxzevria. Dabei hatten die StudienprobandInnen nach Gabe von Valneva mehr Antikörper gegen das Wildtyp-Virus sowie in geringerem Maße gegen die Delta-Variante, als die ProbandInnen in der Vergleichsgruppe, die mit Vaxzevria geimpft wurden. Daten zur absoluten Vakzineffektivität von Valneva sind derzeit nicht verfügbar.

Seit September 2022 sind Omikron-adaptierte, bivalenten mRNA-Impfstoffe als Auffrischimpfungen zugelassen. Die Zulassungen erfolgten auf Grundlage von Daten zur Immunogenität (Antikörperbildung) sowie auf der Basis von tierexperimentellen Studien. Bisher liegen noch keine aussagekräftigen Daten zur klinischen Wirksamkeit beim Menschen vor. Die Omikron-adaptierten Impfstoffe verwenden dieselbe mRNA-Plattform, wie die bisher erhältlichen Wildtyp-mRNA-Impfstoffe. Beide angepassten Impfstoffe (BA.1 und BA.4/5) lösen im Vergleich zu den bisherigen monovalenten mRNA-Impfstoffen eine verbesserte Antikörperantwort gegenüber verschiedenen Omikron-Varianten aus. Es ist unklar, ob die etwas höheren Antikörperkonzentrationen auch eine höhere Schutzwirkung bedeuten. Die Antikörperantwort gegenüber dem Wildtyp-Virus ist bei den Omikron-angepassten und den herkömmlichen mRNA-Impfstoffen vergleichbar.

Ist die Bestimmung des Antikörper-Titers vor der Auffrischimpfung sinnvoll?

Fälschlicherweise nehmen viele Menschen an, dass bei hohem Antikörperspiegel nach der Grundimmunisierung gegen COVID-19 oder einer SARS-CoV-2-Infektion keine (Auffrisch-)Impfung verabreicht werden sollte. Das ist jedoch nicht korrekt.

Es ist nicht bekannt, ab welchem Wert von einem ausreichenden Schutz vor der Erkrankung ausgegangen werden kann. Es ist daher auch nicht empfohlen, vor der Verabreichung der (Auffrisch-)Impfung mittels serologischer Antikörpertestung zu prüfen, ob weiterhin ein Schutz vor COVID-19 besteht. Sicherheitsbedenken für eine (Auffrisch-)Impfung bei noch bestehender Immunität gibt es nicht.

Verhindert die Impfung die Weitergabe des Virus?

Daten aus Zulassungsstudien wie auch aus Untersuchungen im Rahmen der breiten Anwendung (sogenannte Beobachtungsstudien) belegen, dass die in Deutschland zur Anwendung kommenden COVID-19-Impfstoffe SARS-CoV-2 Infektionen mit der Delta-Variante (symptomatisch und asymptomatisch) in einem erheblichen Maße verhindern. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person trotz vollständiger Impfung PCR-positiv wird, ist signifikant vermindert. Darüber hinaus ist die Virusausscheidung bei Personen, die trotz Impfung eine SARS-CoV-2 Infektion haben, kürzer als bei ungeimpften Personen mit SARS-CoV-2 Infektion. In welchem Maß die Impfung die Übertragung des Virus reduziert, kann derzeit nicht genau quantifiziert werden.

Aktuelle Studien belegen, dass die Impfung auch bei Vorliegen der derzeit noch dominierenden Delta-Variante einen Schutz gegen symptomatische und asymptomatische Infektionen bietet. Der Schutz ist im Vergleich zu der Alpha-Variante reduziert. Gleichzeitig liegt für die Verhinderung von schweren Erkrankungsverläufen (Hospitalisierung) ein unverändert hoher Schutz vor. Erste Erkenntnisse zur Impfstoffwirksamkeit gegenüber der Omikron-Variante zeigen, dass die Wirksamkeit gegenüber symptomatischen Erkrankungen durch die Omikron-Variante nach Grundimmunisierung deutlich reduziert ist. Nach einer Auffrischimpfung wurde allerdings eine gute Wirksamkeit gegenüber Omikron festgestellt.

In der Summe ist das Risiko, dass Menschen trotz Impfung PCR-positiv werden und das Virus übertragen, unter der Deltavariante deutlich vermindert. Wie hoch das Transmissionsrisiko unter Omikron ist, kann derzeit noch nicht bestimmt werden. Es muss jedoch davon ausgegangen werden, dass Menschen nach Kontakt mit SARS-CoV-2 trotz Impfung PCR-positiv werden und dabei auch Viren ausscheiden und infektiös sind. Dabei können diese Menschen entweder Symptome einer Erkrankung (die zumeist eher milde verläuft) oder überhaupt keine Symptome entwickeln. Zudem lässt der Impfschutz über die Zeit nach und die Wahrscheinlichkeit trotz Impfung PCR-positiv zu werden nimmt zu.

Zusätzlich muss das Risiko, das Virus möglicherweise auch unbemerkt an andere Menschen zu übertragen, durch das Einhalten der Infektionsschutzmaßnahmen weiter reduziert werden. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) auch nach Impfung die allgemein empfohlenen Schutzmaßnahmen (Kontaktreduktion, Alltagsmasken, Hygieneregeln, Abstandhalten, Lüften) weiterhin einzuhalten.

Welche Nebenwirkungen oder Komplikationen können auftreten?

Grundsätzlich muss zwischen leichten, aber häufigen Impfreaktionen und seltenen, aber schweren Impfkomplikationen unterschieden werden.

 

Dabei stellen harmlose, leichte Impfreaktionen eigentlich eine „gute Reaktion“ dar, da sie zeigen, dass der Körper auf die Impfung reagiert und sich eine Immunantwort entwickelt. Häufige und harmlose Impfreaktionen, die in den Zulassungsstudien der Impfstoffe Spikevax® und Cominarty® beschrieben wurden, sind eine Rötung oder Schwellung der Impfstelle. Auch Fieber, Müdigkeit, Übelkeit sowie Muskel-, Gelenk- und Kopfschmerzen können nach der Impfung auftreten. In sehr seltenen Fällen kann es auch zu Lymphknotenschwellungen kommen. Leichte Impfreaktionen treten häufiger bei jüngeren Probanden und häufiger nach der zweiten Impfung auf. Die Impfreaktionen bestanden für maximal ein bis zwei Tage und waren ausnahmslos reversibel. Zur Linderung möglicher Beschwerden kann ein schmerzlinderndes / fiebersenkendes Medikament in der empfohlenen Dosierung eingenommen werden.

 

Impfkomplikationen hingegen sind über das normale Maß einer Impfreaktion hinausgehende Folgen der Impfung, die den Gesundheitszustand der geimpften Person deutlich belasten.

In den umfangreichen klinischen Prüfungen vor der Zulassung wurden nach Gabe der mRNA-Impfstoffe selten (zwischen 0,1 % und 0,01 %) Fälle von akuter Gesichtslähmung beobachtet (Comirnaty : 4 Fälle nach Gabe des Impfstoffs; Spikevax®: 3 Fälle nach Gabe des Impfstoffs und 1 Fall in der Kontrollgruppe). In allen Fällen bildete sich die Gesichtslähmung nach einigen Wochen zurück. Diese Gesichtslähmungen stehen möglicherweise im ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung. Überempfindlichkeitsreaktionen wurden in seltenen Fällen (zwischen 0,1 % und 0,01 %) beobachtet: Nesselsucht oder Gesichtsschwellung nach Gabe von Comirnaty und 2 Fälle von Gesichtsschwellung nach Gabe von Spikevax®. Seit Einführung der Impfung wurden in sehr seltenen Fällen anaphylaktische Reaktionen (allergische Sofortreaktionen) berichtet. Diese traten kurz nach der Impfung auf und mussten ärztlich behandelt werden.

Dabei handelt es sich ebenfalls um eine äußerst seltene, aber prinzipiell lebensbedrohliche Impfkomplikation.

Bitte lesen Sie hierzu auch den Abschnitt „Können sich Personen mit Allergien impfen lassen?“

 

Ebenfalls seit Einführung der COVID-19-Impfung mit den mRNA-Impfstoffen Comirnaty (BioNTech/Pfizer) und Spikevax (Moderna) ist bekannt, dass nach Verabreichung dieser Impfstoffe in seltenen Fällen Herzmuskel- und/oder Herzbeutelentzündungen (Myokarditis und Perikarditis) bei jüngeren Personen auftreten. Aktuelle Meldeanalysen zeigen, dass Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen bei Jungen und jungen Männern sowie bei Mädchen und jungen Frauen unter 30 Jahren nach der Impfung mit Spikevax häufiger beobachtet wurden als nach der Impfung mit Comirnaty. Für Menschen ab 30 Jahren besteht nach der Impfung mit Spikevax kein erhöhtes Risiko für eine Herzmuskelentzündung und Herzbeutelentzündung. Nach den bisher vorliegenden Sicherheitsberichten ist der akute Verlauf von impfstoffbedingten Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen überwiegend mild.

Zulassungsstudien der Auffrischimpfung:
Beide mRNA-Impfstoffe sind für die Grundimmunisierung und Auffrischimpfung zugelassen. Die Häufigkeit und die Art möglicher Impfreaktionen und Nebenwirkungen nach Auffrischimpfung sind vergleichbar mit denen nach der 2. Impfstoffdosis. Schwere unerwünschte impfstoffbezogene Ereignisse traten nicht auf. Es wurden auch keine Myo- oder Perikarditiden beobachtet.

 

 

 

COVID-19 Vaccine Janssen®: Die am häufigsten berichteten Impfreaktionen in den Zulassungsstudien waren Schmerzen an der Einstichstelle (mehr als 40 %), Kopfschmerzen, Ermüdung und Muskelschmerzen (mehr als 30 %) sowie Übelkeit (mehr als 10 %). Häufig (zwischen 1 % und 10 %) wurde über Fieber, Husten, Gelenkschmerzen, Rötung und Schwellung der Einstichstelle sowie Schüttelfrost berichtet. Gelegentlich (zwischen 0,1 % und 1 %) traten Zittern, Niesen, Schmerzen in Mund und Rachen, genereller Ausschlag, vermehrtes Schwitzen, Schwäche der Muskeln, Schmerzen in Arm oder Bein, Rückenschmerzen, allgemeines Schwächegefühl und Unwohlsein auf. In seltenen Fällen (0,01 % bis 0,1 %) traten Überempfindlichkeitsreaktionen und Nesselsucht auf. Darüber hinaus wurden nach einer Impfung mit COVID-19 Vaccine Janssen® in sehr seltenen Fällen (weniger als 0,01 %) Blutgerinnsel (z. B. im Gehirn als Sinusvenenthrombosen oder auch im Bauchraum) verbunden mit einer Verringerung der Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie) und bei einem Teil mit tödlichem Ausgang beobachtet. Diese Fälle traten innerhalb von 3 Wochen nach der Impfung und überwiegend bei Personen unter 60 Jahren auf. Ebenfalls seit Einführung der Impfung wurden nach einer Impfung mit COVID-19 Vaccine Janssen sehr selten ® Fälle von Kapillarlecksyndrom beobachtet, teilweise bei Personen, die früher bereits an einem Kapillarlecksyndrom erkrankt waren, und zum Teil mit tödlichem Ausgang. Das Kapillarlecksyndrom trat in den ersten Tagen nach Impfung auf und ist gekennzeichnet durch eine rasch fortschreitende Schwellung der Arme und Beine, plötzliche Gewichtszunahme sowie Schwächegefühl und erfordert eine sofortige ärztliche Behandlung. Berichtet wurden zudem sehr selten Fälle (weniger als 0,01 %) eines Guillain-Barré-Syndroms nach einer Impfung mit COVID-19 Vaccine Janssen . Diese Fälle stehen möglicher ® - weise in ursächlichem Zusammenhang mit der Impfung. Das Guillain-Barré-Syndrom ist gekennzeichnet durch Schwäche oder Lähmungen in den Beinen und Armen, die sich auf die Brust und das Gesicht ausdehnen können und die eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich machen können. Seit Einführung der Impfung wurden in sehr seltenen Fällen allergische Sofortreaktionen (anaphylaktische Reaktionen) berichtet. Diese traten kurz nach der Impfung auf und mussten ärztlich behandelt werden. Grundsätzlich können – wie bei allen Impfstoffen – in sehr seltenen Fällen eine allergische Sofortreaktion bis hin zum Schock oder andere auch bisher unbekannte Komplikationen nicht ausgeschlossen werden.

 

Der Impfstoff Nuvaxovid (von Novavax) gilt als ähnlich reaktogen wie die anderen Impfstoffe gegen COVID-19. Nach der Impfung mit Nuvaxovid treten laut Daten der Zulassungsstudien vor allem vorübergehende Lokal- und Allgemeinreaktionen auf. Diese Reaktionen zeigen sich meist innerhalb von 2 Tagen nach der Impfung und halten selten länger als 3 Tage an. Die meisten Reaktionen sind bei älteren Personen etwas seltener als bei jüngeren Personen zu beobachten. Die Impfreaktionen sind zumeist mild oder mäßig ausgeprägt und treten nach der 2. Impfung etwas häufiger auf als nach der 1. Impfung.

Die am häufigsten berichteten Impfreaktionen in den Zulassungsstudien waren Druckempfindlichkeit an der Einstichstelle (~75 %), Schmerzen an der Einstichstelle (~60 %), starke Müdigkeit (~55 %), Muskelschmerzen (~50 %), Kopfschmerzen (~50 %), allgemeines Unwohlsein (~40 %), Gelenkschmerzen (~25 %) und Übelkeit oder Erbrechen (~15 %).

Seit Einführung der Impfung wurden in sehr seltenen Fällen anaphylaktische Reaktionen (allergische Sofortreaktionen) berichtet. Es wurden ebenfalls wenige Fälle von Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen (Myo- und Perikarditis) nach Anwendung von Nuvaxovid beobachtet.

Warum wurde die Impfung mit dem AstraZeneca Impfstoff ausgesetzt?

In Deutschland und anderen europäischen Ländern wurde die Impfung mit dem AstraZeneca Impfstoff vorübergehend ausgesetzt. Diese Entscheidung wurde am 15.03.2021 durch das Bundeministerium für Gesundheit auf Anraten des Paul-Ehrlich-Instituts getroffen, nachdem es zu einem gehäuften Auftreten von Hirnvenenthrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gekommen war. Betroffen waren in Deutschland insgesamt sieben Personen, davon sechs Frauen mit einer sogenannten Sinusvenenthrombose, von denen drei mittlerweile verstorben sind. Zum Zeitpunkt des Impfstopps war nicht klar, ob es sich um eine zufällige Häufung handelt oder ein ursächlicher Zusammenhang zu der Impfung besteht und es wurde Zeit benötig um die Fälle zu prüfen.

Am 18.03.2021 empfahl die europäische Arzneimittelagentur (EMA) die Impfung fortzuführen, da die Vorteile der Impfung die potentiellen Risiken überwiegen und da ein ursächlicher Zusammenhang zu Hirnvenenthrombosen und Gerinnungsstörungen weder sicher ausgeschlossen, noch klar belegt worden konnte. Die Verwendung des Impfstoffes wurde daraufhin in Deutschland und auch an der Uniklinik ab dem 19.03.2021 fortgeführt. Einen erneuten bundesweiten Impfstoff gab es am 30.03.2021. Derzeit ist der Einsatz des AstraZeneca Impfstoffs für weitere Erstimpfungen am Uniklinikum nicht vorgesehen.

Wie verhalte ich mich vor und nach der Impfung?

Wenn Sie nach einer früheren Impfung oder anderen Spritze ohnmächtig geworden sind, zu Sofortallergien neigen oder andere Reaktionen hatten, teilen Sie dies bitte der Impfärztin oder dem Impfarzt vor der Impfung mit. Dann kann sie oder er Sie nach der Impfung gegebenenfalls länger beobachten.

Bitte teilen Sie der Ärztin oder dem Arzt vor der Impfung mit, wenn Sie an einer Gerinnungsstörung leiden oder gerinnungshemmende Medikamente einnehmen. Sie können unter Einhaltung einfacher Vorsichtsmaßnahmen geimpft werden.

Bitte teilen Sie der Ärztin oder dem Arzt vor der Impfung auch mit, wenn Sie nach einer Impfung in der Vergangenheit eine allergische Reaktion hatten oder Allergien haben. Die Ärztin oder der Arzt wird mit Ihnen abklären, ob etwas gegen die Impfung spricht.

Es ist ratsam, in den ersten Tagen nach der Impfung außergewöhnliche körperliche Belastungen und Leistungssport zu vermeiden.

Bei Schmerzen oder Fieber nach der Impfung können schmerzlindernde / fiebersenkende Medikamente eingenommen werden. Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt kann Sie hierzu beraten.

Wenn nach einer Impfung Symptome auftreten, welche die oben genannten schnell vorübergehenden Lokal- und Allgemeinreaktionen überschreiten, steht Ihnen Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt selbstverständlich zur Beratung zur Verfügung. Bei schweren Beeinträchtigungen, Schmerzen in der Brust, Kurzatmigkeit oder Herzklopfen begeben Sie sich bitte umgehend in ärztliche Behandlung.

Ist man bei einem Impfschaden versichert?

In der Uniklinik RWTH Aachen werden nur Impfstoffe eingesetzt, für die eine Zulassung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) vorliegt. Unter diesen Voraussetzungen ist eine Kostenübernahme bei Impfschäden durch die öffentliche Hand garantiert.

Gibt es Daten über Langzeitnebenwirkungen?

Die Erfahrungen mit vielen Impfstoffen über viele Jahre haben gezeigt, dass die meisten Nebenwirkungen kurze Zeit, in der Regel innerhalb weniger Tage bis einige Wochen nach der Impfung auftreten. Impfstoffe werden auch nach der Zulassung durch das Paul-Ehrlich-Institut weiter aktiv überwacht, sodass hier immer mehr Erkenntnisse zur Langzeitsicherheit, insbesondere sehr seltenen Nebenwirkungen, in den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen gewonnen werden.

Nebenwirkungen, die unerwartet und erst lange Zeit (zum Beispiel mehrere Jahre) nach der Impfung auftreten, sind bei noch keiner Impfung beobachtet worden und sind auch bei den COVID-19-Impfstoffen nicht zu erwarten. In der Vergangenheit kam es vor, dass sehr seltene Nebenwirkungen, die bei Geimpften kurz nach der Impfung auftraten, von Forschenden erst später erkannt wurden. Der Grund dafür ist, dass sehr viele Menschen geimpft werden müssen, um sehr seltene Nebenwirkungen aufzuspüren. In der Regel braucht das eine gewisse Zeit. Die COVID-19-Impfstoffe wurden in kürzester Zeit an viele Menschen weltweit verabreicht. Deshalb können sehr seltene Nebenwirkungen schneller als sonst erkannt und beurteilt werden.

So wurden bislang die folgenden Nebenwirkungen, die kurze Zeit nach COVID-19-Impfung auftraten, bekannt: Nach der Zulassung des Impfstoffs Vaxzevria (AstraZeneca) und der COVID-19 Vaccine Janssen (Janssen-Cilag International) traten spezielle Formen von Thrombosen bei Geimpften auf. Bisher wurden diese Nebenwirkungen überwiegend bei Frauen im Alter ≤55 Jahren beobachtet, aber auch Männer und Ältere waren betroffen. Sehr seltene Ereignisse wurden nach Zulassung auch bei den mRNA Impfstoffen in Form von (Peri-)Myokarditiden beobachtet . Diese Myokarditiden verlaufen in der Regel milde und heilen folgenlos aus. Ob die Myokarditiden in Einzelfällen jedoch auch Spätfolgen, wie z.B. eine Herzmuskelschwäche mit sich bringen können, ist bisher nicht bekannt.

Das Paul-Ehrlich-Institut weist darauf hin, dass keine sog. Langzeitnebenwirkungen, die erst Jahre nach der Impfung auftreten, zu befürchten sind. Das Paul-Ehrlich-Institut bewertet regelmäßig Verdachtsfälle zu Nebenwirkungen bei COVID-19-Impstoffen in den Sicherheitsberichten und berichtet darüber in seinem Coronadossier.

Verdachtsfälle von Nebenwirkungen können auch gemeldet werden.

Wie muss ich mich bei Verdacht auf eine Nebenwirkung verhalten?

Wenn nach einer Impfung Symptome auftreten, welche die oben genannten schnell vorübergehenden Lokal- und Allgemeinreaktionen überschreiten, steht Ihnen Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt selbstverständlich zur Beratung zur Verfügung. Bei schweren Beeinträchtigungen, Schmerzen in der Brust, Kurzatmigkeit oder Herzklopfen begeben Sie sich bitte umgehend in ärztliche Behandlung.

Bei schweren Beeinträchtigungen, insbesondere wenn 4 bis 14 Tage nach einer Impfung mit dem AstraZeneca®-Impfstoff anhaltende Kopfschmerzen, Atemnot oder punktförmige Hautblutungen auftreten, sollten Sie sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben.

Wer überwacht die Impfreaktionen und wie können Nebenwirkungen gemeldet werden?

Auch bei breiter Anwendung werden die Wirksamkeit, Sicherheit und auch die Schutzdauer der COVID-Impfstoffe fortlaufend vom pharmazeutischen Unternehmer selbst sowie durch das Paul-Ehrlich-Institut und die zuständigen Gremien bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) überprüft und bewertet. Bei Hinweisen auf mögliche Nebenwirkungen kann somit sehr schnell reagiert werden. Sollten Sie oder ihr behandelnder Arzt den Verdacht einer Nebenwirkung haben, können Sie dies sowohl beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als oberster Bundesbehörde, Ihrem örtlichen Gesundheitsamt oder in der „SafeVac“-App des PEIs melden.

Welche medizinischen Gründe (Kontraindikationen) sprechen gegen die COVID-19-Impfung?

Es gibt nur sehr wenige Gründe (Kontraindikationen), warum eine Person sich dauerhaft oder vorübergehend nicht gegen COVID-19 impfen lassen kann.

Nach Einschätzung des RKI können nur sehr wenige Personen (Einzelfälle) aufgrund von Allergien gegen Bestandteile der COVID-19-Impfstoffe nicht geimpft werden (siehe „Können sich Personen mit Allergien impfen lassen?“)

In der Regel können Personen, die mit einem der Impfstofftypen (mRNA vs. Vektor-basiert) nicht impfbar sind, mit dem jeweils anderen geimpft werden.

Im Falle einer Herzmuskelentzündung nach mRNA-Impfung ist die Impfstoff­auswahl bei weiteren Impfungen individuell abzuwägen.

Für den Vektor-basierten COVID-19-Impfstoff JCOVDEN (vormals COVID-19 Vakzine von Janssen ) gibt es darüber hinaus zwei seltene Kontraindikationen: ein vorbestehendes Thrombose-mit-Thrombozytopenie-Syndrom (TTS) oder ein Kapillarlecksyndrom. Beides sind sehr seltene Vorerkrankungen (Einzelfälle). In diesen Fällen können mRNA-Impfstoffe verwendet werden.

Infektionen mit Temperaturen >38 °C sind eine vorübergehende Kontraindikation, nach Abklingen des Fiebers kann geimpft werden.

Für Schwangere vor dem 2. Trimenon ist die Impfung generell nicht empfohlen.

 

Fragen zu Corona-Tests

Welche Möglichkeiten gibt es für Studierende und Beschäftige, sich testen zu lassen?

Die Städteregion Aachen informiert auf der Webseite laufend über alle Testmöglichkeiten in der Städteregion Aachen. Auf der Seite finden Sie auch Hinweise für Personen, die im benachbarten Ausland leben und an der RWTH arbeiten.

Beschäftigten, die in Präsenz arbeiten ist durch die Hochschuleinrichtung mindestens einmal wöchentlich ein Selbsttest anzubieten.

Gibt es Corona-Selbsttests für die Beschäftigten?

Ja, die RWTH bietet den Einrichtungen im RWTH-Kaufhaus Corona-Selbsttests zum Kauf an.

Für wen sind die Corona-Selbsttests im RWTH-Kaufhaus gedacht?

Beschäftigten, die nicht ausschließlich im Home Office arbeiten, ist seitens der jeweiligen Hochschuleinrichtungen mindestens einmal wöchentlich ein Selbsttest anzubieten.

Wie funktionieren die im RWTH-Kaufhaus erhältlichen Selbsttests?

Bitte beachten Sie, dass im RWTH-Kaufhaus aktuell unterschiedliche Testprodukte erhältlich sind. Bitte prüfen Sie, welches Produkt sie erworben haben und finden untenstehend die passende Anleitung. (Selbstverständlich liegen den erworbenen Tests auch gedruckte Anleitungen bei)

Produkt: CLINITEST Rapid COVID-19 Antigen Self-Test

Gebrauchsanweisung
Kurzanleitung
Videoanleitung

Produkt: HOTGEN (2019-nCoV)-Antigentest

Gebrauchsanweisung
Videoanleitung

Produkt: RightSign

Gebrauchsanweisung

RightSign Kurzanleitung

 

Was ist zu tun, wenn ein Corona-Selbsttest ein positives Ergebnis liefert?

In diesem Fall sind Sie verpflichtet, sich in einer Teststelle unverzüglich einem Coronaschnelltest oder einem PCR-Test (Kontrolltest) zu unterziehen. Bis zum Erhalt eines negativen Ergebnisses des Kontrolltests müssen sich die Personen bestmöglich absondern, unmittelbare Kontakte zu anderen Personen, die nicht zwingend erforderlich sind, vermeiden und die Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen strikt einhalten. Wurde der Selbsttest am Arbeitsplatz vorgenommen, ist der Arbeitsplatz unverzüglich zu verlassen. Wurde der Selbsttest vor einer Lehrveranstaltung durchgeführt, ist die Räumlichkeit ebenfalls sofort zu verlassen. Für Personen, bei denen eine Infektion mit SARS-CoV-2 mit einem Kontrolltest nachgewiesen ist, greifen die gültigen Quarantäneregeln.

Muss / Soll die Hochschuleinrichtung die Ausgabe von Selbsttests und deren Ergebnisse dokumentieren?

Nein. Die Corona-Selbsttests sind ein freiwilliges Angebot an die Beschäftigten. Eine Dokumentation von Ausgabe der Tests oder Ergebnissen durch die Hochschuleinrichtungen ist nicht vorgesehen.

Kann über den in meiner Hochschuleinrichtung durchgeführten Selbsttest eine Bescheinigung ausgestellt werden?

Beschäftigte der RWTH können anderen Beschäftigten das negative Selbsttestergebnis bescheinigen. Voraussetzung hierfür ist, dass die bescheinigende Person vorher die Unterweisung bestätigt hat. Die unterzeichnete Unterweisung ist in der jeweiligen Hochschuleinrichtung aufzubewahren und bei Bedarf vorzulegen.

Ich habe Corona-Symptome. Welcher Test ist sinnvoll/ausreichend?

Bei symptomatischen Personen kann ein PCR-Test oder ein Coronaschnelltest in einem Testzentrum ein Ergebnis über eine ggf. vorliegende Corona-Erkrankung liefern.

Wichtig: Für Personen mit noch unbestätigten Corona-Symptomen gilt bis zur Klärung der Symptomatik grundsätzlich ein Betretungsverbot für die RWTH.

 

Fragen zum Thema Arbeitsplatz

Für meine Steuererklärung benötige ich eine Bescheinigung, dass ich im Homeoffice gearbeitet habe. Wer stellt die Bescheinigung an der RWTH aus?

Ein Merkblatt und ein Vordruck zur Ausstellung der Bescheinigung ist im Formularcenter hinterlegt. Die Bescheinigung kann durch die Leitung der Hochschuleinrichtung oder durch die Abteilungsleitung bzw. vom Vertreter im Amt erstellt und ausgefüllt werden.

Den Vordruck und das Merkblatt finden Sie hier.

Unter welchen Rahmenbedingungen ist außerordentliches Home Office möglich?

Eine Home-Office-Angebots-Verpflichtung besteht nicht mehr.

Ab sofort besteht die Möglichkeit, über die „Dienstvereinbarung zum Home Office und zur Situativen Mobilen Arbeit“, individuelle Vereinbarungen mit die Mitarbeitenden in den Hochschuleinrichtungen zu treffen. Die Dienstvereinbarung finden Sie hier.

Leitfaden Home Office

Bei Arbeiten in Präsenz ist der Arbeitsplatz entsprechend der geltenden Richtlinien zu gestalten. Siehe die besonderen Schutzmaßnahmen und Handlungsempfehlung für Präsenzarbeiten.

Wie kann ich die zentralen IT-Dienste aus dem Home Office nutzen?

Das IT Center hat alle notwendigen Anleitungen und weitere Informationen zusammengefasst.

Wie sind die Arbeitsplätze in RWTH-Gebäuden zu gestalten?

Von der Leitung der jeweiligen Hochschuleinrichtung sind die Voraussetzungen zur Einhaltung der bestehenden Abstands- und Hygieneregelungen zu schaffen. Aufgrund der bestehenden gesetzlichen Auflagen ist diesbezüglich eine Dokumentation durch die Durchführung der arbeitsplatzbezogenen Gefährdungsbeurteilung erforderlich.

Für die tatsächliche Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen sind sowohl die Führungskräfte wie auch die Beschäftigten in den jeweiligen Hochschuleinrichtungen verantwortlich.

Sofern Beschäftigte einer Risikogruppe an ihrem Arbeitsplatz arbeiten, sind im Bedarfsfall mit der Stabsstelle für Arbeits- und Strahlenschutz und der Hochschulärztlichen Einrichtung geeignete Schutzmaßnahmen abzustimmen, sodass damit nur ein geringes Ansteckungsrisiko verbunden ist.

Siehe auch Schutzmaßnahmen und Handlungsempfehlung für Präsenzarbeiten

Was müssen Beschäftigte beachten, die in Präsenz arbeiten?

Informationen zu Arbeiten in Präsenz finden Sie hier.

Was bedeutet die „2G-Option“?

Bei Mehrfachbelegung von Büro- bzw. Arbeitsräumen kann u.U. der Verzicht auf einzelne Arbeitsschutzmaßnahmen erwogen werden. Dies ist dann möglich, wenn ausschließlich geimpfte oder genesene Beschäftigte („2G“) zusammentreffen und sich alle dort tätigen Personen raumbezogen für den Verzicht auf die Maßnahmen (z.B. Maske oder Mindestabstand) aussprechen. Die Anpassung der Schutzmaßnahmen kann insofern nur von den jeweiligen Beschäftigten – widerruflich und auf Basis der Freiwilligkeit – nachgefragt werden; die RWTH bzw. die jeweiligen Vorgesetzten sind auch weiterhin nicht befugt, den Impfstatus o.ä. zu erfragen.

Sofern die Beschäftigten von einer Abweichung der Arbeitsschutzmaßnahmen Gebrauch machen möchten, müssen alle Beschäftigte der Gruppe sowie die jeweiligen Vorgesetzten die verlinkte Gefährdungsbeurteilung unterzeichnen.

Die 2G-Option verpflichtet zur Nutzung eines Selbsttests mindestens 2 mal pro Woche; die arbeitstägliche Nutzung wird empfohlen.

Muss ich die Gefährdungsbeurteilung zum Schutz gegen die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV2 unter Berücksichtigung des 2G-Status unterzeichnen?

Nein. Diese Gefährdungsbeurteilung kommt nur zur Anwendung, wenn sich Beschäftigte raumbezogen dazu entscheiden, aufgrund ihres vorhandenen 2G-Status und mindestens zweimal wöchentlicher Selbsttests auf bestimmte Corona-Schutzmaßnahmen innerhalb eines Raumes zu verzichten. Nur wenn alle Personen sich freiwillig dafür aussprechen, kann überhaupt von dieser Option Gebrauch gemacht werden. Beschäftigte und Vorgesetzte müssen in diesem Fall dann die Gefährdungsbeurteilung unterzeichnen.

 

Gibt es Vorgaben für die Durchführung von Veranstaltungen?

Alle Veranstaltungsformate sind in Präsenz wieder möglich. Insbesondere sollen auch Lehrveranstaltungen in Präsenz im Sommersemester wieder die Regel sein.

Lehrende werden ermutigt, die schon vor der Pandemie bewährten Flipped Classroom Formate fortzuführen. Wenn Lehrende aus nachvollziehbaren Gründen ihre Veranstaltungen rein digital anbieten wollen, mögen sie das bitte mit ihren (Studien-) Dekanaten abklären. Die Lehrenden werden in diesem Fall gebeten, auch die Studierenden durch Mitteilungen auf Ihrer Website oder im Lernraum rechtzeitig zu informieren.

Aufgrund des noch vorherrschenden Infektionsgeschehens wird das Tragen von Masken in allen Veranstaltungsformaten weiterhin empfohlen, siehe dazu auch Downloads zur Maskenempfehlung. Wo möglich, wird auch die Einhaltung von Mindestabständen weiterhin empfohlen (ggf. Bestuhlung im Schachbrettmuster).

Die Zugangsregelungen sind grundsätzlich entfallen, Ausnahmen gelten noch im Umfeld des UKA.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten stehen mir zur Verfügung?

Aufgrund der derzeitigen Situation können viele Weiterbildungsveranstaltungen an der RWTH nicht wie ursprünglich geplant als Präsenzformat stattfinden. Damit alle Beschäftigten sich jedoch auch in diesen Zeiten weiterbilden können, wurden viele geplante Veranstaltungen nun auf digitale Formate umgestellt. Um den Überblick zu erleichtern, kann in der Veranstaltungsdatenbank nun nach den Veranstaltungsformaten „Online“, „Präsenz“ und „Blended (Online+Präsenz)“ gefiltert werden. Bei detaillierten Rückfragen zu den entsprechenden Angeboten stehen die jeweilig genannten Kontaktpersonen zur Verfügung.

Welche Einschränkungen gibt es bei den zentralen Diensten der RWTH?

Das Service Center Abfallwirtschaft (SCA) informiert auf einer Corona-Sonderseite über die aktuellen Regelungen und Öffnungszeiten.

Welche Auswirkungen hat die Situation auf den Hochschulsport?

Nähere Informationen finden Sie hier.

Was kann ich machen, wenn ich durch die eingeschränkte Öffnung von Kindertagesstätten, Kindergärten oder Schulen betroffen bin?

Sollte es eine Beeinträchtigung etwa durch eingeschränkt geöffnete Kindertagesstätten, Schulen und anderen Einrichtungen im Umfeld geben, dann können in Rücksprache mit den verantwortlichen Vorgesetzten kurzfristig individuelle Lösungen gefunden werden oder die erweiterten Ersatzleistungen, wie z.B. Kinderkrankenfeld in Anspruch genommen werden.

Für Eltern gibt es mit dem Kinderkrankengeld sowie den Lohnersatzleistungen nach § 56 Infektionsschutzgesetz finanzielle Entlastungsmöglichkeiten. Die Landesregierung NRW hat zudem mit der Betreuungsentschädigung eine weitere Entlastungsmöglichkeit für Selbständige und privat versicherte Eltern geschaffen.

Beschäftigte der RWTH, die im privaten Bereich eine Betreuungsperson für ihre Kinder suchen, können weiterhin die Babysitter-Vermittlung des Familienservice nutzen. Die Vorgaben der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW sind einzuhalten.

Wenden Sie sich gerne an die zuständige Personalabteilung sowie den Familienservice des Gleichstellungsbüros (), wenn Sie Fragen oder Beratungsbedarf haben.

Aktuelle Hinweise finden Sie auch im Corona Blog der RWTH.

Wann habe ich bei eingeschränkter Öffnung von KiTas und Schulen Anspruch auf Kinderkrankengeld?

Gesetzlich versicherte Eltern können im Jahr 2022 pro gesetzlich versichertem Kind und Elternteil 30 statt 20 Tage Kinderkrankengeld beantragen, insgesamt bei mehreren Kindern maximal 65 Tage. Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch von 40 auf 60 Tage pro Kind, maximal bei mehreren Kindern auf 130 Tage. Diese neue Regelung gilt rückwirkend ab dem 5. Januar und bezieht sich auf die Kinder, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (Ausnahme: Kinder mit Behinderungen).

 

Das Kinderkrankengeld kann bei der gesetzlichen Krankenkasse beantragt werden. Die unbezahlte Freistellung an der RWTH erfolgt über den Antrag „Freistellung zur Betreuung eines kranken Kindes“ aus dem Formularcenter.

Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite der Bundesregierung.

Es empfiehlt sich, dass Sie sich vorher unmittelbar an Ihre gesetzliche Krankenkasse wenden.

Welche Regelungen gelten für Beamtinnen und Beamte bei eingeschränkter Öffnung von KiTas und Schulen?

Gemäß Freistellungs- und Urlaubsverordnung NRW kann allen Beamtinnen und Beamten (ohne Berücksichtigung der Jahresarbeitsentgeltgrenze) zur Betreuung eines erkrankten Kindes (§ 33 Abs. 1 Nr. 6 FrUrlV NRW) oder bei pandemiebedingten Zugangseinschränkungen zum Betreuungsangebot für das Kalenderjahr 2022 Urlaub für jedes Kind längstens im Umfang von 30 Arbeitstagen, für alleinerziehende Beamtinnen und Beamte längstens im Umfang von 60 Arbeitstagen gewährt werden. Der Höchstanspruch beträgt nicht mehr als 65 Tage, für alleinerziehende Beamtinnen und Beamte nicht mehr als 130 Arbeitstage.

Voraussetzungen sind, dass keine andere im Haushalt lebende Person zur Betreuung zur Verfügung steht und dienstliche Gründe nicht entgegenstehen.

Ein Nachweis über die pandemiebedingte Zugangsbeschränkung zum Betreuungsangebot ist der Personalabteilung mit Ihrem Antrag auf Beurlaubung vorzulegen.

Sonderurlaub nach § 33 Abs 1 Nr. 8 FrUrlV NRW (bis zu drei Arbeitstagen in sonstigen dringenden Fällen) rechnet auf die vorgenannten Höchstgrenzen an.

Die Kinderbetreuungstage gelten unabhängig davon, ob die Möglichkeit mobiler Arbeit besteht.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Personalabteilung.

Kann ich Lohnersatzleistungen nach § 56 Infektionsschutzgesetz wegen der eingeschränkten Öffnung von Kitas und Schulen oder wegen eines Betretungsverbots erhalten?

Wenn Sie wegen der eingeschränkt geöffneten Kitas und Schulen nicht zur Arbeit können und einen Verdienstausfall haben, weil Sie Ihr Kind betreuen müssen, können Sie eine Entschädigung bekommen. Dies gilt auch, wenn Sie ihr Kind wegen einer ausgesprochenen Quarantäne betreuen müssen. Die Entschädigung soll Sie gegen übermäßige Einkommenseinbußen absichern.

Einen Anspruch auf Entschädigung haben Eltern oder Sorgeberechtigte, die wegen der eingeschränkten Öffnung von Schulen und Kitas oder wegen einer Quarantäne des Kindes zu Hause bleiben müssen und dadurch Einkommen verlieren.

Die Bedingungen im Überblick:

  • Das Kind bzw. die Kinder sind unter zwölf Jahre alt oder wegen einer Behinderung pflegebedürftig.
  • Der Anspruch auf Gleitzeit und Überstunden muss ausgeschöpft sein sowie der Resturlaub aus dem Vorjahr
  • Eine zumutbare alternative Betreuung besteht nicht
  • Der Lohnersatz beträgt 67 Prozent des Nettoeinkommens, aber maximal 2.016 Euro pro Monat.
  • Die Zahlung gibt es maximal für eine Dauer von 20 Wochen ab dem Zeitpunkt der ersten Beantragung.
  • Für Ferienzeiten, in denen Schulen und Kitas ohnehin geschlossen hätten, gibt es keinen Verdienstausgleich. Sie werden daher auch nicht auf den 20-Wochen-Zeitraum angerechnet.
  • Diese Möglichkeit gilt grundsätzlich auch für privat versicherte Beschäftigte, sie gilt nicht für Beamtinnen und Beamte.

Für die Zeit der vorgenannten Kinderbetreuung werden Sie von der Pflicht der Arbeitsleistung befreit. Stattdessen erhalten Sie über das LBV die Lohnersatzleistung ausgezahlt. Das LBV entrichtet darüber hinaus die Sozialversicherungsbeiträge auf einer Bemessungsgrundlage von 80 Prozent des Arbeitsentgelts aus.

Den Antrag können Sie an die zuständige Personalabteilung stellen. Hier finden Sie das Formular.

Der Entschädigungsanspruch gemäß § 56 Absatz 1a IfSG gilt für erwerbstätige Personen grundsätzlich auch dann, wenn deren Kind das Betreten der Betreuungseinrichtung oder Schule untersagt wurde oder die Präsenzpflicht in einer Schule aufgehoben wurde. Die behördliche Empfehlung, das Kind zu Hause zu betreuen, reicht hier nicht.

Für die Dauer des Bezuges von Kinderkrankengeld ruht für beide Elternteile der Anspruch auf Lohnersatz nach Infektionsschutzgesetz.

Weitere Informationen zur Lohnersatzleistung nach § 56 finden Sie auf der Webseite zu den Entschädigungen bei Quarantäne, Tätigkeitsverbot oder Schließung von Schulen und Betreuungseinrichtungen.

Wann und wie müssen gespeicherte Daten zum Immunisierungs- oder Teststatus vernichtet werden?

Daten, die die RWTH von ihren Beschäftigten gesammelt hat, um die Zugangsregelungen im Rahmen der Corona-Maßnahmen der Vergangenheit zu kontrollieren, müssen spätestens 6 Monate nach Erfassung vernichtet werden.

Papierhafte Daten sind in geeigneten Aktenvernichtern zu vernichten. Digitale Daten sind inkl. Sicherungskopien unwiderruflich zu löschen.

 

Fragen zu Studium und Lehre

Was ist bei Neueinschreibungen zu bedenken?

Die Einschreibung findet ausschließlich online statt. Sie werden per Email über die notwendigen Schritte zur Einschreibung informiert. Für weitere Informationen oder in dem Fall, dass  Sie die Informationsemail nicht innerhalb von 10 Werktagen nach Erhalt Ihrer Zulassung erhalten, wenden sich Neueinschreiber bitte an die Abteilung 2.1 des International Office unter der Telefonnummer +49 241 80 90674 oder die .

Stehen Lernräume zur Verfügung?

  • Zentrale wie auch dezentrale Lernräume sind wieder geöffnet.
  • Für einige Lernräume ist weiterhin eine Lernplatzbuchung notwendig.
  • Es wird empfohlen, in den Lernräumen weiterhin eine Maske zu tragen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Welche Unterstützung bekomme ich als Lehrender, um mich auf die Situation einzustellen?

Das Centrum für Lehr- und Lernservices bietet zentrale Videoaufzeichnungen und weitere Unterstützungsangebote, um die Weiterführung der Lehre während der Einschränkungen des Betriebs durch das Coronavirus zu ermöglichen. Hier gibt es weitere Informationen zur Fern- und Onlinelehre.

Welche Auswirkungen hat die Situation auf den Hochschulsport?

Nähere Informationen finden Sie hier.

Ich bin internationaler Studierender und habe Fragen zur Organisation meines Studiums oder Auslandsaufenthalts

Bei allen Fragen rund um die Organisation Ihres Studiums oder Aufenthalts in Aachen, wenden Sie sich gerne an das Info Service Center des International Office. Falls Sie die Willkommensveranstaltungen für neue internationale Studierende verpasst haben, finden Sie alle Videopräsentationen, FAQs und weitere Informationen auf der Welcome Week Webseite.

Wo können sich internationale Studierende vernetzen?

An der RWTH gibt es sehr viele Möglichkeiten sich außerhalb des Studiums mit anderen Menschen zu vernetzen. Einen kurzen Überblick der vielfältigen Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung finden Sie auf der Webseite zur Freizeit und Engagement. Ob Sport, Sprachkurse, Veranstaltungen von dem AStA oder die Mitarbeit in Verein, für jede und jeden ist was dabei.

Falls Sie sich für internationale und interkulturelle Veranstaltungen interessieren, folgen Sie dem International Office auf Instagram. Hier werden regelmäßig Tipps und neue Angebote gepostet. Die Facebookgruppe RWTH Welcomes Internationals bietet eine weitere Vernetzungsmöglichkeit.

Wo bekommen internationale Studierende, die aufgrund der aktuellen Situation Unterstützung benötigen, Informationen zu individuellen Themen?

Bei allen studien- und aufenthaltsbezogenen Fragen wenden Sie sich gerne an das Info Service Center des International Office. Das kompetente Beratungsteam unterstützt Sie gerne mit der Klärung Ihrer Fragen.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten kommen für Studierende (mit Kind) in Betracht?

Überbrückungshilfe: Zuschuss für Studierende in Notlagen

Überbrückungshilfe können in- und ausländische Studierende beantragen, die an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland immatrikuliert sind.

Wer bereits ein Darlehen, Stipendium oder Ähnliches im Bezugsmonat bezieht, kann trotzdem Überbrückungshilfe erhalten. Je nach nachgewiesener Bedürftigkeit können zwischen 100 Euro und 500 Euro als nicht rückzahlbarer Zuschuss gezahlt werden.

Weitere Informationen finden Sie beim Studierendenwerk Aachen.


Überbrückungsstipendien von Hochschule und proRWTH:

Die Stipendienaktion #RWTHhilft unterstützt Studierende, die durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Not geraten sind, ihr Studium fortzusetzen oder ihren Abschluss zu absolvieren.
Weitere Informationen finden Sie beim AStA.

Beim Fragen wenden Sie sich gerne an die Sozialberatung des ASTA sowie an den Familienservice des Gleichstellungsbüros ().


BAföG

Die Regelstudienzeit wurde für alle Studierenden um ein weiteres Semester verlängert. Daher sollen Studierende entsprechend ein Semester länger BAföG erhalten. Dies gilt jedoch nur für diejenigen, deren Förderanspruch erst nach dem aktuellen Semester abläuft.

Nähere Informationen finden Sie beim Studierendenwerk Aachen.


Kinderzuschlag

Für Studierende, deren Ausbildung nach dem BAföG förderungsfähig ist, kommt Kinderzuschlag nur unter besonderen Voraussetzungen in Betracht. Der Kinderzuschlag bietet Familien mit kleinem Einkommen eine finanzielle Unterstützung. Um ihn zu erhalten, müssen diese Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Sie erhalten Kindergeld (oder eine vergleichbare Leistung) für das Kind
  • Ihr Bruttoeinkommen beträgt mindestens 900 Euro (Elternpaare) oder 600 Euro (Alleinerziehende)
  • Ihr Bruttoeinkommen übersteigt nicht die Höchsteinkommensgrenze (ALG II-Satz)
  • Zusammen mit dem Kinderzuschlag haben Sie so viel Einkommen, dass Sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld haben

Auch der Kinderzuschlag wird bei der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit beantragt. Er beträgt maximal 205 Euro monatlich pro Kind und wird normalerweise für sechs Monate bewilligt. Weitere Informationen zum Kinderzuschlag finden Sie hier.

Wenden Sie sich gerne an den Familienservice des Gleichstellungsbüros () sowie die Sozialberatung des ASTA, wenn Sie Fragen oder Beratungsbedarf haben.

Weitere Infos zum Thema Studienfinanzierung während der Coronakrise gibt es hier.

 

Sind Toilettengänge bei digitalen Fernprüfungen zulässig?

Toilettengänge dürfen auch während einer Fernprüfung nicht untersagt werden.
Werden für Toilettengänge vorab maximale Zeitfenster festgelegt, begründet die Überschreitung des Zeitfensters nicht die Annahme eines Täuschungsversuchs.

 

Fragen zum Thema Reisen

Was ist bei Reisen beziehungsweise der Rückkehr aus dem Ausland zu beachten?

Reisen sind wieder möglich. Grundsätzliche Regelungen zu Reisen ins Ausland finden Sie hier.

Darüber hinaus geltende „RWTH-Regelungen“ finden Sie hier.