Infektionen mit neuartigem Coronavirus

21.02.2020

Rektorat der RWTH Aachen aktualisiert Empfehlungen an Hochschulangehörige.

  Chinaflagge Urheberrecht: Claudia Pankanin

Als Risikogebiete für das Coronavirus gelten aktuell die chinesische Provinz Hubei (inklusive der Metropole Wuhan) und die Städte Wenzhoum, Hangzhou, Ningbo und Taizhou in der Provinz Zhejiang. Auch andere Staaten berichten inzwischen über Erkrankungsfälle, in Deutschland wurden mehrere Infektionen durch die Gesundheitsbehörden bestätigt. Laut Bundesgesundheitsministerium wurden weltweit 75.765 Fälle gemeldet, davon sind 2.129 Menschen verstorben.

Das Rektorat der RWTH Aachen informiert an dieser Stelle täglich aktuell und passt mögliche Maßnahmen im Umgang mit dieser besonderen Situation an und bittet um einen unvoreingenommenen und umsichtigen Umgang mit dem Thema und untereinander.

Es empfiehlt den Hochschulangehörigen dringend, von Reisen nach China derzeit abzusehen. Der Austausch mit Kooperationspartnern in China sollte über andere Kommunikationsmittel wie Telefon-, Video- oder Webkonferenzen erfolgen. Neben einer möglichen bestehenden Infektionsgefahr ist derzeit außerdem mit erheblichen Einschränkungen der Mobilität innerhalb Chinas und bei der Anreise nach China zu rechnen.

Vor dem Hintergrund der in China vermehrt auftretenden Erkrankungen durch das Coronavirus empfiehlt die Hochschulleitung der RWTH zum Schutz der Beschäftigten und Gäste folgendes Verhalten:

Kann ich immer noch nach China reisen?

Alle Dienstreisen nach China, die trotzdem durchgeführt werden sollen, müssen nach Beschluss des Rektorats ab sofort in der Verwaltung angezeigt werden. Dieses kann entweder über das Dienstreiseportal bei der Genehmigung der Dienstreise erfolgen oder formlos an die . Ebenso sollen unter den Beschäftigten alle Rückkehrer von Reisen aus China (privat oder geschäftlich) erfasst werden, damit sie gezielt über Empfehlungen zum Coronavirus informiert werden können. Die Rückkehrer sind formlos an die oben genannte Adresse zu melden, wobei neben Angaben zur Person (Name, Vorname, Hochschuleinrichtung/Kennziffer, E-Mail-Adresse) der Tag der Rückkehr nach Deutschland angegeben werden sollte.

Woran erkenne ich eine mögliche Erkrankung?

Die Inkubationszeit für eine Infektion mit dem Coronavirus beträgt rund zehn Tage (ein bis 14 Tage). Besucherinnen und Besucher, Studierende und Reiserückkehrer, die sich seit dem 1. Januar 2020 in China und insbesondere in den oben genannten Regionen aufgehalten haben, sollten auf folgende Symptome achten:

  • Fieber
  • Husten
  • Atemnot
  • Schnupfen
  • Halsschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • allgemeines Krankheitsgefühl

Was muss ich tun, wenn ich Symptome erkenne?

Die Abgrenzung zu anderen respiratorischen Erkrankungen und Grippe ist aufgrund der unspezifischen Symptomatik nicht einfach. Falls eines oder mehrere der oben genannten Symptome innerhalb von 14 Tagen nach der Ausreise aus China festgestellt wird, wird dringend empfohlen, telefonisch die Hausärztin beziehungsweise den Hausarzt zu kontaktieren, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Unnötige Kontakte mit anderen Menschen sollten vermieden werden; nach Möglichkeit sollte man zu Hause bleiben. Die Hochschulärztliche Einrichtung steht zur Beratung unter der Telefonnummer +49 241 80 94444 oder für zur Verfügung. Es besteht die Möglichkeit, dass gedolmetscht wird. Von unangemeldeten Besuchen in der Hochschulärztlichen Einrichtung sollte abgesehen werden.

Wer kann sich anstecken?

Eine Infektion sollte bei allen Personen vermutet werden, die Symptome zeigen und sich innerhalb der letzten 14 Tage vor Erkrankungsbeginn in dem oben genannten Risikogebiet aufgehalten haben oder Symptome zeigen und innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einer Person mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion hatten.

Wie kann eine Erkrankung festgestellt werden?

Sollten Symptome auftreten und ich war innerhalb der letzten 14 Tage vor Erkrankungsbeginn in einem Risikogebiet oder hatte Kontakt zu einer Person mit einer bestätigten Infektion, ist eine spezifische Testung mittels PCR-Diagnostik angezeigt. Eine solche Testung sollte immer angemeldet erfolgen. Hausärztliche Praxen im Umfeld finden sich auf der Webseite der Kassenärztlichen Vereinigung NRW. Die Hochschulärztliche Einrichtung hilft gerne bei der Kontaktaufnahme.

Wie groß ist das Risiko?

Das Risiko für eine Ausbreitung der Coronavirus-Infektion wird für die deutsche Bevölkerung auf Basis der verfügbaren Informationen derzeit als gering eingeschätzt.

Wie kann ich mich schützen?

Händehygiene, Hustenetikette, Abstand sowie persönliche Schutzausrüstung für medizinisches Personal können grundsätzlich vor respiratorisch übertragbaren Krankheiten schützen und sind in Anbetracht der derzeitigen Grippewelle ohnehin zu empfehlen. Zur sogenannten Hustenetikette zählen folgende Verhaltensweisen: Abstand zu anderen Personen beim Niesen und Husten von mindestens einem Meter halten, Niesen und Husten am besten in ein Einwegtaschentuch, nach Naseputzen, Niesen und Husten grundsätzlich die Hände waschen und falls kein Taschentuch griffbereit ist, sollte man sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor das Gesicht halten.

Was sollte ich nach einer China-Reise unbedingt berücksichtigen?

Für Reiserückkehrer – dazu zählen auch Kooperationspartner und Gäste – wird empfohlen, dass während der Inkubationszeit soweit wie möglich auf Kontakte mit anderen Personen verzichtet wird. Es besteht immer die Möglichkeit, alternative Kommunikationsformen wie Video- und Telefonkonferenzen zu initiieren. Auch andere Gespräche, etwa Beratungsgespräche, können per Telefon oder E-Mail erfolgen. Bezüglich der Arbeitsverpflichtung im bestehenden Arbeitsverhältnis bestehen keine Bedenken, wenn während der Inkubationszeit soweit wie möglich auf eine Anwesenheit im Bereich der RWTH verzichtet und im Homeoffice gearbeitet wird.

RWTH-Studierende, die kürzlich von einem Chinaaufenthalt nach Deutschland zurückgekehrt sind oder zurückkehren werden, werden gebeten sich zu melden. Die betroffenen Studierenden werden ebenso gebeten, in der möglichen Inkubationszeit von vierzehn Tagen nach ihrer Rückkehr Kontakte, insbesondere aber Menschenansammlungen, soweit wie möglich zu meiden. Im Falle einer bevorstehenden Prüfung an der RWTH Aachen werden Studierende, die kürzlich aus China zurückgekehrt sind, gebeten, sich bei ihrer Prüferin bzw. ihrem Prüfer zu melden und abzuklären, ob und wie die Prüfung durchgeführt werden kann. Die Prüferinnen und Prüfer werden entsprechend beraten, welches Verhalten und welche Abläufe in einem solchen Fall möglich und sinnvoll sind.

Was ist bei Neueinschreibungen zu bedenken?

Für Studierende, die aus betroffenen Regionen neu an die RWTH kommen, wird ebenfalls empfohlen, während der Inkubationszeit Kontakte möglichst einzuschränken. Die Einschreibung findet deshalb ausschließlich online statt. Für weitere Informationen wenden sich Neueinschreiber bitte an die Abteilung 2.1 des International Office unter der Telefonnummer +49 241 80 90674 oder die .

Wie kann ich mich weiter informieren?

Wichtig ist, die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amtes, des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aufmerksam zu verfolgen, das BZgA gibt auch Informationen zum Infektionsschutz vor dem neuartigen Coronavirus. Das Rektorat verfolgt fürsorglich die Situation, um bei akutem Bedarf weitere geeignete Maßnahmen ergreifen. Weitere Informationen gibt es auf folgenden Websites hier

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Infektionsschutz.de

Robert Koch Institut

Robert Koch Institut (Infektionskrankheiten)

Auswärtiges Amt

Informationen des Auswärtigen Amtes für Beschäftigte und Reisende (PDF)