Solidarität mit der Ukraine

 

Interview mit Professor Ralph Rotte zum Krieg in der Ukraine

 

Der russische Angriff auf die Ukraine erfüllt die RWTH und ihre Angehörigen mit Entsetzen, Sorge und Mitgefühl. Die RWTH verurteilt jegliche Gewalt und Verstöße gegen das Völkerrecht. „Es ist uns ein Anliegen, Studierenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im ukrainischen Kriegsgebiet und auf der Flucht, soweit es uns möglich ist, zu helfen“, erklärt das Rektorat der Hochschule.

Im Rahmen der Sanktionen gegen Russland ergeben sich Auswirkungen für den Wissenschaftsbetrieb. Das bedeutet im Einzelnen für alle Einrichtungen, Institute und Mitglieder der RWTH bis auf Weiteres:

  • Das Aussetzen aller Hochschulkooperationen mit der Russischen Föderation. Dies beinhaltet ab sofort auch den gegenseitigen Austausch von Studierenden und Hochschulpersonal (Incoming und Outgoing) mit russischen Einrichtungen. Russische Studierende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich bereits an der RWTH befinden, sind und bleiben Teil der Hochschulgemeinschaft. "Die RWTH verurteilt niemanden aufgrund der Nationalität und schließt niemanden deswegen aus. Die RWTH erkennt explizit russischen Protest und Widerstand gegen den Krieg an", erklärt das Rektorat. Russische Studierende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können ihr Studium beziehungsweise ihre Tätigkeit fortführen.
  • Wissenschaftliche Kooperationen mit staatlichen Institutionen und Wirtschaftsunternehmen in Russland werden mit sofortiger Wirkung eingefroren.
  • Gemeinsame wissenschaftliche und forschungspolitische Veranstaltungen, Publikationen und alle weiteren öffentlich sichtbaren oder medial verwertbaren Aktivitäten mit russischen Partnern werden ausgesetzt.
  • Neue Kooperationsprojekte werden nicht initiiert.

Die RWTH schließt sich damit der Linie der Bundesregierung und der Allianz der Wissenschaftsorganisationen an.
Eine individuelle Kommunikation und persönlicher Austausch mit russischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bleibt möglich, eine institutionelle Förderung der Zusammenarbeit aber in jedem Fall ausgeschlossen.

„Die RWTH ist ein Ort der Vielfalt, des Miteinanders und der Solidarität. Wir bieten allen RWTH-Angehörigen, die persönlich von Krieg und Krisen betroffen sind wie die Menschen in der Ukraine, Beratung und Hilfe an“, betont das Rektorat.

Ukrainische wie auch alle anderen internationalen Studierenden und Beschäftigten können sich bei Unterstützungsbedarf an das International Office wenden, für Fragen im Zusammenhang mit Drittmittelprojekten steht das Dezernat Forschung zur Verfügung, bei rechtlichen Fragen das Dezernat Recht. Das Zentrum für Psychische Gesundheit und die Psychologische Beratung der Zentralen Studienberatung steht Studierenden offen. Die Sozialberatung steht allen Beschäftigten zur Verfügung.