RWTH-Informatiker Holger Hoos in Berlin mit Alexander von Humboldt-Professur ausgezeichnet

17.05.2022
KI-Experte Holger Hoos wurde in Berlin offiziell eine Alexander von Humboldt-Professur verliehen. © Peter Winandy

Der KI-Experte ist aus Leiden nach Aachen gewechselt. Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger und der Präsident der Humboldt-Stiftung Hans-Christian Pape würdigen herausragende Forschende.

 

Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger und der Präsident der Humboldt-Stiftung Hans-Christian Pape haben in Berlin Deutschlands höchstdotierten Forschungspreis, die Alexander von Humboldt-Professuren, verliehen. Zu den 21 Spitzenforschenden, die ausgezeichnet wurde, gehört auch RWTH-Professor Holger Hoos. Der 52-jährige Informatiker gilt als Pionier in der sogenannten automatisierten Konfiguration und in der Auswahl und Leistungsvorhersage von Algorithmen für anspruchsvolle Probleme in der Künstlichen Intelligenz (KI). Seine Forschung hat den Stand der Technik bei der Lösung eines breiten Spektrums anspruchsvoller Probleme der KI und verwandten Bereichen wie Operations Research und Bioinformatik erheblich verbessert.

Hoos ist von der Universität Leiden mit einer von bundesweit sieben Alexander von Humboldt-Professuren für Künstliche Intelligenz zu Jahresbeginn an die RWTH gewechselt. Diese Programmlinie ist Beitrag zur nationalen KI-Strategie der Bundesregierung. Sie richtet sich an internationale Spitzenwissenschaftlerinnen und Spitzenwissenschaftler, die sich mit der Erforschung und Nutzung von KI sowie deren gesellschaftlichen Auswirkungen befassen.

„Um Lösungen für die existentiellen Krisen unserer Zeit zu finden und unser Leben nachhaltiger zu machen, brauchen wir die Wissenschaft und ihre weltweite Kooperation“, sagte der Präsident der Humboldt-Stiftung Hans-Christian Pape. Die Humboldt-Professur ermögliche dies im Bereich der absoluten Spitzenforschung. „Deutschland investiert damit nicht nur in die Wissenschaft – sondern in unser aller Zukunft.“ Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger erklärte: „Mit der Auszeichnung stärken wir die Forschung in Deutschland und sichern unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig bauen wir so unsere technologische Souveränität aus, was beispielsweise bei Künstlicher Intelligenz zentral ist. Denn wir wollen in diesem Bereich global mitgestalten. Dafür kommt es vor allem auf unsere Wissenschaftler und die Fachkräfte in der Wirtschaft an.“

Mit der Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die Humboldt-Stiftung bisher jährlich bis zu zehn weltweit führende, im Ausland tätige Forscherende aller Disziplinen aus. Sie ist mit je fünf Millionen Euro für experimentell und je dreieinhalb Millionen Euro für theoretisch arbeitende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dotiert. Die Auszeichnung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Nach Matthias Wessling (2010, Chemische Verfahrenstechnik), David DiVincenzo (2011, Quantenphysik, gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich), Raul Fidel Tempone (2018, Angewandte Mathematik) und Wil van der Aalst (2018, Informatik) ist Hoos der nächste Alexander von Humboldt-Professor der RWTH Aachen.

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KI-Experte Holger Hoos wurde in Berlin offiziell eine Alexander von Humboldt-Professur verliehen.