RWTH bündelt Stärken zum Thema Kreislaufwirtschaft

07.09.2021

Kontakt

Name

Mohammad Chehadé

Geschäftsführer

E-Mail

Die RWTH Aachen bündelt mit der Gründung des Centers for Circular Economy – kurz CCE genannt – ihre Stärken im Bereich des Themenfeldes Kreislaufwirtschaft.

 

Das CCE hebt die ausgeprägten technischen und ökologischen Kompetenzen der Hochschule im Bereich des Recyclings von Materialien wie Metallen, Mineralien, Textilien, Kunststoffen, Wasser und Karbon damit auf eine neue Plattform. Integriert sind hier auch Institute für Soziales, Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung. „Die RWTH kann das bereits starke Netzwerk bei der Entwicklung innovativer Lösungen für die Schaffung zukunftsfähiger Geschäftsmodelle weiter ausbauen“, erklärt der Sprecher des Centers, Professor Bernd Friedrich, Leiter des Instituts für Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling IME.

Kreislaufwirtschaft deckt nahezu alle gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Bereiche ab, angefangen bei der Gewinnung von Rohstoffen bis hin zum Ende der Nutzung von Konsumgütern. Sie zielt auf die größtmögliche Werterhaltung von Gütern und Anwendungen durch Umdenken, Reduzierung, Wiederverwendung, Reparatur, Aufarbeitung, Rückgewinnung und teilweises Recycling nach ihrem primären oder sogar sekundären Gebrauch. „Es ist wichtiger denn je, Produkte, Waren und Materialien von Anfang an so zu gestalten, dass eine möglichst hohe Zirkulation erreicht wird. Nur diese ganzheitliche Betrachtung verschiedener Faktoren kann dazu führen, dass Produktkreisläufe geschlossen werden und man zusätzliche alternative Lebenswege ermöglicht“, betont Friedrich. Das könne aber nur im Zusammenspiel von Bürgerinnen und Bürgern, Politik, Wirtschaft und Forschung gelingen.

„Das Thema Kreislaufwirtschaft steht bereits seit Jahrzehnten in direktem oder indirektem Bezug zu Projekten an der RWTH. Angesichts der bestehenden globalen Herausforderung ist es geboten, Synergien zu nutzen und das innerhalb der Universität verteilte Wissen systematisch anzuwenden und unter einem Dach zu vereinen“, so RWTH-Rektor Professor Ulrich Rüdiger zum strategischen Schritt der Gründung des Centers, an dem alle neun Fakultäten der Exzellenzuni beteiligt sind. Erste Großprojekte zielen darauf ab, Abfälle zu minimieren, den Wert von Kreislaufmaterialien zu maximieren, politische Rahmenbedingungen mitzugestalten und deren Akzeptanz in der Gesellschaft zu ermöglichen. Dies geschieht auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene inklusive einer entsprechend zielgerichtet zu entwickelnden Lehre.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Redaktion: Presse und Kommunikation