Never Falls

  Personen mit Plakaten in der Hand Urheberrecht: © Never Falls

Kennengelernt haben sich Nina und Nils bereits 2009 an der deutschen Schule in Mexiko-Stadt – ein Paar wurden sie 2015 in Aachen. Nina Rieck und Nils Salazar studierten beide an der RWTH Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung Bauingenieurwesen – und beide hatten schon immer die Idee, sich mal mit einer Geschäftsidee selbstständig zu machen. „2019 haben wir in Oaxaca Urlaub gemacht, einer sehr armen Gegend in Mexiko, die für ihr Handwerk bekannt ist“, erinnert sich Nina. „Am letzten Tag haben wir noch ein Geburtstagsgeschenk für Nils‘ Schwester gesucht – eine Fotografin.“ Von einem lokalen Schneider ließen sie sich kurzerhand einen traditionellen Gürtel zu einem Kameragurt umfunktionieren – und trafen bei der Schwester ins Schwarze. „Sie war total begeistert“, sagt Nils. „Nina und ich haben daraufhin beschlossen, unsere beiden Welten zu verbinden – unser Studium und unsere Liebe zu Mexiko.“

Im weiteren Verlauf entwickelten die Beiden in Zusammenarbeit mit mexikanischen Weber*innen weitere Produkte wie Hosenträger, Schlüsselanhänger und Gitarrengurte. „Alles Dinge, die nicht runterfallen sollen“, erklärt Nina den Namen ihres Startups Never Falls. Ihre erste Verkaufsaktion fiel – nicht zufällig – in die Vorweihnachtszeit und richtete sich an Freunde und Bekannte. „Wir haben unsere WG leergeräumt und zu einer Art Pop-up-Store gemacht“, sagt Nina. Im Juni 2020 meldeten Nils und Nina schließlich ihr Gewerbe an, richteten eine Webseite ein und bauten den Online-Shop auf, über den man Produkte kaufen, aber auch die mexikanischen Künstlerinnen mit einem sogenannten „Trinkgeld“ unterstützen kann. Mit einer Crowdfunding-Kampagne versuchen Nina und Nils momentan, das Never Falls-Portfolio zu erweitern.