Teddybärkrankenhaus

  Viele Personen schauen in die Kamera Urheberrecht: © Fachschaft Medizin

Mit dem deutschlandweiten Projekt Teddybärkrankenhaus TBK, das in Aachen von der RWTH-Fachschaft Medizin durchgeführt wird, soll Kindern die Angst vor Arzt- und Krankenhausbesuchen genommen werden. Das Prinzip: Kinder bringen ihre verletzten Kuscheltiere ins Krankenhaus, um diese verarzten zu lassen – und merken, dass es gar nicht so schlimm ist. In diesem Jahr konnte die Veranstaltung endlich wieder in Präsenz-Form im Center for Teaching and Training CT² stattfinden.

„Unsere Teddy-Docs haben die kleinen Patienten mit ganz viel Führsorge untersucht“, erklärt RWTH-Medizinstudentin Larissa Bilo. „Wir hatten dieses Jahr wieder einen Röntgen-, MRT-, Labor-, Sono- und OP-Bereich eingerichtet und eine allgemeine Untersuchungsstation aufgebaut.“ Neu war die Corona-Test-Station. „Dafür haben wir PH-Papier genutzt, damit man auch wirklich was sieht“, beschreibt Franziska Hufnagel vom TBK-Team. „Dazu noch eine Impfstation mit einem TIKO-Impfkalender von der Teddybär-Impfkommission.“

Wenn fellige Arme eingegipst und Stoff-Brustkörbe abgehört werden, sind Kids mit Begeisterung bei der Sache – auch wenn den meisten klar ist, dass das Ganze ein Spiel ist. „Einmal hat mir ein Junge zugeraunt: ‚Du weißt schon, dass der nicht echt ist, oder?‘“, sagt Larissa und lacht. „Solche Sprüche bewahren wir natürlich auf.“

Um Vermischungen von Kita-Gruppen zu vermeiden, hat das Team die Termine zeitlich weniger eng getaktet als früher. „Das kam gut an, hat aber Zeit gekostet“, sagt Franziska. „Um trotzdem möglichst viele Kitas bedienen zu können, machen wir noch bis Ende Juni Hausbesuche. Das macht auch viel Spaß.“