Unser Energieverbrauch

  Nachtaufnahme von Rückseite SuperC und Altes Heizkraftwerk © Martin Braun  

Die Energieversorgung der RWTH Aachen erfolgt über eigene Netze für Fernwärme, Erdgas, Strom, Kälte, Druckluft und Wasser. Mit der weiterhin anwachsenden Anzahl und Technisierung der Gebäude steigen auch die Anforderungen an die Energie- und Wasserversorgung.

Bereits seit mehr als 15 Jahren wird die Entwicklung der Energieverbräuche und -bezüge in regelmäßigen Energieberichten dargelegt. Diese bilanzieren die Verbrauchs- und Kostendaten sowie die Entwicklung für Energie, Trinkwasser und Emissionen seit dem Jahr 2000. Die Energieberichte finden Sie im Downloadbereich auf der Website des Dezernats 10.0 Facility Management.

Mehr Forschung braucht mehr Energie. Die von den Energieversorgern bezogene Energie in Form von Erdgas, Fernwärme und Strom der RWTH Aachen stieg von 2000 bis 2020 absolut um circa 33 Prozent an. In Relation zum gleichzeitigen hohen Flächenzuwachs (+ 65 Prozent) entspricht dies jedoch einem Rückgang von circa 30 Prozent des Energieverbrauchskennwertes (Energieverbrauch/Quadratmeter).

  Diagramm mit drei gestapelten Säulen, welches die Energieverbräuche der RWTH von 2019 bis 2021 aufzeigt für Heizenergie, Strom, Kälte sowie den Gesamtverbrauch. Grafik „Entwicklung des Energieverbrauchs der RWTH Aachen 2019 bis 2021“. Am Seitenende finden Sie einen erklärenden Alternativtext.

Als eine der größten technischen Universitäten Europas mit circa 47.000 Studierenden, 550 Professorinnen und Professoren, 260 Instituten und einer Fläche von mehr als 600.000m² hat die RWTH Aachen die Größe einer Kleinstadt. Dies gilt auch für den Bereich der Infrastruktur und deren Betrieb. Beispielsweise entspricht der Stromverbrauch der RWTH etwa dem Stromverbrauch von 25.000 Vier-Personen-Haushalten in Deutschland.

Um der Energie- und Klimakrise nicht nur kurzfristig zu begegnen, ist es das Ziel, den Energiebedarf der RWTH Aachen insgesamt zu reduzieren: Für die Umwelt, die Gesellschaft und uns alle.

Neben der Umsetzung zentraler Maßnahmen können auch durch kleine Verhaltensanpassungen erhebliche Einsparungen erreicht werden, sowohl am Arbeitsplatz als auch im privaten Haushalt. Auf folgender Seite finden Sie Tipps zum Energiesparen am Arbeitsplatz.

Weitere Informationen zu den Versorgungsstrukturen sowie die Entwicklungen der Energieverbräuche, auch entsprechend der Energieträger, finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht.

 

Die RWTH spart Energie

Der monatliche Wärmebedarf konnte im Winter 2022 um circa 20 Prozent gesenkt werden. Die wesentlichen zu Grunde liegenden Energieträger sind dabei Fernwärme und Erdgas. Nachdem bereits im Oktober 2022 eine Einsparung von -26 Prozent, im Vergleich zu Oktober 2021, erzielt werden konnte, setzte sich dieser Trend auch im November fort: Im November 2022 war der Wärmebedarf der RWTH Aachen um 20 Prozent geringer als im November 2021.

Auch der monatliche Strombedarf konnte um bis zu 10 Prozent gesenkt werden. Auch der verringerte Strombedarf zeigte sich bereits im Oktober mit -7 Prozent und im November mit -10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2021.

Da während dieses Zeitraums auch neue Gebäude ans Netz genommen wurden, zeigen diese Einsparungen sogar noch eine Überkompensation, da die Gesamtfläche der RWTH im selbigen Zeitraum gestiegen ist. Obwohl in den Werten Witterungseffekte enthalten sind, ist ein deutlich positiver Trend bezüglich der Energieverbräuche klar erkennbar.  

Neben zentralen Maßnahmen sind dafür auch die einzelnen Mitglieder der Hochschule verantwortlich, die durch ihr verantwortliches und nachhaltiges Handeln gemeinsam diese positive Entwicklung erreicht haben!

 

Die RWTH bezieht Ökostrom

Im Ausschreibungsprozess im Jahr 2022 für den Strombezug ab 2023 wurden, trotz der laufenden Energiekrise, erstmals entsprechende Anforderungen für einen „Ökostrom“-Bezug formuliert. Da der Begriff „Ökostrom“ nicht geschützt oder fix definiert ist, wurde dieser im Rahmen der Ausschreibung konkret formuliert. „Energie aus erneuerbaren, nicht fossilen Energiequellen ist: Wind, Sonne, Erdwärme, Energie aus der Umgebungsluft, hydrothermische Energie, Meeresenergie, Wasserkraft, Biomasse, Deponiegas, Klärgas und Biogas.“ Auch wurde aufgenommen, dass die Qualität des Stroms per Zertifikat (zum Beispiel HKNR oder vergleichbar) nachgewiesen werden muss.

Nachdem der Ausschreibungsprozess erfolgreich abgeschlossen werden könnte, bezieht die RWTH Aachen seit dem 1. Januar 2023 den eingekauften Strom vollständig aus regenerativen Quellen gemäß obenstehender Definition.

  Portrait von Thomas Trännapp (links) und Manfred Nettekoven © Martin Braun

Unser erklärtes Ziel ist es, durch die nachhaltige Entwicklung des Hochschulbetriebs, zum Beispiel zu einer klimaneutralen Hochschule bis 2030, die Gegenwart so zu gestalten, dass eine lebenswerte Zukunft möglich ist. (…) Dabei vereinen wir wissenschaftliche Expertise aus unseren Fakultäten mit der praktischen Umsetzung in unserem Betrieb. (…)

Nur durch das Engagement, die Offenheit und Bereitschaft aller Gruppen der RWTH Aachen werden wir es schaffen, auch den Betrieb unserer Lehr-, Lern- und Forschungslandschaft langfristig nachhaltig zu gestalten.

Manfred Nettekoven, Kanzler

Thomas Trännapp, Ständiger Kanzlervertreter

 

Alternativtext zur Grafik „Energieverbrauch der RWTH Aachen 2019 bis 2021“

Diagramm mit drei gestapelten Säulen, welches die Energieverbräuche der RWTH von 2019 bis 2021 aufzeigt für Heizenergie, Strom, Kälte sowie den Gesamtverbrauch.

Die Säulen bestehen jeweils aus drei verschiedenen Blautönen – unten dunkel – Heizenergie, mittig mittelblau – Strom, oben hellblau – Kälte. Die jeweiligen konkreten Werte sind in weißer Schrift oben in den Flächen angegeben. Der Gesamtenergieverbrauch pro Jahr wird jeweils in schwarzer Schrift über der Säule ausgegeben und die Entwicklung durch eine türkise Linie verdeutlicht, die die Säulen verbindet.

Von links:

  • Säule 1 – 2019: Gesamtenergieverbrauch 253.904 MWh, davon Heizenergie: 109.267 MWh, Strom: 111.427MWh, Kälte: 33.210MWh
  • Säule 2 – 2020: Gesamtenergieverbrauch 246.576 MWh, davon Heizenergie: 108.236 MWh, Strom: 107.073MWh, Kälte: 31.267MWh
  • Säule 3 – 2021: Gesamtenergieverbrauch 260.525 MWh, davon Heizenergie: 121.896 MWh, Strom: 107.171MWh, Kälte: 31.458MWh