Fairtrade University

  Ein Stapel Kartons mit Fairtrade-Motiven © Fairtrade Deutschland, Katharina Kulakow
 

Betrieb – Förderung einer nachhaltigen Organisation

Wir betrachten Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil unseres Handelns und setzen dazu unsere Ressourcen (…) im Beschaffungswesen (…), wie auch allen weiteren Arbeitsbereichen, verantwortungsvoll und effizient ein. (…)
Durch ein koordiniertes gemeinsames Handeln wollen wir den Ressourcen- und Energieverbrauch reduzieren und – wo möglich – auf faire und nachhaltige Alternativen setzen.

Daran arbeiten wir – Studierende, Lehrende und Forschende sowie Beschäftigte in Technik und Verwaltung – gemeinsam als Hochschule.

Auszug aus dem Nachhaltigkeitsleitbild

 

Hochschulen nehmen als Ausbildungs-, Lern- und Lehrort sowie Arbeitgeberin eine wichtige Rolle als gesellschaftliche Akteurinnen und wichtige Impulsgeberinnen für die soziale, ökologische, kulturelle und ökonomische Entwicklung ein.

Die RWTH Aachen ist sich ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bewusst und arbeitet kontinuierlich daran, die Organisation als Ganzes nachhaltiger zu gestalten und auch den fairen Handel mit all seinen Aspekten stärker in den Hochschulalltag zu implementieren.

Der faire Handel

  • schafft direkten Marktzugang für die Erzeugerinnen und Erzeuger
  • setzt auf langfristige, faire und partnerschaftliche Handelsbeziehungen
  • bietet den Produzentinnen und Produzenten faire Preise
  • sichert die Rechte von Arbeiterinnen und Arbeitern sowie Kleinbäuerinnen und Kleinbauern und stärkt deren Position
  • sichert Rechte von Kindern und fördert die Gleichberechtigung von Frauen
  • fördert den Umweltschutz, zum Beispiel durch Umstellung auf biologische Landwirtschaft
  • leistet Bildungs- und politische Kampagnenarbeit, um die Regeln des Welthandels gerechter zu gestalten

Durch die Initiative „Fairtrade University an der RWTH“ soll insbesondere das Nachhaltigkeitsbewusstsein gestärkt, aber auch die regionale und nationale Vernetzung, zum Beispiel mit anderen Fairtrade Universities, intensiviert werden.

Damit trägt die Hochschule gleichzeitig zur internationalen nachhaltigen Entwicklung bei und übernimmt Verantwortung für die Auswirkungen des eigenen Konsums in Anbaugebieten. Durch die Zertifizierung der RWTH als ‚Fairtrade University‘ wird dieses Engagement sichtbar, aber vor allem wird dazu beigetragen, das Engagement für die Zivilgesellschaft, in der Hochschule und für weitere interessierte Akteurinnen und Akteure sichtbar zu machen und zum Mitmachen und Nachahmen zu motivieren.

 

Mitmachen – Steuerungsgruppe

In der Steuerungsgruppe sind Studierende, Mitarbeitende aus der Verwaltung und Vertreterinnen und Vertreter der Gastronomie vertreten und engagieren sich gemeinsam, um den fairen Handel stärker im Hochschulalltag zu verankern. Außerdem arbeitet die Gruppe mit verschiedenen Teams aus der Hochschule sowie den Fairtrade-Steuerungsgruppen der Stadt Aachen, der FH Aachen sowie der KatHO Aachen zusammen.

 

Die Steuerungsgruppe sucht immer weitere Mitglieder – wer Lust hat sich für den fairen Handel an der RWTH einzusetzen, Veranstaltungen zu organisieren oder Kommunikation, zum Beispiel über Social Media zu planen kann sich gerne unter melden.

 

Bewirtung an der Hochschule

Im August 2021 haben Rektor und Kanzler in einem gemeinsamen Rundschreiben alle Hochschulangehörigen dazu aufgerufen, die Bewirtung mit Fairtrade-Produkten aktiv umzusetzen. Damit der Konsum von fairen Erzeugnissen wie Kaffee und Tee, aber auch Zucker und Keksen allen Bereichen der Hochschule gefördert wird, möchten wir Sie ganz konkret um Unterstützung bitten:

 

Überlegen Sie, ob bei der Bewirtung von regelmäßig stattfindender Sitzungen und öffentlichen Veranstaltungen in Ihrem Institut, Ihrer Fakultät oder Verwaltungseinheit zukünftig mit Produkten aus dem fairem Handel möglich ist.

 

Mögliche Produkte finden Sie beispielsweise im RWTH Kaufhaus (unter Bewirtung ⇒ Catering ⇒ Bio/Fairtrade).

Um einen Überblick über den aktuellen Stand an der RWTH zu erhalten, tragen Sie bitte Veranstaltungen oder Sitzungen, bei denen in Ihrer Hochschuleinrichtung Bewirtungen mit mindestens zwei Fairtrade Produkten stattfinden, in das Formular Bewirtung mit Fairtrade-Produkten ein.

 

Förderung

Zur Unterstützung von Projekten und Maßnahmen, die das Thema „Fairer Handel – Fairtrade“ stärken und fördern, kann finanzielle Unterstützung beantragt werden.

Mögliche Anträge, die unterstützt werden können, sind beispielsweise:

  • Bezuschussung der Bewirtung bei öffentlichen Veranstaltungen (Differenz zwischen konventionellen zu Fairtrade-Produkt)
  • Durchführungen von Veranstaltungen rund um das Thema Fairtrade, zum Beispiel Bezuschussung von Honorar der Vortragenden beziehungsweise Moderatorinnen und Moderatoren
  • Mitfinanzierung von Informationsmaterial zu fairem Handel

Die maximale Förderung eines Antrages liegt jeweils bei 500 Euro. Die formlosen Anträge können per eingereicht werden.

     

    Die Anträge für Förderung durch das Fairtrade Budget müssen folgende Aspekte kurz benennen:

    • Thema/Ziel des Projektes/der Maßnahme
    • Zielgruppe; erwartete Teilnahmezahl
    • Aufstellung: Finanzierung; konkrete Benennung des Postens, der bezuschusst werden soll mit Begründung
     

    Bei der Entscheidung zur Unterstützung beziehungsweise Förderung werden folgende Aspekte betrachtet:

    • Öffentlichkeit/Reichweite der Aktion/des Projektes
    • Eigenfinanzierung
    • Gesamtkonzept zielführend/überzeugend
     

    Fairer Stadtplan Aachen

    Wer auch über den Hochschulalltag hinaus fair einkaufen möchte, findet auch dem Fairen Stadtplan Aachen eine Übersicht von Geschäften und Cafés. Zusätzlich können auch einzelne fair gehandelte Produkte, zum Beispiel Tee, Blumen etc. über einen Online-Produktfinder identifiziert werden.