Unconscious Bias

 

„Das Problem mit Klischees ist nicht, dass sie unwahr sind, sondern dass sie unvollständig sind. Sie machen eine Geschichte zur einzigen Geschichte.“

Chimamanda Ngozi Adichie, The Danger of the Single Story, TED Global 2009

 

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Was bedeutet Bias?

„Bias“ steht im Englischen unter anderem für „Voreingenommenheit“. Diese Voreingenommenheit ist uns Menschen meist nicht bewusst, jede und jeder von uns hat unbewusste Vorurteile – auch „unconscious bias“ genannt. Vorurteile beeinflussen unser Denken und Handeln, jedoch nicht immer zum Positiven. Während sie uns oft auf harmlose Weise den Alltag erleichtern können, sind sie im beruflichen Kontext durchaus schwierig. Denn stereotype Denkmuster können zu diskriminierenden Strukturen und Diskriminierung von Personen führen.

 

Warum schadet Bias?

Als Hochschule ist unser Ziel, in einem fairen Miteinander gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Fortschritt zu fördern. Hierfür ist es wichtig, unbewusste Stereotype und Vorurteile aufzubrechen. Diverse Studien belegen, dass vielfältige Teams erfolgreicher sind. Sie sind innovativer und erzielen bessere Ergebnisse. Diversität fördert Menschlichkeit, Kreativität und Akzeptanz. Vorurteile hingegen wirken Vielfalt entgegen und mindern dadurch Erfolg und gegenseitiges Verständnis.

 

Was kann ich tun?

Wir können unsere unbewussten Denkmuster nicht einfach abstellen. Aber wir können reflektiert handeln. Wir müssen uns fragen:

  • Welche Privilegien habe ich?
  • Wie sieht es in meinem Umfeld aus?
  • Trage ich mit meinem eigenen Verhalten zu diskriminierenden Strukturen bei?
  • Welche Folgen hat dies für andere und mich?
  • Wie möchte ich in Zukunft damit umgehen?

Durch die Reflektion der eigenen Privilegien und Diskriminierungserfahrungen werden wir für bestehenden Machtstrukturen sensibilisiert. Auch gelingt es uns dadurch, die Lebensrealität unserer Mitmenschen besser nachzuvollziehen.

 

Der Anti Bias-Ansatz

Der Anti Bias-Ansatz nimmt die verschiedenen Formen von Diskriminierungen als Ausdruck ungleicher gesellschaftlicher Machtverhältnisse in den Blick. Ziel ist es, Vorurteile und Diskriminierungen abzubauen – sowohl auf der zwischenmenschlichen und institutionellen, als auch auf der gesellschaftlich-kulturellen Ebene. Auch an der RWTH werden im Rahmen der Personalentwicklung Formate zum Anti Bias-Ansatz angeboten.