Equal Care

  Eltern mit einem Kleinkind vor einer Garderobe in einer Kita Urheberrecht: © Olga Murenko

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Magdalena Marsiglia

Pflegeberatung, Studieren mit Kind

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Care-Arbeit – oder auch Sorgearbeit – umfasst Tätigkeiten wie zum Beispiel Hausarbeit, Kindererziehung und die Pflege von Angehörigen. Zu einem großen Teil werden diese Arbeiten unentgeltlich erledigt – und das mehrheitlich von Frauen. Auf der ganzen Welt ist Sorgearbeit vor allem Frauensache, wie eine Studie der Internationalen Arbeitsorganisation, kurz ILO, belegt.

Dass Frauen die Hauptlast der unbezahlten Arbeiten tragen, hat – neben der Überlastung – weitere negative Folgen: Die Frauen stehen dem Arbeitsmarkt nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung, verdienen folglich weniger Geld und erlangen dadurch geringere Rentenansprüche. Bei Männern hingegen ist Teilzeit die Ausnahme. So wird der Gender Care Gap zum Gender Pay Gap und schließlich zum Gender Pension Gap. Zudem geht damit auch eine gewisse Hierarchie einher: Das eine wird bezahlt und gesellschaftlich wertgeschätzt, das andere wird im privaten Bereich unbezahlt verrichtet – und bleibt somit unsichtbar. Dies führt letztendlich zu einer ungleichen Verteilung von Macht, Mitbestimmung und Mitgestaltung in unserer Gesellschaft.

Wir möchten gemeinsam mit allen Hochschulangehörigen daran arbeiten, eine partnerschaftliche Sorgearbeit möglich zu machen, um so gleichberechtigte Chancen für alle zu schaffen. Es muss ein Bewusstsein dafür entstehen, welche Ungerechtigkeiten mit der ungleichen Verteilung von Care-Arbeit einhergehen. Denn Hochschulen und Unternehmen profitieren, wenn sie ihre Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen und eine egalitäre Aufgabenverteilung fördern.

 

Die RWTH Aachen unterstützt gleichberechtigte Sorgearbeit

  1. Der Familienservice des Gleichstellungsbüros bietet Beratung zum Thema Vereinbarkeit von Studium/Beruf und Familie an. Diese richtet sich an (werdende) Eltern, die an der RWTH beschäftigt sind, an studierende (werdende) Eltern sowie an Hochschulangehörige mit Pflegeaufgaben.
  2. Das Gleichstellungsbüro unterstützt hochschulangehörige Väter, Familie und Beruf beziehungsweise Studium miteinander zu vereinbaren. Im Rahmen der Väterarbeit an der RWTH werden regelmäßig Veranstaltungen, Aktionen und Sensibilisierungsmaßnahmen rund um das Thema Vaterschaft an der Hochschule angeboten.
  3. Mit dem Projekt Gleichberechtigte Karrierewege werden neue Wege zur partnerschaftlichen Aufteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit aufgezeigt. Studierende, Promovierende und Post-Docs bekommen die Möglichkeit, sich in Workshops und Coachings der Thematik auseinanderzusetzen, ihre Karriere zu planen, eigene Vorstellungen und Ziele zu verfolgen und zu kommunizieren. Beschäftigte und Führungskräfte an der Hochschule werden über alternative Arbeitsformen sowie Arbeitszeitmodelle, die gleichberechtigte Karrierewege ermöglichen, informiert.
  4. Der Welcome und Dual Career Service der RWTH unterstützt Doppelkarrierepaar beim Neustart in Aachen.
  5. Im Rahmen der Personalentwicklung werden für die verschiedenen Zielgruppen an der Hochschule Weiterbildungen und Informationsveranstaltungen angeboten, in denen auch das Thema Work-Life-Balance adressiert wird.
  6. Mit der Handreichung Goldene Regeln einer familiengerechten Personalführung werden Führungskräfte in der Wahrnehmung ihrer Personalverantwortung unterstützt.
  7. Der jährlich verliehene Preis FAMOS für FAMILIE zeichnet Führungskräfte aus, denen eine familiengerechte Personalführung bereits hervorragend gelingt.