Aufbau einer nationalen Forschungsdateninfrastruktur – NFDI

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Was ist die NFDI?

Die nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) soll die Datenbestände von Wissenschaft und Forschung systematisch erschließen, nachhaltig sichern und zugänglich machen sowie (inter-)national vernetzen. Sie wird in einem aus der Wissenschaft getriebenen Prozess als vernetzte Struktur eigeninitiativ agierender Konsortien aufgebaut werden.

DFG – Deutsche Forschungsgemeinschaft

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Hintergründe der NFDI

Der Rat für Informationsinfrastrukturen, kurz RfII, hat im Mai 2016 den Aufbau einer nationalen Forschungsdateninfrastruktur empfohlen.

Bund und Länder haben dann im November 2018 den Aufbau beschlossen.
Für die Förderung der NFDI stellen Bund und Länder seit 2019 und zukünftig bis 2028 bis zu 90 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Der Großteil des Geldes soll dabei bis zu 30 Konsortien (Zusammenschlüsse von Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Ressortforschungseinrichtungen, Akademien und anderen öffentlich geförderten Informationsinfrastruktureinrichtungen oder weiteren entsprechenden Akteuren) in drei zeitlich versetzten Ausschreibungsrunden zugutekommen.

Im Mai 2019 gab das Karlsruher Institut für Technologie, kurz KIT, den Beschluss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz, kurz GWK, bekannt, das Direktorat der NFDI in Karlsruhe anzusiedeln.

Geförderte Konsortien

Am 26. Juni 2020 wurde die Förderentscheidung der ersten Ausschreibungsrunde von der GWK getroffen und damit die Förderung von neun NFDI-Konsortien aus fünf Wissenschaftsbereichen beschlossen. Diese Konsortien stellen sich in einem Sonderband der Zeitschrift Bausteine FDM vor. Außerdem ist seit dem 2. Juli 2021 bekannt, welche NFDI-Konsortien aus der zweiten Ausschreibungsrunde gefördert werden.

Die GWK folgt mit diesen Entscheidungen jeweils einer Empfehlung des NFDI-Expertengremiums, das als Ergebnis eines intensiven Begutachtungs- und Bewertungsprozesses der GWK die Initiativen zur Förderung vorgeschlagen hatte.

Einige der Konsortien haben ihre Konsortialanträge öffentlich zugänglich gemacht. Diese sind unter anderem auf der dafür eingerichteten NFDI Zenodo Community Collection einsehbar.

Konsortium RWTH-Affiliation

GHGA – Deutsches Humangenom-Phenomarchiv, Fachgruppe
Medizin, 2020

keine
NFDI4Health – Nationale Forschungsdateninfrastruktur für personenbezogene Gesundheitsdaten, Fachgruppe
Medizin, 2020
keine
DataPLANT – Daten in Pflanzen-Grundlagenforschung, Fachgruppe Lebenswissenschaften, 2020 keine
NFDI4BioDiversität – Biodiversität, Ökologie und Umweltdaten, Fachgruppe Lebenswissenschaften, 2020 keine

NFDI4Earth – Konsortium für Erdsystemwissenschaften, Fachgruppe Lebenswissenschaften, 2021

Participant:

NFDIMicrobiota – Konsortium für Mikrobiologie, Fachgruppe Lebenswissenschaften, 2021

Co-Applicant:

BERD@NFDI – Konsortium für Betriebswissenschaften, Fachgruppe Geistes- und Sozialwissenschaften, 2021 keine
KonsortSWD – Konsortium für die Sozial-, Bildungs-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften, Fachgruppe Geistes- und Sozialwissenschaften, 2020 keine
NFDI4Culture – Konsortium für Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturgütern, Fachgruppe Geistes- und Sozialwissenschaften, 2020 keine
Text+ - Konsortium für Sprach- und Textdaten, Fachgruppe Geistes- und Sozialwissenschaften, 2021 keine

MaRDI – Konsortium für Mathematik, Fachgruppe Ingenieurwissenschaften und Mathematik, 2021

Participant:

NFDI4DataScience – Konsortium für Datenwissenschaft und künstliche Intelligenz, Fachgruppe Ingenieurwissenschaften und Mathematik, 2021

Co-Applicant:

NFDI4Ing – Nationale Forschungsdateninfrastruktur für die Ingenieurwissenschaften, Fachgruppe Ingenieurwissenschaften und Mathematik, 2020

Applicant:

Co-Applicant:

Participant:

NFDI4MatWerk – Konsortium für die Materialwissenschaft und Werkstofftechnik, Fachgruppe Ingenieurwissenschaften und Mathematik, 2021

Co-Applicant:

Participant:

DAPHNE4NFDI – Konsortium für Photonen- und Neutronenexperimente, Fachgruppe Chemie und Physik, 2021

Co-Applicant:

Participant:

FAIRmat – Konsortium für die Physik der kondensierten Materie und die chemische Physik der Festkörper, Fachgruppe Chemie und Physik, 2021

Participant:

NFDI4Cat – NFDI für Wissenschaften mit Bezug zur Katalyse, Fachgruppe Chemie und Physik, 2020

Co-Applicant:

NFDI4Chem – Fachkonsortium Chemie in der NFDI, Fachgruppe Chemie und Physik, 2020

Co-Applicant:

Participant:

PUNCH4NFDI – Konsortium der Teilchen-, Astro-, Astroteilchen-, Hadronen- und Kernphysik, Fachgruppe Chemie und Physik, 2021

Participant:

 

Konsortialinitiativen der dritten Runde

Eine Übersicht über die in der dritten Runde geplanten Konsortien finden Sie in der bereitgestellten PDF-Datei Antragstellende Konsortien 2021.

Das Ausschreibungsverfahren

Das Ausschreibungsverfahren wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, kurz DFG, durchgeführt. Die Konsortien werden in drei Ausschreibungsrunden jeweils in 2019, 2020 und 2021 ermittelt. Außerdem liegt eine statistische Übersicht über die geförderten Konsortien beider Ausschreibungsrunden 2019 und 2020 vor.

Der Aufruf für die dritte Ausschreibungsrunde ist seit dem 12. Mai 2021 online. Die dritte NFDI-Konferenz fand am 8. Juli 2021 statt.

Die Frist für die Einreichung des Antrags ist der 2. November 2021. Ab Mitte Dezember beginnt die Verteidigung der Anträge. Im Mai 2022 tagt das Expertengremium und spricht Förderempfehlungen aus.

Weitere Informationen können Sie der DFG-Webseite entnehmen.

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