Forschungsdatenmanagement von A - Z

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  • Datenmanagementplan
    Englisch: Data Management Plan

    Ein Datenmanagementplan, kurz DMP, stellt eine systematische und zielorientierte Dokumentation Ihrer  Forschungsdaten dar. In einem Datenmanagementplan werden unter anderem der Umgang, die Speicherung und Archivierung, der Zugriff und die Nutzung Ihrer Daten und Metadaten berücksichtigt. Durch die Erstellung eines Datenmanagementplans werden von Beginn Ihres Projektes an Gedanken zu der Qualität Ihrer Daten, zu  Ihren Ressourcen und zu Ihrem geistigen Eigentum („Intellectual  Property“) impliziert.
     

    Zur Erstellung eines DMPs können Sie auf verschiedene Online-Tools zurückgreifen.


    Folgende Online Tools helfen Ihnen bei der Erstellung eines DMPs:
     

    • RWTH-Aachen-eigene DMP-Vorlage
    • RDMO
      Der Research Data Management Organiser, kurz RDMO, ist das Produkt eines DFG-geförderten Projektes und wird seit 2020 communitygetrieben weiterentwickelt. Die RDMO-Instanz der RWTH enthält die DMP-Vorlage der RWTH und kann um spezifisch auf Ihre Anforderungen angepasste DMP-Vorlagen erweitert werden.
    • DMP Online
      DMP Online ist ein vom britischen Digital Curation Centre, kurz  DCC, entwickeltes und an der University of Edinburgh gehostetes Tool. Es stellt verschiedene Templates von Forschungsförderern sowie ein generisches Template passend für jedes Forschungsvorhaben zur Verfügung. DMP Online hilft bei der Erstellung eines DMPs gemäß den Vorgaben der EU.
    • DMP-Tool
      Das DMP-Tool wird von der California Digital Library angeboten. Es beinhaltet die Anleitung für einige Forschungsförderer, die heute schon einen DMP verpflichtend verlangen. Eine Einbindung von Ressourcen und Services bestimmter Partnerinstitutionen erleichtert in einigen Fällen das Ausfüllen eines DMPs. Das Tool verfügt auch über eine generische DMP-Vorlage und ist für jeden frei zugänglich. Die Webseite offeriert einige Beispiele für Datenmanagementpläne.
  • Domänenmodell
    Englisch: Domain Model

    Innerhalb eines Forschungsprojekts können verschiedene Domänen – auch Arbeitsumgebungen – identifiziert werden. Die Domänen unterscheiden sich in der Art des Datenaustauschs, im Kreis der Austauschpartner und in der Art der Nutzung.
     

    • Private Domäne ist die Arbeitsumgebung eines jeden Forschenden.
    • Gruppendomäne ist die gemeinsame Arbeitsumgebung der Forschergruppe.
    • Dauerhafte Domäne ist die Arbeitsumgebung zur Langzeitarchivierung.
    • Zugang und Nachnutzung ist die Projekt- und disziplinübergreifende Arbeitsumgebung aller Forschenden – weltweit.

    Jedes Forschungsprojekt berührt über die Laufzeit mindestens die ersten drei Domänen.
    Die kritischen Punkte sind die Übergänge zwischen den Domänen, so dass ein möglichst reibungsarmer Übergang eine umfassende Planung erfordert. Diesem Zweck dient auch der Datenmanagementplan.
     

    • Bereits in der privaten Domäne der Forschenden ist es wichtig, durch eine Gesamtkonzeption die Grundlagen für die späteren Übergänge in die anderen Domänen zu legen.
    • Für den Übergang in die Gruppendomäne sind grundlegenden Festlegungen für die gemeinsame Nutzung und Erstellung von Forschungsdaten erforderlich.
    • Ist eine dauerhafte Speicherung erforderlich und eine Veröffentlichung geplant, sind Informationen für das disziplinübergreifenden Verständnis und die Nachnutzung zu ergänzen.
    • Es ist zu bedenken, dass Daten häufig nicht nur für einen Forschungskontext relevant sind. Oft kommt es zu Überlappungen und die Daten aus einer Disziplin von heute bilden die Basis für die Forschung einer anderen Disziplin von morgen. Um diese neuen Möglichkeiten zu schaffen, ist es wichtig, dass ein Zugang zu den Forschungsdaten geschaffen wird.
  • Persönliches Datenmanagement
    Englisch: Personal Data Management

    Um das Datenmanagement wie geplant umzusetzen, ist die tägliche Organisation des Forschungsalltags wichtig. Neben der Dokumentation sind Fragstellungen zur Probenbenennung und zur Organisation der Datenstruktur zu beachten. Treffen Sie daher möglichst frühzeitig Festlegungen für folgende Punkte:
     

    • Datenorganisation, Ablagestrukturen, Versionierung
    • Dokumentation, Metadaten
    • Datensicherung, Backup während der Projektlaufzeit
    • Verantwortlichkeiten, Zugriffsrechte, Regeln zur Zusammenarbeit
    • Archivierung oder Publikation nach Projektende

    Zur Unterstützung für Ihr persönliches Datenmanagement eignen sich besonders die Werkzeuge Datenmanagementplan oder Institutspolicy. Das Team Forschungsdaten berät Sie in individuellen Einzel- und/oder Gruppengesprächen. Dabei lassen sich mit Ihnen gemeinsam auf ihr Fach und die Bedingungen an ihrem Institut zugeschnittene Lösungsstrategien unter Nutzung der technischen Angebote der RWTH Aachen entwickeln.