EDA-EMERGE

  Die Forschungsschwerpunkte von EDA-EMERGE im Bild Urheberrecht: EDA-EMERGE

Novel Tools in Effect-Directed Analysis to Support the Identification and Monitoring of Emerging Toxicants on a European Scale

EDA-EMERGE ist ein auf vier Jahre angelegtes Marie-Curie-Ausbildungsnetzwerk.

Es vermittelt jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern interdisziplinäre Fertigkeiten, um sie auf die Bewältigung zukünftiger Herausforderungen bei der Überwachung, Bewertung und Handhabung der Giftstoffbelastung in Flussgebieten innerhalb der Europäischen Union vorzubereiten.

Hintergrund

Der großen und stets wachsenden Menge an Chemikalien in der Umwelt steht eine kleine Anzahl Substanzen gegenüber, die routinemäßig in der EU analysiert wird. Diese sogenannten prioritären Schadstoffe wurden einst als besonders umweltrelevant definiert. Viele neuere Studien zeigen allerdings, dass häufig nicht-prioritäre, z.T. unbekannte Chemikalien ein hohes Risiko für das aquatische Leben sowie die menschliche Gesundheit darstellen. Solche Belastungen können nur mittels integrierter Untersuchungsansätze aufgespürt werden, da gezielte Analysen nicht möglich sind.

Ansprechpartner

Name

Thomas Benjamin Seiler

RWTH-Ansprechpartner für das Marie-Curie-Trainingsnetzwerk

Telefon

work
+49 241 80 26524

E-Mail

E-Mail

Ansprechpartner

Name

Henner Hollert

Leiter des Lehr- und Forschungsgebietes Ökosystemanalyse

 

Die Effekt-dirigierte Analyse (EDA) ist eine interdisziplinäre Strategie, die bioanalytische Verfahren mit chemischer Analytik und physikalisch-chemischen Trennverfahren verbindet. Die Probe wird durch sequentielle Fraktionierungen immer feiner aufgelöst, und die Biotests leiten über Effektdaten zu den Fraktionen mit toxischen Substanzen. In einer komplexen Umweltprobe können so die relevanten Schadstoffe letztendlich mittels chemischer Analyse identifiziert werden.

Ziele

In EDA-EMERGE, das von Dr. Werner Brack vom Helmholtzzentrum für Umweltforschung koordiniert wird, werden neue Verfahren, Techniken und Testsysteme für eine hocheffiziente EDA entwickelt und in einem europäischen Demonstrationsprogramm angewendet.

Zeitgleich werden die Nachwuchswissenschaftler der einzelnen Teilprojekte umfassend in der Umweltanalyse mittels EDA geschult. Ziel ist die Einhaltung der Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) hinsichtlich eines guten ökologischen Zustandes aller EU-Gewässer bis 2015 und im weiteren Zusammenhang ein Beitrag zur Sicherung der Trinkwasserqualität.

Beteiligung des Lehr- und Forschungsgebiets Ökosystemanalyse

Das LFG Ökosystemanalyse am Institut für Umweltforschung der RWTH Aachen ist Partner des EDA-EMERGE-Ausbildugsnetzwerks. Es beteiligt sich darin an der Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern zu herausragenden Experten für effekt-dirigierte Analysen (EDA) von unbekannten, umweltrelevanten Spurenstoffen.

In diesem EU-weiten Verbund wird Carolina Di Paolo in ihrem Promotionsprojekt mechanismus-spezifische Testsysteme mit einem Hauptaugenmerk auf Anwendungen mit dem Zebrafisch Danio rerio erforschen. Zellbasierte Assays sollen ebenso einbezogen werden.