ChemCar-Wettbewerb – RWTH Team caRWTH

 

Der ChemCar-Wettbewerb richtet sich an Studierende des Maschinenbaus mit Schwerpunkt Verfahrenstechnik, Konstruktion oder Kunststofftechnik sowie an Studierende der Chemie und verwandter Disziplinen deutscher und internationaler Universitäten. Die Anzahl der teilnehmenden Teams ist auf zehn limitiert. Sponsoren des Wettbewerbs sind bekannte Firmen der Verfahrenstechnik wie BASF, Bayer, Covestro, Evonik, InfraServ Knapsack, Lanxess, Lonza und Merck.

  Gruppenfoto des RWTH-Teams Urheberrecht: Maik Tepper

Durch das große Interesse der Automobilbranche am immer effizienteren Motorenbau, gewinnt die Abgasnachbehandlung signifikant an Bedeutung. Dabei hat sich der Turbolader zur Effizienzsteigerung durchgesetzt. Dieser nutzt die Energie der Verbrennungsabgase, um den Motor mit mehr Sauerstoff aus der Umgebung zu versorgen.

Innerhalb des Wettbewerbs muss jeweils ein ChemCar entwickelt werden, welches chemisch angetrieben wird und so unter definierten Bedingungen (Zusatzbeladung und weitere) eine vorgegebene Strecke exakt zurücklegt. Herausforderung ist insbesondere die technische Entwicklung und Konstruktion des ChemCars.

  Vom RWTH-Team entwickeltes ChemCar-Modell Urheberrecht: Maik Tepper

Das Prinzip des Turboladers bildet zunächst die Grundlage für die weiteren Überlegungen des RWTH-Teams „caRWTH”, deren Konzept lautet: „Die Energiegewinnung aus einem Gasstrom”. Den konkreten Gegenstand der Idee des Teams bildet die Peltonturbine. Diese klassische Turbinenart nutzt die Bewegungsenergie von Wasser zur Energiegewinnung. Ziel des Teams war es, diese Turbinenart mit Gas anstelle von Wasser zu betreiben.

Die Studierenden des RWTH-Teams konnten mithilfe des Wettbewerbs ihre fachlichen Kompetenzen hinsichtlich der Konzeptionierung chemischer Reaktionen, der Instrumentalisierung von Anlagen, erweitern sowie Erfahrungen in der Selbstorganisation und Projektplanung erwerben. Das Team hat im Jahr 2017 erfolgreich den dritten Platz erzielt.

Das RWTH-Team für das Jahr 2018 „NichtNurTheoretiCar” entwickelte ein ChemCar auf der Grundlage der Wirkungsweise des Stirling Motors. Das Team erreichte den 5. Platz.

2019 geht das RWTH-Team mit dem ExzentriCar an den Start, welches Federn mit Formgedächnislegierung nutzt, um Wärmeenergie in Rotationsenergie umzuwandeln.