Projektbeschreibung

ArchitekTouren - Veranschaulichung von Tragwerken um uns herum (ETS247)

Kontakt

Name

Jan Dirk van der Woerd

Lehrstuhl und Institut für Massivbau

Telephone

workPhone
+49 (0)241 80-26830

E-Mail

Steckbrief

Eckdaten

Veranstaltungsform:
Sonstiges; Tutorien und Arbeitsgemeinschaften; Exkursionen
Format:
Interaktive Lernplattformen
Lernszenarien - Hauptkategorie:
Anreicherung
Lernszenarien - Weitere Kategorien:
Offene Bildungspraxis
Selbststudium
Studiengang:
Architektur, Bauingenieurwesen u.a.
Fakultät:
3 - Bauingenieurwesen
Jahr:
2015

Idee und Ziel

Architekten und Bauingenieure arbeiten im Berufsalltag regelmäßig zusammen, jedoch wird diese Zusammenarbeit mitunter durch die Unterschiedlichkeit von Fachsprachen und Herangehensweisen erschwert. Diese Unterschiedlichkeit setzt sich in beiden Fachbereichen häufig in der Vermittlung von Inhalten zu Tragwerken fort. Dieses Projekt beschäftigt sich damit, Tragwerke so darzustellen und zu vermitteln, dass die Unterschiede in der Wahrnehmung verringert und der Anfang eines gemeinsamen Verständnisses – einer transversalen Sprache – entwickelt wird. Dabei reagiert es auch auf ein gemeinsames Problem von Studierenden der Architektur und des Bauingenieurswesens: bei vielen ist die Aufmerksamkeit und die Analysefähigkeit für Tragwerke, die sie im Alltag umgeben, noch nicht entwickelt.
Durch die Erstellung von medialen Steckbriefen in einer für beide Studiengänge offenen Datenbank sollen die unterschiedlichen Blickwinkel und Sichtweisen durch die Analyse von Bauwerken indirekt erläutert werden. Als Objekte werden markante Bauwerke aus Aachen und Umgebung gewählt, um die Studierenden für ihre Umgebung zu sensibilisieren und so intrinsisch motiviertes, sowie implizites Lernen zu fördern. Grundwissen zu unterschiedlichen relevanten Themen, wie Grundlagen der Tragwerklehre, Baumaterialien, usw. wird über Lehrpfade bereitgestellt, die beim Analysieren und Verstehen der Bauwerke helfen. Eine besondere Rolle bei den digitalen Steckbriefen spielt das Medium des Films, weil es hier möglich ist, die unterschiedlichen Sichtweisen besonders prägnant abzubilden, sie aber andererseits eng miteinander zu verzahnen.

Projektverlauf

Die Bearbeitung des Projektes wurde mit einem Team aus studentischen Hilfskräften, Assistenten und einer Professorin durchgeführt. Die Beteiligten kamen aus der Fakultät für Architektur und der Fakultät für Bauingenieurwesen. Fünf unterschiedliche Bauwerke wurden als Grundstock für die Datenbank ausgewählt und für diese umfangreiche Foto- und Filmaufnahmen sowie Informationsrecherchen durchgeführt. Die Bauwerke waren:
- Der T3 Pavillon in der Mies-van-der-Rohe-Straße,
- die Lastkraftwagenhalle in der Kongressstraße,
- die Urfttalsperre,
- das Eisenbahnviadukt Moresnet und
- die Victor-Neels-Brücke.
Im Rahmen von Institutspraktika wurden fünf weitere Objekte untersucht:
- Das Burtscheider Eisenbahnviadukt,
- die Rurbrücke Mausauel,
- eine Brücke auf dem Campus Melaten,
- eine Fahrradüberdachung am Bahnhof Kerkrade und
- eine Straßenbrücke in Kerkrader Stadtteil Locht.
Parallel zu den Film- und Recherchearbeiten wurden Lernpfade zu unterschiedlichen Themen erstellt.
Der Webauftritt wurde in einer Homepage umgesetzt. Die einzelnen Bauwerke wurden mit verschiedenen Begriffen verschlagwortet und in einer Datenbank abgelegt, die über unterschiedliche Suchkriterien angesteuert werden kann. Für die Einstellung weiterer Steckbriefe wurde eine Eingabemaske implementiert, deren Bedienung keine Programmierkenntnisse erfordert. Als Anleitung steht ein Tutorial zur Verfügung.

Ergebnis

Insgesamt wurden im Rahmen des Projektes zehn Steckbriefe zu Bauwerken in der Euregio erstellt. Die Steckbriefe haben einen einheitlichen Aufbau und bieten umfangreiche Informationen und Bildmaterialen. Zu acht der Bauwerke wurde ergänzend ein Film erstellt. Die Filme und Animationen wurden auf einen youtube-Kanal geladen und sind über die Projektseite verlinkt. Die Lage der untersuchten Bauwerke kann über einen Link in den Steckbriefen direkt in google maps angezeigt werden. Die für das Projekt erstellte Webseite ist allgemein unter www.architektouren.rwth-aachen.de zugänglich. Das Einstellen von neuen Steckbriefen auf die Webseite ist von Studierenden und Angehörigen der Hochschule ohne Vorkenntnisse durchführbar.
Die im Rahmen des Projektes entstandenen und noch entstehenden Aufnahmen stehen allen Angehörigen der Fakultät 2 und 3 der RWTH zur Verfügung. Bildmaterial wurde bereits für die Überarbeitung einer Übung im Rahmen der Veranstaltung „Grundlagen der Tragwerke“ verwendet.
Die dauerhafte Implementierung in der Lehre und die Bearbeitung neuer Objekte erfolgt über das Format „Forschungsmodul“ bei der Juniorprofessur Werkzeugkulturen an der Fakultät 2 und innerhalb der Institutspratika des Instituts für Massivbau (IMB) an der Fakultät 3.

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