Projektbeschreibung

PELE: Personal Exploratory Learning Environments (ETS72)

Kontakt

Name

Prof. Dr. Ulrik Schroeder

Lehr- und Forschungsgebiet Informatik 9

Telephone

workPhone
+49 (0)241 80-21930

E-Mail

Steckbrief

Eckdaten

Veranstaltungsform:
Vorlesungen
Format:
kollaborative Formate, z.B. Wikis und Blogs
Lernszenarien - Hauptkategorie:
Integration
Lernszenarien - Weitere Kategorien:
Interaktion und Kollaboration
Personalisierung
Selbststudium
Studiengang:
Master Informatik, Master Media Informatics, Master System Software Engineering, Master Technikkommunikation // Web Technologies
Fakultät:
6 - Elektrotechnik und Informationstechnik
Jahr:
2011
Medien:
L²P-Modul zu Peer Assessment (Pilot)

Idee und Ziel

Ein Problem universitärer Lehre besteht darin, dass theoretisch vermitteltes Wissen (Vorlesungen) zu abstrakt bleiben und zu wenig mit realen Anwendungen verknüpft werden. Klassische Vorlesungen bieten Übungen, die selbst zu kleinschrittig sind und keine realistische Anwendung neu erworbenen Wissens ermöglichen.
Ferner sind klassische Vorlesungen rein top-down organisiert und Lehrenden-zentriert.
Im Rahmen des Konzepts studierenden-zentrierter Lehre an der RWTH wird in dem Projekt PELE ein Ansatz verfolgt, der Studierende die Möglichkeit bietet, in selbst definierten Projekten, neu erlangtes Wissen in (quasi-)authentischen Projekten direkt anzuwenden, dabei Methoden und Werkzeuge zu evaluieren, und neue Erkenntnisse durch Kombination der Konzepte, Methoden und Technologien zu generieren (create). Es werden somit die höchsten Ebenen der Bloom’schen (bzw. Andersson, Krathwohl) Lernzieltaxonomie angestrebt.

Projektverlauf

-

Ergebnis

In der Veranstaltung werden mehrere studierenden-zentrierte, aktivierende Elemente integriert. Nach einer Darstellung der theoretischen und konzeptionellen Grundlagen mit begleitenden vorbereitenden Übungen, bearbeiten die Studierenden semesterbegleitende Projekte. Das besondere an den Projekten ist, dass Studierende sowohl das Thema der Projektarbeit als auch die zur Lösung einzusetzenden Technologien selbst aussuchen. Dadurch erwirbt jede Gruppe in einem spezifischen Anwendungsbereich tiefgehende Expertise. Diese wird im Rahmen eines Vortrags für die Vorlesung aufbereitet und dort von den Studierenden für ihre Kommiliton-inn-en präsentiert. Bei der Betreuung der Projekte ist es unmöglich, dass zwei wissenschaftliche Mitarbeiter Expertise in den zahlreichen unterschiedlichen Technologien haben und alle Projekte fundiert begleiten können. Die betreuenden Mitarbeiter nehmen daher eine moderierende Rolle ein und organisieren Peer Reviews, indem sie die zeitlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen vorgeben, die Art der Dokumentation und Präsentation der Zwischenergebnisse der Projekte vorstrukturieren und Bewertungskriterien vorgeben. Dann wird jeweils eine Gruppe bestimmt, die Zwischenergebnisse einer anderen Gruppe zu evaluieren, Feedback zu geben. Die Feedback sessions werden von den Betreuern des LuFG moderiert.
Im Wintersemester 2011/12 konnte das Konzept PELE mit insgesamt 67 Studierenden in 16 Gruppen umgesetzt werden. In der finalen Evaluation hat sich gezeigt, dass das integrierte Konzept durch die Studierenden als äußerst positiv bewertet wurde. Besonders die Projektarbeit ist hier hervorzuheben. Es zeigte sich auch, dass der meist subjektiv empfundene zeitliche Mehraufwand (Ø=11,7 h/Wo.; entspricht den vergebenen Credits) durch Spaß an der Projektarbeit und gute Lernerfolge kompensiert werden konnte. Einzig das Gruppen-Peer-Review wurde als nicht positiv bewertet, diese Komponente wurde in einer weiteren Iteration des Konzepts überarbeitet.