Projektbeschreibung

UNI-GEOCACHING - die (Schatz-)suche nach Wissen (ETS79)

Kontakt

Name

Univ.-Prof. Dr. phil. Cordula Neiberger

Lehr- und Forschungsgebiet Wirtschaftsgeographie der Dienstleistungen

Telephone

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+49 (0)241 80-96060

E-Mail

Steckbrief

Eckdaten

Veranstaltungsform:
Exkursionen; Praktika
Format:
Adaptive Lernangebote/Lernpfade
Lernszenarien - Hauptkategorie:
Anreicherung
Lernszenarien - Weitere Kategorien:
Spiel und Simulation
Studiengang:
Wirtschaftsgeographie
Fakultät:
5 - Georessourcen und Materialtechnik
Jahr:
2012
Medien:
Internet

Idee und Ziel

Geographinnen und Geographen beschäftigen sich mit Theorien und Modellen zur Erklärung von Natur und Menschen geprägter räumlicher Strukturen und Prozesse. Dieser räumliche Bezug ist gerade für Studierende in den ersten Semestern häufig schwer herzustellen, weshalb üblicherweise Exkursionen und Geländepraktika angeboten werden, in denen den Studierenden ausgewählte Räume präsentiert werden. Das Uni-Geocaching soll diese „Raumerfahrung“ von einer Präsentation hin zu einer individuellen und spielerischen Aneignung weiter entwickeln. Die Studierenden sollen dabei die Möglichkeit bekommen, das in einer Vorlesung vermittelte theoretische Wissen zu vertiefen, in einen realen räumlichen Bezug zu setzen und damit besser zu verstehen und zu verinnerlichen.Mit dem Uni-Geocaching soll über das spielerische Lernen hinaus dezidiert der gerade im ersten Semester schwierige Raumbezug erleichtert werden.

Projektverlauf

Die Evaluationsergebnisse waren sehr gut. Die Studierenden hoben insbesondere die Eigenverantworlichkeit positiv hervor sowie die spielerische Komponente.
Das Geocaching wird als Geländetag im Rahmen des Grundseminars Wirtschaftsgeographie angeboten. Zur Zeit ist allerdings von Seiten der Dozenten noch ein relativ großer Vorbereitungsaufwand zu leisten, der durch technische Verbesserungen in Zukunft deutlich reduziert werden soll.
Das Konzept ist als Ergänzung zu Exkursionen und Geländepraktika in zahlreichen Studiengängen mit einem Raumbezug anwendbar. Prinzipiell ist eine Übertragbarkeit gegeben, hierfür wurde auch eine Dokumentation erstellt. Noch ist die Anpassung auf neue fachspezifische Fragestellungen allerdings sehr zeitaufwendig, weshalb auch hier technische Erweiterungen vorgenommen werden sollen.

Ergebnis

Ähnlich dem Prinzip einer Schnitzeljagd wurden Lernpfade entwickelt, bei denen die Studierenden sich mit Hilfe von Karten auf Tablets orientieren und zu den einzelnen Stationen begeben. Um die Stationen zu erreichen bzw. die Koordinaten des nächsten Ortes zu erfahren, sind diverse „Challenges“ unterschiedlichster Art zu bewältigen, deren Ergebnisse via Tablet zu einer Online-Plattform übermittelt und direkt beantwortet werden. In der Zusammenschau aller Stationen und Aufgaben ergeben sich „spielerisch“ Erkenntnisgewinne und -festigungen zu bereits theoretisch behandelten Fachinhalten.
Es handelt sich somit um eine neue Lehr-/Lernform, welche 1. durch den spielerischen Ansatz die Motivation der Studierenden erhöht, 2. durch die unmittelbare Umsetzung von in einer Vorlesung präsentiertem Wissen dieses aufruft und vertieft, 3. durch die selbstständige Gruppenarbeit Autonomie und Selbstbestimmung der Studierenden stärkt, 4. durch die Arbeit mittels Geo-Koordinaten eine intensivere Wahrnehmung des Raumes sowie eine Erkennbarkeit raumstruktureller Unterschiede gewährleistet, 5. einen stärkeren Anwendungsbezug für die Studierenden herstellt und damit schon in einem frühen Semester die Vorstellung über eine mögliche berufliche Tätigkeit stärkt.