MINT-EC-Camp „Aachener Informatiktage“ 2014

  Jugendliche vor einem Computer Urheberrecht: RWTH Aachen

Das von der Fachgruppe Informatik und der Schulprojektstelle der RWTH Aachen in Kooperation mit dem Verein MINT-EC ausgerichtete MINT-Camp fand unter dem Titel „Aachener Informatiktage“ vom 6. bis 9. März 2014 statt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Camps setzten sich zur Hälfte aus Jugendlichen, die erfolgreich im Bundeswettbewerb Informatik waren und zur anderen Hälfte aus Schülerinnen und Schülern ausgewiesener MINT-Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen. Insgesamt bestand die Gruppe aus 30 Jugendlichen, darunter dieses Mal auch zwei Schüler von der deutschen Auslandsschule Istanbul Lisesi, Türkei.

Es war alles sehr gut. Die Mint-Veranstaltung ist wie erwartet gut gelungen.

Während der vier Tage wurden Themenbereiche aus der praktischen und theoretischen Informatik angeschnitten, um einen Einblick in die Arbeit der Fachgruppe Informatik zu geben. Von Grund auf wurden in einer Art Softwareprojekt verschiedene Funktionen für ein Roboterspiel implementiert. Ziel des Spiels war das Auffinden von Minen durch zwei programmierte Roboter auf einem Spielfeld festgelegter Größe bei zufälligen Startpositionen. Dabei sollten sich die Roboter koordinieren und gemeinsam in einem festgelegten Zeitraum von fünf Minuten die gestellte Aufgabe bewältigen.

Angefangen bei der rudimentären Steuerung bis hin zur so genannten verteilten Exploration, einer Strategie um das Spielbrett mit mehreren Robotern zu erkunden, arbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler in kleineren Teams Schritt für Schritt in die Thematik und ihre individuellen Problemlösungen zur Programmierung der Lego-Mindstorm-Roboter ein.

Schnell fanden die einander unbekannten Jugendlichen zusammen, wodurch direkt ein angenehmes Arbeitsklima in den einzelnen Gruppen entstand. Dies bestätigten ebenfalls die Betreuer der Fachgruppe Informatik, die durch die Mischung der Gruppen eine gelungene Balance zwischen der ausreichenden Forderung der Jugendlichen mit Erfahrung und gleichzeitiger Einbeziehung und Unterstützung der weniger Erfahrenen feststellten.

Das Camp war hervorragend organisiert, es waren viele kompetente Menschen dabei, die versucht haben auf alle Fragen einzugehen.

Bei den jeweiligen Arbeitsabschnitten wurden die Schülerinnen und Schüler durch Vorträge von Dozenten und Assistenten zu den relevanten Themenbereichen wie zum Beispiel Wegfindung, Entscheidbarkeit, Bluetooth-Kommunikation vorbereitet und somit mit zusätzlichem Wissen unterstützt.

Am letzten Tag des Camps wurden die einzelnen Strategien vorgestellt und nach Originalität von den jeweils anderen Teams beurteilt sowie ein abschließender Wettbewerb veranstaltet, bei dem die Roboter in einem Multiplayer-Spiel gegeneinander antraten.

Abgerundet wurde das Programm des MINT-Camps durch kleinere Informationsveranstaltungen rund um das Studieren an der RWTH Aachen sowie ein kulturelles Rahmenprogramm und gemeinsame Abendessen.

Vieles gelernt was ich nicht erwartet habe, aber sehr interessant: Programmieren in Gruppen; Tätigkeiten und Inhalt des Studiums in der Uni.

Die Ergebnisse der abschließenden Evaluation des Camps durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verdeutlichen den Stellenwert solcher Veranstaltungen. Mehr als 90 Prozent der Jugendlichen hat das Camp sehr gut gefallen, so dass sie es weiterempfehlen würden. Bei gut 75 Prozent der Schülerinnen und Schüler wurde durch das Camp das Interesse an MINT Fächern gestärkt und ein gleicher Anteil strebt nach dem Camp ein Informatikstudium an. Anhand einiger Stimmen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird einmal mehr das gute Gelingen der MINT-Camps an der RWTH Aachen widergespiegelt:

Alles war super. [...] Deshalb möchte ich an noch einem MINT-Camp teilnehmen. Vielen Dank für alles.