Mensch-Technik-Interaktion und -Kommunikation B.Sc.

 

Steckbrief

Eckdaten

Abschluss:
Bachelor of Science
Studienbeginn:
Wintersemester
Regelstudienzeit:
6 Semester
ECTS-Punkte:
180Mehr Informationen

Was ist damit gemeint?

ECTS sind Leistungspunkte, die den Arbeitsaufwand im Studium messen.

Sprache:
Deutsch und Englisch

Zugangsvoraussetzungen

  • Abitur oder eine gleichwertige HZB Mehr Informationen

    Was ist damit gemeint?

    Allgemeine Hochschulreife (Abitur), Fachgebundene Hochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (HZB)

  • Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch Mehr Informationen

    Was ist damit gemeint?

    Zur Einschreibung in diesen Studiengang muessen Sie Kenntnisse in allen Unterrichtssprachen nachweisen. Details regelt die Pruefungsordnung.

Zulassung für Erstsemester

frei
kein NC

Zulassung höhere Semester

frei
kein NC

Einschreibungsvoraussetzungen

  • SelfAssessment Mehr Informationen

    SelfAssessment

    Die RWTH-SelfAssessments sind Online-Beratungsverfahren zur Studienentscheidung. Die Teilnahme an einem (selten zwei) dieser SelfAssessments ist verpflichtend. Welches SelfAssessment für dieses Fach absolviert werden muss, lesen Sie in der Studiengangbeschreibung unter "Voraussetzungen". Zur Einschreibung (nicht schon zur Bewerbung) muss die Teilnahme am studienfeldspezifischen SelfAssessment nachgewiesen werden. Die Teilnahmebescheinigung können Sie sich selbst ausdrucken.

  • Vorpraktikum Mehr Informationen

    Vorpraktikum

    Nur für Mensch-Technik-Interaktion und -Kommunikation mit "Grundlagen des Maschinenbaus": ein 6-wöchiges Vorpraktikum vor Studienbeginn nach den Richtlinien im Anhang der Prüfungsordnung.

Termine und Fristen

 

Wenn technische Innovationen ihr Potential entfalten und Menschen nutzen sollen, müssen hochkomplexe Inhalte verständlich aufbereitet und zielgruppengerecht vermittelt werden.

Die Qualität der Mensch-Technik-Interaktion und der Kommunikation rund um technische Produkte und technologische Innovationen wird zukünftig einer der wichtigsten Maßstäbe für technischen Fortschritt sein. Was sich nicht am Bedarf orientiert und nicht verstanden wird, wird nicht gekauft, nicht unterstützt, erfährt keine Akzeptanz und keine politische Repräsentation. Kurz: Was sich nicht am Nutzer orientiert, wird nicht genutzt!

Das leuchtet sofort ein, wenn man an technische Entwicklungen denkt, deren Vorteile nicht auf den ersten Blick erkennbar sind oder die auch als risikobehaftet wahrgenommen werden. So ist zum Beispiel die Energiewende technisch machbar, aber nur mit zielgruppengerechter Kommunikation erfährt sie Akzeptanz und politische Umsetzung. Das Wissen um und Verständnis von Technikwahrnehmung, -kommunikation und -akzeptanz bezogen auf verschiedene Zielgruppen in all ihrer Diversität wird damit zu einem entscheidenden Faktor in unserer Gesellschaft.

Diese Schnittstelle zwischen Technik und Mensch gestalten Fachleute mit sowohl technischem als auch vermittlungswissenschaftlichem Knowhow. Da Probleme technikbezogener Interaktion und Kommunikation nur im fachübergreifenden Dialog zu lösen sind, müssen diese Spezialistinnen und Spezialisten in beiden Denkwelten souverän agieren können. Sie nutzen ihre Kenntnisse und Fähigkeiten, um Mensch-Technik-Interaktion in all ihren Facetten besser zu verstehen und technische Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen, Medien und Aufgaben nutzergerecht aufzubereiten.

Die RWTH bietet mit dem deutschlandweit einzigartigen interdisziplinären Studiengang Mensch-Technik-Interaktion und -Kommunikation eine exzellente Ausbildung, die Aspekte der Human- und Ingenieurwissenschaften integriert. Das fachübergreifende Studienkonzept basiert auf der Kombination zweier gleichberechtigter Fächer – der Kommunikationswissenschaft und einer von zwei technischen Disziplinen:

  • Informatik vermittelt die Kompetenz, informationsverarbeitende Systeme zu analysieren, zu konzipieren und umzusetzen.
  • Maschinenbau beschäftigt sich auf der Basis physikalischer Grundlagen mit Entwicklung, Produktion und Betrieb technischer Anlagen und Produkte.
 

Studienverlauf

Das Bachelor-Programm orientiert sich an der Vermittlung fachlicher Grundlagen und Methoden. Die Studierenden erhalten die Möglichkeit, individuell berufsfeldorientiert Schwerpunkte zu setzen. In das Studium sind interdisziplinäre Veranstaltungen integriert, welche die beiden studierten Fächer verzahnen.

Studienstruktur (vereinfacht)

Kommunikationswissenschaft

Einführung in die Sprachwissenschaft, Einführung in die Kommunikationswissenschaft, Mündliche Kommunikation, Grammatik, Semantik, Pragmatik, Handeln mit Texten, Empirische Forschungsmethoden, Risikokommunikation in beruflichen Kontexten, Ingenieurwissenschaften und Gesellschaft, Sozial- und Kognitionspsychologie, (Wissenschaftliches) Arbeiten in der MTIK, Interdisziplinäre Perspektiven in der MTIK, Forschungspraktikum, Englisch

mit Informatik:

Details

Einführung in die Programmierung für datenbasierte Wissenschaften, Grundzüge der Informatik, Differential- und Integralrechnung, Lineare Algebra, Algorithmen und Datenstrukturen, Technische Informatik, Diskrete Strukturen, Praktische Informatik, Betriebssysteme und Systemsoftware, Formale Systeme, Automaten und Prozesse, Softwaretechnik, Designing Interactive Systems und Wahlpflichtbereich Informatik

mit Maschinenbau:

Details

Differential- und Integralrechnung, Lineare Algebra, Mechanik, Maschinengestaltung, CAD, Informatik im Maschinenbau, Messtechnisches Labor, Kommunikations- und Organisationsentwicklung, Thermodynamik, Qualitäts- und Projektmanagement, Business Engineering, Ingenieurwissenschaftliches Wahlpflichtmodul und berufsfeldorientierte Themenmodule

Weitere Details zum Studienverlauf sind der Prüfungsordnung zu entnehmen.

Fremdsprache

Im Bachelorstudiengang Mensch-Technik-Interaktion und -Kommunikation werden ab dem ersten Semester Englischkurse angeboten. Die Teilnahme ist verpflichtend – auch bei sehr guten Englischkenntnissen. Die Kurse bleiben unbenotet.

Praktika

Nur für die Kombination mit Grundlagen des Maschinenbaus wird zur Einschreibung ein Vorpraktikum gefordert. Im Fach Kommunikationswissenschaft absolvieren alle Studierenden ein hochschulinternes, vierwöchiges Forschungspraktikum an einem Institut oder in einem Forschungsprojekt der RWTH.

Auslandsprogramme

Der Studiengang Mensch-Technik-Interaktion und -Kommunikation bietet eine Vielzahl an Auslandsprogrammen, denn Studierende profitieren von den internationalen Kooperationen der beteiligten Fakultäten. Fachspezifische Angebote im EU-Mobilitätsprogramm ERASMUS+ führen zu Partnerhochschulen in ganz Europa. Darüber hinaus können Universitäten weltweit besucht werden – insbesondere über fakultätseigene Partnerschaftsabkommen. Viele Studierende absolvieren in der Masterphase ihr Unternehmenspraktikum im internationalen Kontext.

Über die fakultätsspezifischen Auslandsprogramme hinaus profitieren Studierende der RWTH von den strategischen Partnerschaften der Hochschule mit internationalen Universitäten. So können sie zum Beispiel im Rahmen ihrer Studienarbeiten kurze Aufenthalte an einer der IDEA League-Hochschulen absolvieren. Das deutschlandweit einzigartige UROP Abroad-Programm bietet die Möglichkeit, schon in der Bachelorphase an Forschungsprojekten internationaler Hochschulen teilzunehmen. Gefördert werden diese Auslandsaufenthalte teilweise durch RWTH-spezifische Finanzierungshilfen.

Alle Kooperationsprogramme der RWTH werden vorgestellt auf den Webseiten zum Austauschstudium.

 

Voraussetzungen

Persönliche Voraussetzungen

Die Bereitschaft, sich auf die beiden Welten Technik und Sprache/Kommunikation einzulassen, ist eine wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Studienverlauf im Mensch-Technik-Interaktion und -Kommunikation.

Interessenten sollten sehr gute mathematische Kenntnisse und hohe sprachliche Kompetenz sowie sehr gute Deutschkenntnisse – in Wort und Schrift – mitbringen. Interesse an der Arbeit mit Texten und der Auseinandersetzung mit (sozio-)technischen und kommunikationstheoretischen Fragestellungen werden vorausgesetzt, ebenso eigenverantwortliche Arbeit und Engagement. Vor allem in Bezug auf die technischen Teile des Studiums empfiehlt sich eine gute Vorbereitung in Mathematik und Naturwissenschaften. Zur Intensivierung und Vervollständigung Ihres Wissens bietet die RWTH Ihnen zu Studienbeginn ein Vorkursprogramm.

Sprachvoraussetzungen

Lehrveranstaltungen in diesem Studiengang werden teils in deutscher, teils in englischer Sprache angeboten. Daher sind vor Aufnahme des Studiums Englischkenntnisse auf dem Kompetenzniveau B2 des „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (GeR)“nachzuweisen. In der Regel wird dieser Nachweis durch das deutsche Abiturzeugnis erbracht.

Einschreibungsvoraussetzungen

1. Zwei RWTH-Studienfeld-SelfAssessments:

  • Geistes-, Sprach- und Kommunikationswissenschaften
  • bei Kombination mit Grundlagen des Maschinenbaus zusätzlich das Studienfeld-SelfAssessment Maschinenbau
  • bei Kombination mit Grundlagen der Informatik zusätzlich das Studienfeld-SelfAssessment Elektrotechnik, Informatik und Technische Informatik

2. Vorpraktikum nur für "Grundlagen des Maschinenbaus"

Sechswöchiges Vorpraktikum nach den Praktikantenrichtlinien. Detaillierte Auskünfte erteilt das Praktikantenamt der Fakultät für Maschinenwesen. Hier erfahren Sie auch, wie Sie vorgehen müssen, wenn Sie das Vorpraktikum nicht ableisten konnten.

 

Mediathek

Sie wünschen sich noch mehr Einblicke und Eindrücke? Nutzen Sie die Vielfalt der Informationsmöglichkeiten! Unsere Empfehlungen finden Sie in der Mediathek .

 

Berufsperspektiven

Expertinnen und Experten für Mensch-Technik-Interaktion, für die nutzergerechte Technikgestaltung und die Vermittlung technischer Inhalte haben eine von Industrie und Wirtschaft stark nachgefragte Doppelqualifikation. Sie verfügen über sprachliche Vermittlungskompetenz und technisches Sachverständnis gleichermaßen und arbeiten als Transferspezialistinnen und -spezialisten an der Schnittstelle von Sprache und Technik.

Absolventinnen und Absolventen der RWTH sind vor allem in Konzeption, Organisation und Beratung tätig. Sie planen und steuern Informationsübermittlung auf verschiedenen Ebenen – zum Beispiel zwischen Expertinnen und Experten beziehungsweise zwischen Fachleuten und Laiinnen und Laien. Sie managen die Informations- und Kommunikationsprozesse rund um technische Produkte oder Projekte. In der firmeninternen Kommunikation arbeiten sie an der Schnittstelle zwischen Abteilungen mit unterschiedlichem Fachwissen – zum Beispiel zwischen Produktion und Entwicklung oder Produktion und Vertrieb – oder gestalten Weiterbildungsmaterialien und Schulungen. In der Öffentlichkeitsarbeit entwickeln sie beispielweise Internetportale und kommunikative Webdienste oder konzipieren Messematerialien.

Im Bereich User Experience/User Interface Design untersuchen sie die Benutzerfreundlichkeit von Softwareprogrammen oder Bedienoberflächen und entwickeln Qualitätsstandards. Sie führen zum Beispiel sogenannte Usability-Tests durch, um Schwächen bei der Gestaltung von Interfaces zu finden und Produktentwicklerinnen und -entwickler zu beraten.

Weitere Einsatzfelder für Kommunikationsexpertinnen und -experten sind technische Dokumentation und Fachjournalismus.

 

Masterperspektiven

Aufbauend auf dem Bachelorstudiengang bietet die RWTH einen Masterstudiengang Mensch-Technik-Interaktion und -Kommunikation an. Auch hier wird die bewährte Kombination aus Kommunikationswissenschaft und einem technischen Fach studiert. Die in der Bachelorphase gewählte Fachrichtung wird beibehalten.

In den technischen Fächern wählen Studierende zwischen verschiedenen Vertiefungsrichtungen, im Fach Kommunikationswissenschaft können sie individuelle fachliche Schwerpunkte setzen. Auf diese Weise unterstützt das Studienkonzept die individuelle Profilbildung der Studierenden.

 

Modulhandbuch und Prüfungsordnung

Das Modulhandbuch stellt alle Module des Studienganges vor und bietet damit einen umfassenden Einblick in seine Inhalte.

Prüfungsordnungen hingegen regeln rechtsverbindlich Studienziele, Studienvoraussetzungen, Studienablauf und Prüfungen.

Regelungen, die grundsätzlich für alle Bachelor- und Masterstudiengänge gelten, sowie Angaben zum Nachweis der gegebenenfalls geforderten Sprachkenntnisse finden sich in der Übergreifenden Prüfungsordnung der RWTH. Diese Regelungen werden für jeden einzelnen Studiengang in einer fachspezifischen Prüfungsordnung aufgegriffen, detaillierter formuliert und auf die spezifischen Fachinhalte angewendet.

Existieren in einer Übergangsphase für einen Studiengang zwei Prüfungsordnungen, gilt für Studienanfängerinnen und -anfänger automatisch die aktuellste Fassung.

Modulhandbuch Kommunikationswissenschaft
Modulhandbuch Grundlagen der Informatik
Modulhandbuch Grundlagen des Maschinenbaus
Fachspezifische Prüfungsordnung
Übergreifende Prüfungsordnung der RWTH

 

Fakultäten

Der Studiengang Mensch-Technik-Interaktion und -Kommunikation wird angeboten vom Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft der Philosophischen Fakultät in Kooperation mit den Fakultäten, die die technischen Grundlagen anbieten:

Fakultät für Maschinenwesen

Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften

Das Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft der RWTH Ist ein interdisziplinär ausgerichtetes Institut und vereint die Expertisen von Linguistik und Kommunikationswissenschaft. In Forschung und Lehre fokussiert es Kommunikations- und Interaktionsprozesse in Technik und Gesellschaft.

Themen wie Design, Nutzung und Usability elektronischer Medien oder Technikwahrnehmung, -kommunikation und -akzeptanz stehen im Mittelpunkt zahlreicher Forschungsprojekte, die mit Partnern aus den Ingenieurwissenschaften und der Industrie durchgeführt werden.