Berufliche Bildung als Säule der Entwicklung in Äthiopien

06.07.2011

Äthiopiens Staatsminister für berufliche Bildung, Wondwossen Kiflu, und Univ.-Prof. Dr.phil. Marold Wosnitza, Rektoratsbeauftragter für die Lehramtsausbildung und Geschäftsführer des RWTH-Instituts für Erziehungswissenschaften, trafen sich zu einem ersten Erfahrungsaustausch.

  Urheberrecht: Foto: RWTH Zu einem Erfahrungsaustausch trafen sich Dr. Josef Most von der GIZ, Prof. Dr. Marold Wosnitza, Wondwossen Kiflu, äthiopischer Staatsminister für berufliche Bildung, und Dipl.-Gyml. Kerstin Helker vom Lehrerbildungszentrum

Dabei informierte sich der Staatsminister über die Berufskollegausbildung der RWTH mit der Schnittstelle zu den Ingenieurwissenschaften. Abgerundet wurde der Besuch mit einer Führung durch das Institut für Hochspannungstechnik.

Äthiopien mangelt es an gut ausgebildeten Fachkräften. Aus diesem Grund, so erläuterte der Staatsminister, hat Premierminister Meles Zenawi das Thema Bildung zur Chefsache erklärt. Damit geht auch die Förderung der technischen und handwerklichen Ausbildung einher. „Eine praktische Ausbildung war in Äthiopien früher nicht angesehen“, so Dr. Josef Most von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Teamleiter des deutschen Beitrags der beruflichen Bildungsreform, der das Treffen in Aachen initiiert hat. Er fügt hinzu: „Es war die theoretische und akademische Ausbildung, die lange Zeit im Vordergrund stand.“ Jetzt zählt die praxisorientierte Ausbildung zu den Säulen der Entwicklung in Äthiopien. Kooperationen mit führenden technischen Universitäten weltweit werden deshalb angestrebt.

 

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