Studierendenwettbewerb für den Schutz der Wahner Heide

08.03.2012

Flughafen Köln/Bonn prämiert beste Arbeiten von Studierenden der RWTH Aachen

  Urheberrecht: Foto: Flughafen Köln/Bonn Ulrich Stiller, Marketingleiter des Flughafens Köln/Bonn zeichnet Studierende der RWTH Aachen als Preisträger des Wettbewerbs „Naturespotting Wahner Heide“ aus.

Der Flughafen Köln/Bonn ist für das Rheinland ein Tor zur Welt. Ob sie eine Geschäftsreise antreten oder ein exotisches Urlaubsziel ansteuern - über den Flughafen sind die Bewohner der Region global vernetzt.

Auch lokal kommt dem Flughafenareal eine besondere Rolle zu - es liegt im Herzen von Königsforst und Wahner Heide, dem größten und artenreichsten Schutzgebiets­komplex Nordrhein-Westfalens. Die Wahner Heide wurde 2008 zum Nationalen Naturerbe der Bundesrepublik Deutschland erklärt. Hier erwartet den Besucher mitten im Ballungsraum Köln-Bonn ein einzigartiges Kontrastprogramm für Erholung und Naturerlebnis. So finden sich auf dem Areal seltene Pflanzenarten wie das Ge­fleckte Knabenkraut. Der Flughafen engagiert sich für den Schutz der Wahner Heide durch die Finanzierung von Pflegemaßnahmen wie beispielsweise durch eine eigene Schafherde.

Auf das Engagement des Flughafens soll in Zukunft durch ein Informationsportal in den Abflugterminals hingewiesen werden. In diesem Rahmen stellte sich das Problem, wie der Wert des Naturerbes, seine Vielfalt und seine Einzigartigkeit an einem Ort wie dem Flughafen vermittelt werden können. Diese Fragestellungen hat der Flughafen Köln/Bonn, vertreten durch die Abteilungen Umwelt und Marketing, unter 20 Studierenden des Lehrstuhls für Landschaftsarchitektur der RWTH Aachen als Wettbewerb ausgelobt.

Zum Sieger des Wettbewerbes kürte jetzt eine Jury mit Vertretern des Flughafens, mit Prof. Dr. Frank Lohrberg, Inhaber des RWTH-Lehrstuhls für Landschaftsarchi­tektur, und mit Michael Jaeger, Planungsdezernent des Rhein-Sieg-Kreises, den Entwurf „Sonnentau“ von Philipp van Noppen. Er studiert Stadtplanung im Masterstudiengang an der RWTH. Mit einem überdimensionalen Sonnentau - eine fleischfressende Pflanze aus den moorigen Bereichen der Wahner Heide - als Eye­catcher weist er auf das Naturerbe hin. Zudem will er detaillierte Informationen über Bedeutung und Pflege der Wahner Heide im Terminalbereich vor dem Hintergrund einer abstrahierten Heidelandschaft vermitteln. Weitere Preise gingen an Eva Deuster, Masterstudiengang Stadtplanung, und das Team Sofia Rivandeneira und Nikolas Kerschke, Diplomstudiengang Architektur, für ihre Arbeiten „Kleine Heide­terrasse“ und „Linking“.

Die RWTH-Studierenden wurden mit einem Preisgeld von 500 Euro und Sachpreisen ausgezeichnet. Passend zur laufenden Session erhielt Philipp van Noppen zudem den Karnevalsorden des Flughafen Köln/Bonn. Der Flughafen plant die Umsetzung des Siegerentwurfs in Zusammenarbeit mit dem Preisträger.