Nachwuchs erforscht die Dunkle Materie

16.05.2011

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Mit 2,5 Millionen Euro wird die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in den nächsten viereinhalb Jahren die Ausbildung von 12 besonders qualifizierten Doktorandinnen und Doktoranden auf dem Gebiet der Teilchen- und Astroteilchenphysik fördern. An dem Graduiertenkolleg sind zehn Professorinnen und Professoren der RWTH Aachen beteiligt. Ziel des Kollegs ist es, in diesem aktuellen Forschungsgebiet der Grundlagenforschung die Grenzen des Standardmodells der Teilchenphysik zu untersuchen.

 

Mit der Inbetriebnahme des Large Hadron Collider-Beschleunigers (LHC) am CERN in Genf erwarten die Wissenschaftler dazu in den nächsten Jahren wesentliche neue Erkenntnisse. „Wir hoffen damit Beiträge zur Beantwortung von wichtigen Fragen der Grund-lagenforschung, wie dem Ursprung der Masse der Elementarteilchen, der Natur der Dunklen Materie oder der Ursache der Materie-Anti-Materie Asymmetrie im Universum zu leisten“, erläutert Univ.-Prof. Dr. rer.nat. Stefan Schael, Inhaber des Lehrstuhls für Experimentalphysik und Sprecher des neuen Graduiertenkollegs.

Die Nachwuchswissenschaftler der experimentellen Forschergruppen werden an be-deutenden internationalen Projekten beteiligt sein. Dazu gehört neben dem Compact Muon Solenoid (CMS)-Experiment am LHC-Beschleuniger in Genf auch die Auswertung der Daten des Alpha-Magnet-Spektrometer (AMS), der in diesem Monat an der Internationalen Raumstation ISS installiert wird. Weitere Beispiele sind das Pierre-Auger-Projekt in Argentinien sowie das IceCube-Experiment am Südpol, bei denen es um die Analyse hochenergetischer kosmischer Strahlen geht. Durch die Verbindung von Astroteilchenphysik und Teilchenphysik ergibt sich an der RWTH die Möglichkeit, die genannten Fragestellungen mit komplementären Ansätzen im Zusammenspiel zwischen Theorie und Experiment zu untersuchen, die sich gegenseitig ergänzen und befördern.