Die Leistungsfähigkeit von Batterien bewerten

09.02.2024
Mann steht in einem Labor. Urheberrecht: © Peter Winandy

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt „SPEED“ von Dr. Weihan Li und seiner RWTH-Nachwuchsgruppe.

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Weihan Li

Nachwuchsgruppenleiter Machine Learning for Batteries

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Mit seinem Projekt „SPEED - Schnelle Charakterisierung der Leistungsfähigkeit von Lithium-Ionen-Batterien aus der Produktionslinie mit maschinellem Lernen“ wird Dr. Weihan Li mit seiner Nachwuchsgruppe „Artificial Intelligence for Batteries" am Center for Ageing, Reliability and Lifetime Prediction of Electrochemical and Power Electronic Systems (CARL) der RWTH Aachen innovative Ansätze entwickeln, um die Bewertung der Leistungsfähigkeit von Batterien aus den Produktionslinien mithilfe von maschinellem Lernen zu automatisieren, zu digitalisieren und zu beschleunigen. Diese Arbeit ermöglicht eine rasche Rückmeldung über die Leistungsfähigkeit der Batterien insbesondere in Bezug auf die Lebensdauer für verschiedene Anwendungsfälle. Dadurch werden der Test- und Entwicklungsprozess von Batterien erheblich beschleunigt und die Entwicklungskosten gesenkt.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert Lis Projekt nun im Rahmen seines Wettbewerbs „BattFutur – Nachwuchsgruppe Batterieforschung“ mit 1,85 Millionen Euro für die kommenden fünf Jahre. Die Förderinitiative „BattFutur“ ist Teil des Konzepts „Forschungsfabrik Batterie“ im Rahmenprogramm „Vom Material zur Innovation“, welches integraler Bestandteil der Hightech-Strategie der Bundesregierung ist.

Ziel dieser Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist es, optimale Startbedingungen zu schaffen, um exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Bereich der Batterietechnologie für die deutsche Wissenschaft und Wirtschaft zu gewinnen. Die Fördermittel ermöglichen es Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern, an einer Hochschule oder außeruniversitären Forschungseinrichtung in Deutschland eine unabhängige Nachwuchsgruppe aufzubauen.

Produktionskapazitäten für Batteriezellen in Europa erweitern

Durch den Einsatz von automatisierten Diagnoseverfahren, fortschrittlicher Testinfrastruktur und digitalen Modellen strebt Weihan Li mit seinem Team an, die Produktionskapazitäten für Batteriezellen in Europa zu erweitern und die Qualitätssicherung zu optimieren. Die im Rahmen des Projekts gewonnenen Ergebnisse können direkt in den Produktionsprozess integriert werden, indem direkte Schnittstellen zur Produktionslinie eingerichtet werden.

Seit 2022 leitet Dr. Weihan Li seine Nachwuchsgruppe, nachdem er 2021 mit Auszeichnung in Elektrotechnik und Informationstechnik an der RWTH Aachen promoviert hat. Sein Masterstudium in Fahrzeugtechnik und Transport hat er 2017 an der RWTH im Anschluss an sein Bachelorstudium in Fahrzeugtechnik an der Tongji University im Jahr 2014 abgeschlossen. Er forschte am Imperial College London, der University of Oxford und dem Massachusetts Institute of Technology. Dr. Li ist unter anderem Preisträger des Deutschen Studienpreises der Körber Stiftung, des Reichart-Preises der Akademie Gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt, des vgbe Innovationspreises, des RWTH-Innovationspreises und des Battery Young Research Awards.