Kick-Off für "IGaDtools4MINT"

06.04.2011

Trotz ambitionierter Bemühungen in Sachen Forschung, Modellprojekten und Förderprogrammen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), steigt die Zahl der Frauen in den entsprechenden Studiengängen weiterhin nur langsam. Hier setzt das Forschungsprojekt „IGaDtools4MINT“ an, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

 

In Anlehnung an das erfolgreiche Hochschulprojekt der amerikanischen Carnegie Mellon University, durch welches der Anteil der weiblichen Studienanfängerinnen im Fach Informatik aufgrund eines breiten Maßnahmenkataloges von 7% auf 42% gesteigert werden konnte, entwickelt IGaDtools4MINT durch die Analyse bundesweiter Best Practice-Maßnahmen Konzepte für eine gendergerechte Lehre und eine Öffnung der gesamten Fachkultur für diverse Frauen und Männer.

Durch diesen Prozess soll ein Toolkit entwickelt werden, welches den Anteil von Frauen und anderen bisher unterrepräsentierten Gruppen (z.B. Menschen mit Migrationshintergrund oder mit nicht-akademischem Familienhintergrund) nachhaltig erhöhen soll. Das während der Projektlaufzeit an der RWTH entwickelte Toolkit soll nach seiner Fertigstellung an der TU Berlin erprobt und nach erfolgreicher Testphase auch an weitere Technischen Universitäten übertragen werden.

IGaDtools4MINT ist ein Kooperationsprojekt der Stabstelle Integration Team – Human Resources, Gender and Diversity Management und des Informatiklehrstuhls I9 der RWTH sowie des Fachgebietes Gender und Diversity Management in den Ingenieurwissenschaften und des Instituts für Telekommunikationssysteme an der TU Berlin. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und eine Fördersumme von 500.000 €.