Prima fürs Klima - RWTH Aachen wird neuer Partner im Climate-KIC Netzwerk

11.05.2012

Climate-KIC, eine öffentlich-private Partnerschaft (Knowledge and Innovation Community), die vom Europäischen Institut für Innovation und Technologie (EIT) finanziert wird, fördert die Zusammenarbeit zwischen europäischen Forschungseinrichtungen, Universitäten, Regierungen und Unter-nehmen auf dem Gebiet des Klimawandels. Ziel ist es, den globalen Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft zu nachhaltiger, klimaverträglicher Wirtschaft voranzutreiben, Klimainnovationen anzuregen und zu beschleunigen und  Europa wirtschaftlich durch Know-How, Firmen & Jobs zu stärken. 

 

Rund einhundert Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und führende Unternehmen in ganz Europa arbeiten bereits als Partner im Climate-KIC zusammen. Mit der RWTH Aachen ist nun eine weitere namhafte akademische Institution Mitglied im Netzwerk geworden.

Die RWTH Aachen ist Affiliate Partner des deutschen Climate-KIC Centers. Hans-Jürgen Cramer, Direktor von Climate-KIC Germany, freut sich einen derartig hochkarätigen Partner hinzugewonnen zu haben: „Die RWTH Aachen steht in Deutschland nicht nur für hervorragender Forschung und Lehre, sie verfügt zudem über ein engmaschiges Netz an ausgesuchten industriellen Kontakten und ist die drittmittelstärkste Universität des Landes. Gerade diese ausgeprägte Umsetzungsorientierung in Zusammenarbeit mit der Industrie bietet allen Beteiligten des Climate-KIC zusätzliche Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und Unterstützung.“ Insbesondere für die von Climate-KIC geförderten innovativen Startups erhofft sich Cramer ein zusätzliches starkes Angebot an universitärer und industrieller Unterstützung.

Professor Rossaint, Prorektor für Struktur und Forschung der RWTH Aachen, begrüßt die neue Kooperation außerordentlich und freut sich auf innovative Projekte zwischen dem ausgewählten Netzwerk von Climate-KIC Partnern und Instituten der RWTH Aachen. Insbesondere die Kernbereiche des Climate-KIC, wie zero-carbon production und climate change, sind auch im Fokus der Forschungsaktivitäten der RWTH Aachen, die sich unter anderem in den Exzellenzclustern wiederfinden.

Die RWTH Aachen ist die Integrierte Interdisziplinäre Technische Hochschule Deutschlands und gehört mit ihren 260 Instituten in neun Fakultäten zu den führenden europäischen Forschungseinrichtungen und unterhält enge Beziehungen zu Wirtschaftsunternehmen. Einen direkten Beitrag zu den Themen des Climate, wie der low-carbon economy, wird neben dem Exzellenzcluster „Tailor-made Fuels from Biomass“, auch die Erforschung der effizienten Energienutzung und -gewinnung durch JARA-ENERGY, teil der JARA Jülich Aachen Research Alliance mit dem Forschungszentrum Jülich, leisten. Darüber hinaus bestehen bereits enge Kooperationen zu den Kernpartnern des Climate-KIC wie der IDEA League, der TU9 sowie den Unternehmen Bayer und E.ON.

Eine enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft findet an der RWTH Aachen auf dem neuen integrierten Forschungscampus statt, der mit einer Gesamtfläche von 2,5 Quadratkilometern einer der größten technologieorientierten Forschungsareale Europas sein wird. Für 19 fachlich ausgerichtete Forschungscluster entsteht eine neue Infrastruktur zur ganzheitlichen und multidisziplinären Zusammenarbeit und Forschung der Institute und Fakultäten der RWTH Aachen mit bis zu 250 nationalen und internationalen Technologieunternehmen. Hier hat das Forschungscluster „Sustainable Energy“ die Steigerung der Energieeffizienz sowie der Umstellung auf nachhaltige Energieerzeugung zum Ziel. Auch die Ansiedlung des interdisziplinären E.ON Research Centers mit 5 RWTH Professuren in verschiedenen Fakultäten bietet die Möglichkeit, komplexe Problemstellungen der nachhaltigen Energieversorgung zu untersuchen und der Forschungsstandort Nr. 1 im Bereich der Energieforschung zu werden.

Im Bereich der exzellenten Grundlagenforschung untersucht das CAT Catalytic Center, der RWTH, Bayer MaterialScience und Bayer Technology Services, aktuell in dem vom BMBF geförderten Projekt „Dream Production“, die Herstellung hochwertiger Kunststoffe mit Hilfe von Kohlendioxid, das einen Teil des Erdöls in der Produktion als Lieferant des Elements Kohlenstoff ersetzen kann.

Die RWTH Aachen freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Climate-KIC um bestehende Kooperationen und Projekte zu verstetigen und neue interessante zukunftsweise Projekte mit den Climate-KIC Partnern zu beginnen.

Climate-KIC verfügt europaweit über fünf sogenannte nationale „Co-Location Centres“ und weitere sechs „Regional Implementation and Innovation Centres“. Die Co-Location Centres sind die Knoten im Climate-KIC Netzwerk. Hier treffen sich Wissenschaft und Industrie, hier kommen Politik und Gesellschaft mit den Akteuren des KIC in Kontakt. Partner des deutschen Climate-KIC Centre sind neben dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), die Technischen Universitäten in Berlin, München und Darmstadt, das Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ), das Forschungszentrum Jülich, die Universität Hamburg und die RWTH Aachen sowie als industrielle Partner Bayer, Vattenfall, Gasag, Solarvalley, BSR und BVG.

Das deutsche Co-Location Centre in Berlin koordiniert die Aktivitäten in Deutschland in den Bereichen:

  • Innovations: Entwicklung von Innovationsprojekten, z. B. für klimaneutrale Städte
  • Education: Bildungsinitiativen wie die Climate Academy und Masterprogramme
  • Entrepreneurs: Unterstützung und Förderung von jungen Klimaunternehmern
  • Pathfinder: europaweite Hochskalierung von Innovationsprojekten
 

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