RWTH-Achter mit Sensationserfolg über Cambridge und Pisa

24.05.2012

Bereits die Einladung zur Traditionsregatta Pisa-Pavia war ein Erfolg. Beim Rennen im italienischen Pisa gelang dem RWTH-Achter auch noch der Sensationserfolg. Mit einem Sieg über den legendären Cambridge-Achter und dem Boot der Gastgeber aus Pisa sicherten sich die Ruderer aus Aachen den Pokal bei der 50. Auflage des Rennens.

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Fulminanter hätte der Auftakt in die diesjährige Wettkampfsaison nicht beginnen können. Die Deutschen Hochschulmeister von 2011 siegen in der Traditionsregatta zwischen den Universitäten Pisa und Pavia, die erstmals 1929 ausgetragen wurde. Im Vorlauf traf die Männer aus der Kaiserstadt bereits das härteste Los. Sie mussten ausgerechnet mit dem bärenstarken Boot aus Cambridge, mit dem Boatrace-Sieger der englischen Elitehochschule, um den Finaleinzug kämpfen. Im ersten von zwei Läufen hatte das Boot aus Aachen zunächst Probleme. Auf der zweiten Hälfte der 500 Meter Sprintdistanz konnten die Deutschen jedoch trotz der vermeintlich schlechteren Bahn einen eindrucksvollen Spurt hinlegen und gewannen schließlich sogar mit gut einer Bootslänge Vorsprung vor den Briten. Eine herbe Niederlage für die Recken von der Insel.

Im zweiten Vorlauf kam es für die jedoch noch dicker. Der RWTH-Achter spielte seine außerordentlichen Startqualitäten voll aus und lag bereits nach 300 Metern weit in Führung. Den Sensationserfolg ließen sich die Männer nicht mehr nehmen. Im Finallauf mussten sie, gegen das Boot der Gastgeber aus Pisa antreten. Gut 2000 Zuschauer säumten die Regatta-Strecke auf dem Arno. In der toskanischen Abendsonne wurden sie Zeugen eines ungefährdeten Start-Ziel-Sieges des RWTH-Achters, der sich damit den Sieg bei der Jubiläumsregatta sicherte. Sieger und Besiegte feierten anschließend im Rahmen eines feierlichen Banketts im Kloster Certosa di Calci o di Pisa. Für die Ruderer aus Aachen war dieser Saisonauftakt unerwartet erfolgreich.

Der eigentliche Saisonhöhepunkt, die Deutsche Hochschulmeisterschaft in Bad Lobenstein, findet erst in rund 5 Wochen statt. Bis dahin trainieren Schlagmann Christian Reckzügel, Andreas Penkner, Mario Friese, Julian Zawila, Niklas Kell, Florian Heesen, Stefan Nolden, Jonas Wilke und Steuermann Frederik Böhm weiter für die Mission Titelverteidigung. Der Sensationserfolg von Pisa dürfte den nötigen Rückenwind geben.