Aachener Wissenschaftler suchen nach Gewürzmetallen

29.12.2010

Ob Kamera, Flachbildschirm oder Brennstoffzelle - ohne Gewürzmetalle wie Indium, Tantal, Lithium oder Palladium können diese Produkte nicht hergestellt werden. Die wertvollen Metalle tragen ihren Namen, weil sie wie Gewürze nur in geringen Mengen benötigt werden, aber gleichzeitig unverzichtbar sind. Indium beispielsweise ist selten und teuer, ein Kilogramm kostete in den vergangenen Jahren bereits weit über 500 Euro, für einen Flachbildschirm benötigt man etwa ein Gramm.

 

Über die Suche nach und den Umgang mit Gewürzmetallen berichtet die neueste Ausgabe der RWTHinsight, die Zeitung der Aachener Hochschule. Man findet sie nicht überall, einige Länder wie China verfügen aber über größere Ressourcen. Erschwert wird ihre Gewinnung dadurch, dass sie als chemische Substanzen in anderen Mineralien vorkommen und oft nur mit diesen gemeinsam abgebaut werden können. Am Institut für Mineralogie und Lagerstättenlehre der RWTH Aachen werden daher weltweit die Vorkommen , die Entstehung, das geologische Umfeld und die Wertinhalte von Gewürzmetallen untersucht. Die Wissenschaftler kooperieren hierbei mit Forschern weiterer wissenschaftlichen Disziplinen, damit bei der Suche nach Gewürzmetallen auch die politischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozioökonomischen Aspekte berücksichtigt werden können. So unterstreicht Professor Dr.-Ing. Franz Michael Meyer als Leiter des RWTH-Instituts, dass Alternativen für die knapp werdenden Metalle gefunden werden müssen, wozu auch eine bessere Recycelbarkeit von Elektroschrott gehöre.

Über diese Forschungen und weitere Neuigkeiten aus dem Leben der Aachener Hochschule kann in der RWTHinsight 4/2010 nachgelesen werden. Sie ist kostenlos anzufordern unter der Telefonnummer 0241 / 80-94322.

i.V. Renate Kinny

Stand: 12/2010

 

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