Open Innovation

28.06.2012

Mehr als 150 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand der gesamten Grenzregion trafen sich Donnerstag im Forum M in Aachen zur Veranstaltung "Open Innovation – Ein Weg zu erfolgreicher grenzüberschreitender Kooperation von kleinen und mittelständischen Hightech-Unternehmen". Hochkarätige Experten aus der Innovationsforschung, darunter Professor Joel West vom Keck Graduate Institute of Applied Sciences, Claremont, USA, und Professor Dr. Frank Piller, Direktor für Technologie- und Innovationsmanagement an der RWTH Aachen, beleuchteten die besonderen Chancen für Unternehmen, sich durch „offene“ Innovationsstrategien besser für die Herausforderungen des globalen Wettbewerbs aufzustellen.

 

Während der Veranstaltung, die im Rahmen des grenzüberschreitenden Projektes „Top Technologie-Cluster“ (TTC) stattfand, kamen auch bereits grenzüberschreitend aktive Unternehmen, darunter Pulseform BV und Kriya Materials BV aus Limburg, Niederlande, AnSem NV aus Flämisch-Brabant, Belgien, sowie WSE Ltd./Pyrotop AG und Irmato Industrial Solutions GmbH aus der Region Aachen zu Wort, die über ihre konkreten Erfahrungen und praktischen Möglichkeiten mit diesem Innovationsansatz in der Euregio Maas-Rhein berichteten.

Im Rahmen des nunmehr 18 Monate laufenden Projektes TTC, das darauf ausgerichtet ist, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in der vergrößerten Euregio Maas-Rhein auszubauen, konnten bereits erste Erfolge bzw. Unternehmen ausgezeichnet werden. Dr. Ahmet Lokurlu, Geschäftsführer der Solitem GmbH in Aachen, und Dr. Stefan Bergfeld, Prokurist der 4Jet Technologies GmbH aus Alsdorf, wurde jeweils ein Innovationsgutschein in Höhe von 5.000 Euro für die Durchführung von grenzüberschreitenden Machbarkeitsstudien überreicht.

Solitem strebt gemeinsam mit dem niederländischen Unternehmen Thermoflor die Integration solarthermischer Anlagen in Glashäuser für unterschiedliche Anwendungen an. 4Jet Technologies will gemeinsam mit dem belgischen Zelthersteller Veldeman eine Innovation in der Photovoltaikanwendung voranbringen, bei der die Flexibilität von Textilien mit der Effizienz von silizium-basierten Solarmodulen verbunden wird.

Wirtschaftlich-technologische Potenziale nutzen

Gleichermaßen optimistisch gaben sich die Projektbeteiligten. Ralf P. Meyer, Projektleiter bei der AGIT mbH, betonte: „Die gemeinsamen Anstrengungen des Projektteams aus 19 Partnern tragen erste Früchte. Wir haben begonnen, das in den Regionen vorhandene wirtschaftlich-technologische Potenzial für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit nutzbar zu machen, um neue Innovationen auf den Weg zu bringen. Es freut mich ganz besonders, dass wir die ersten Innovationsgutscheine an zwei Unternehmen aus der Aachener Region überreichen konnten.“

Auch Dieter Begaß, Leiter des Fachbereichs „Wirtschaftsförderung und Europäische Angelegenheiten“ der Stadt Aachen, unterstrich die ersten Erfolge des Projektes: „Kooperation über die Grenzen hinweg sehen wir als große Chance für die Wirtschaft in der Region. Die TTC-Initiative bestätigt uns darin, dass Unternehmen die Herausforderungen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit überwinden und großen Nutzen für ihre tägliche Praxis hieraus ziehen können.“

Das Projekt TTC sowie der seit Mitte Mai zur Verfügung stehende Innovationsfonds GCS, der insgesamt mit über 10 Mio. Euro ausgestattet ist, bilden wichtige Grundlagen für den Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit für KMU im Hightech-Sektor der Drei-Länder-Region. „Im Rahmen des Innovationsfonds GCS können grenzüberschreitende Konsortien aus mindestens zwei KMU aus zwei Ländern seit dem 15. Mai in einem Wettbewerbsverfahren eine Förderung zwischen 100.000 und 250.000 Euro zur Realisierung ihres Innovationsvorhabens erhalten. Erste Anträge liegen uns bereits vor“, so Theo Hommels von der Industriebank LIOF in Maastricht.

Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Ralf P. Meyer
AGIT mbH
Tel.: +49 (0)241 / 963-1039
E-Mail: r.meyer@agit.de

Nora Robertz, M.Sc., M.A.
Stadt Aachen
Tel.: +49 (0)241 / 432-7647
E-Mail: nora.robertz@mail.aachen.de