Auszeichnung für RWTH-Juniorprofessorin

02.12.2010

Das Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste nimmt jetzt fünfzehn neue Mitglieder auf. Zu ihnen gehört die Juniorprofessorin Karen Veroy-Grepl von der RWTH. Die offizielle Aufnahme erfolgt in Anwesenheit von NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze im Januar im Rahmen des Neujahrskonzerts der Akademie.

 

Für die jungen Spitzenwissenschaftlerinnen und Spitzenwissenschaftler ist die Berufung in die Nachwuchsschmiede der Akademie eine hohe Auszeichnung. Seit der Gründung des Kollegs im Jahr 2007 wurden insgesamt 50 Kollegiaten berufen, die fachlich, finanziell und ideell unterstützt werden. Zur Finanzierung der ersten beiden Fördersequenzen von jeweils vier Jahren konnte die Akademie die Stiftung Mercator mit Sitz in Essen gewonnen werden. Es handelt sich um eines der größten Förderprogramme einer privaten Stiftung zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Nordrhein-Westfalen.

Die 1975 geborene Karen Veroy-Grepl ist seit Juni dieses Jahres Juniorprofessorin für das Fach Hochleistungsrechnen ingenieurmäßiger Modelle am Aachen Institute for Advanced Study in Computational Engineering Science (AICES) der Aachener Hochschule. Ihr aktueller Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich Computational Engineering Science an der Schnittstelle zwischen Mathematik und den Ingenieurwissenschaften. Ihr Interesse gilt dabei vor allem der Entwicklung effizienter numerischer Methoden zur Lösung partieller Differentialgleichungen. Ziel ihrer Forschung ist, eine Lösung von Optimierungsproblemen, Inversen Problemen und Regelungsproblemen in Echtzeit zu ermöglichen.

Vor ihrer Tätigkeit an der RWTH studierte Karen Veroy-Grepl Physik an der Ateneo de Manila University auf den Philippinen. Anschließend ging sie in die USA an das Massachusetts Institute of Technology - kurz MIT -, wo sie 2001 den Master of Science und 2003 den Doctor of Philosophy in Civil Engineering machte. Nach ihrer Promotion arbeitete sie am MIT als Postdoktorandin. Nach einer zwei jährigen Tätigkeit als Research and Development Trainee bei der Robert Bosch GmbH in Stuttgart verbrachte sie zwei Jahre in Elternzeit. Seit September 2009 leitet sie eine wissenschaftliche Nachwuchsgruppe an der RWTH.

i.A. Sabine Rittinger

 

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