Study – ready – stay! Ausländische Studienabsolventen als Fachkräfte gewinnen

09.07.2012

Arbeitsagentur Aachen, RWTH Aachen und die Städteregion Aachen starteten am 9.7.2012 neue Initiative zur Fachkräftesicherung: Wettbewerb im Zeichen der Globalisierung, technologischer Wandel und demografische Entwicklung führen auch in der Region Aachen zu enormen Herausforderungen bei der Sicherung von qualifizierten Fachkräften. Bereits jetzt sind Engpässe in manchen Berufsfeldern, wie beispielsweise in der IT- Branche und bei Ingenieuren der Metall- und Elektrobranche zu identifizieren.

 

Gleichzeitig studieren an der RWTH fast 5.500 Ausländer. Am stärksten vertreten sind Studierende aus China (900), aus der Türkei (500) und aus Indien (356). Die ausländischen Studierenden sind vor allem auch in den Ingenieurwissenschaften und der Informatik zu finden- genau in den Branchen, in denen die genannten Engpässe bereits jetzt immer spürbarer werden.

Angesichts des hohen Fächkräftebedarfs in diesen Bereichen ist es notwendig, das hohe Potential der Studierenden verstärkt zur regionalen Fachkräftesicherung zu gewinnen.

study – ready – stay! Dieses Motto prägt die Arbeit dieser Initiative: Studienabsolventen in der Region zu halten, ihnen Arbeitsangebote zu unterbreiten und Hilfestellungen anzubieten, ist das Ziel der Kooperationspartner. Zwei Drittel der Studierenden aus Nicht-EU-Staaten würden nach ihrem Hochschulabschluss gerne noch eine Zeit lang in ihrem Gastland arbeiten. Hier wird angesetzt: Das Potenzial der ausländischen Fachkräfte soll durch Arbeitsangebote an die Region gebunden werden. Es liegt auf der Hand: Absolventen und Unternehmen können nur gewinnen!

Die Agentur für Arbeit Aachen, die RWTH mit dem Career Center und dem International Office, die Städteregion Aachen mit dem Ausländeramt und die Regionalagentur der AGIT starten nun mit einem neuen Format mit dem Ziel, die hoch qualifizierten Absolventen an die Region zu binden.

Im Super-C fand am 09.07.2012 eine erste gemeinsame die Auftaktveranstaltung für ausländische Studierende statt: Möglichkeiten und Chancen eines berufsbezogenen Verbleibs wurden aufgezeigt und die Voraussetzungen erläutert, die bei der Suche nach einer ersten Beschäftigung beachtet wer-den müssen. Themenschwerpunkte waren dabei die Arbeitsmarktlage und die damit verbundenen Perspektiven, die Strategien der Jobsuche sowie aufenthaltsrechtliche Fragen.

Unternehmen der Region stellten exemplarisch ihre Stellenangebote vor, ehemalige ausländische Studierende schilderten, wie ihnen der berufliche Einstieg gelang. Für die 84 angemeldeten Studienabsolventen wurden diese Informationen ergänzt durch das Angebot eines weitergehenden Integrationscoachings, das durch Experten der Arbeitsagentur durchgeführt wird.