Mehr Platz für Zukunftsthemen

11.11.2010

Die gemeinsame Bund-Länder Förderung hat jetzt den Neubau NGP2 für die Aachener Verfahrenstechnik in sein Förderprogramm für 2011 aufgenommen

 

Die „Aachener Verfahrenstechnik“ besteht aus einem Verbund von sechs ingenieurwissenschaftlichen RWTH-Lehrstühlen. Die bisher an mehreren Standorten verteilten Forschungseinrichtungen sollen in einem Neubau gebündelt werden und Raum für die in jüngster Zeit erweiterten Kapazitäten sowie interdisziplinäre Kooperation bekommen. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat jetzt auf Empfehlung des Wissenschaftsrates beschlossen, den Bau des „Center for Next Generation Processes and Products“ (NGP2) in die gemeinsame Bund-Länder-Förderung aufzunehmen. Diese Form der Unterstützung ist „Forschungsbauten an Hochschulen einschließlich Großgeräten in Fällen überregionaler Bedeutung“ vorbehalten. Die GWK wird demnach mit rund 48,3 Millionen Euro die gesamten Kosten für den geplanten Neubau in Melaten zur Verfügung stellen. Die Summe schließt auch die Anschaffung von Großgeräten für die Forschung ein. Zurzeit wird die Vorentwurfsplanung erstellt. Der Baubeginn soll im Oktober 2012 stattfinden und zwei Jahre später die Übergabe an die Nutzer.

NGP² steht gleichzeitig für ein Forschungsprogramm, dessen Stärke im ganzheitlichen Gesamtkonzept der verfahrenstechnisch zentrierten Grundlagenforschung liegt, gleichzeitig aber einen deutlichen Anwendungsbezug aufweist. Dieses Programm bildet auch die Basis für neue Wertschöpfungsketten von regenerativen Kohlenstoffquellen zu neuen stofflichen Produkten. NGP2 steht damit für eine intensive Vernetzung von Ingenieur-und Naturwissenschaften. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit soll an dem künftigen Standort in unmittelbarer Nachbarschaft zu diesen wissenschaftlichen Partnern in einer neuen Qualität fortgesetzt werden. So bietet das NGP2 beispielsweise Raum für entsprechende Arbeitsgruppen und eine hochwertige experimentelle Infrastruktur zur gemeinsamen Nutzung der Partner.

i.A. Sabine Busse