RWTH-Professor Barben wurde in den Bioökonomierat berufen

04.10.2012

Der Wissenschaftler Univ.- Prof. Dr. Daniel Barben wurde als neues Mitglied in den Bioökonomierat der Bundesregierung berufen. Der Politik- und Sozialwissenschaftler hat an der Aachener Hochschule die vom VDI geförderte Professur für Zukunfts­forschung und die Leitung des gleichnamigen Lehrstuhls inne.

  RWTH-Professor Daniel Barben wurde in den Bioökonomierat berufen. Urheberrecht: © Peter Winandy RWTH-Professor Daniel Barben wurde in den Bioökonomierat berufen.

Am 20. September 2012 traf sich der Bioökonomierat in neuer Zusammensetzung zu seiner konstituierenden Sitzung in Berlin. Gemeinsam mit 17 weiteren hochkarätigen Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen der Wissenschaft und der Wirtschaft gibt Professor Barben Empfehlungen an die involvierten sieben Ministerien zu nötigen Weichenstellungen auf dem Weg zur biobasierten Wirtschaft auf nationaler und internationaler Ebene. Das 2009 unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Bundesministeriums für Er­nährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eingerichtete Gremium wird in seiner zweiten Amtsperiode bis 2016 die Bundesregierung unter anderem bei der Umsetzung der „Nationalen Forschungsstrategie Bioökonomie 2030“ beraten.

In der begonnenen zweiten Amtsperiode sollen verstärkt die sozioökonomischen Aspekte der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen wie Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen beleuchtet werden. Mit der Förderung der Bioökonomie will die Bundesregierung Verantwortung für die Welternährung, die Rohstoff- und Energie­versorgung aus Biomasse sowie für den Klima- und Umweltschutz übernehmen. Im Rahmen der „Nationalen Forschungsstrategie Bioökonomie 2030“, die auf Empfehlungen des ersten Bioökonomierats basiert, werden zwischen 2010 und 2016 2,4 Milliarden Euro für Forschung zur Umsetzung einer wissensbasieren Bioöko­nomie zur Verfügung gestellt. Das Ziel ist, durch Forschung und Innovation den Strukturwandel von der erdöl- hin zur biobasieren Industrie zu ermöglichen, der mit großen Chancen für Wachstum und Beschäftigung verbunden ist. Dabei soll der Bio­ökonomierat Perspektiven aufzeigen, wie Deutschland in der künftigen Bioökonomie eine führende Rolle einnehmen kann.

Die Forschungsschwerpunkte des 51-jährigen RWTH-Wissenschaftlers Daniel Barben sind unter anderem die Wissenschafts-, Technik- und Innovationsforschung. Dabei nehmen die vergleichenden Perspektiven auf globale Herausforderungen bezüglich Gesundheit, Ernährung, Energie und Klima­wandel einen besonderen Stellenwert ein.