Imaging for Industry

17.10.2012

Die Bedeutung industrieller Bildverarbeitung für Unternehmen steigt stetig an und zeigt sich nicht zuletzt durch das zweistellige Umsatzplus in der Bildverarbeitungsindustrie in den vergangenen beiden Jahren. So erreichten allein die deutschen Bildverarbeiter einen Rekordbranchenumsatz von 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2011. Bildverarbeitungssysteme haben sich als ein sehr flexibles, schnelles und zuverlässiges Messverfahren etabliert. Die Potenziale für die Anwender reichen von Maßhaltigkeitskontrollen über Oberflächeninspektion bis hin zur Simulation und Visualisierung. Durch immer kostengünstigere Hardware-Komponenten sowie effizientere Auswerteverfahren nimmt die Leistungsfähigkeit von Bildverarbeitungssystemen ständig zu. Gleichzeitig steigt jedoch die Komplexität dieser Systeme weiter an. Für Anwender industrieller Bildverarbeitung wird es daher zunehmend schwieriger, den Überblick über diese Messtechnik zu behalten, sowie die aktuellen Potenziale zu erkennen und neutral bewerten zu können. Eine weitere Folge der zunehmenden Technisierung ist der Verlust des Bewusstseins über die Prozesskette von der Bildaufnahme, über die Bildverarbeitung bis hin zur automatisierten Entscheidung.

 

Aus diesem Grund lädt das Interdisciplinary Imaging & Vision Institute Aachen (i3ac) erstmalig Anwender industrieller Bildverarbeitung am 24./25. Oktober 2012 zur Veranstaltung „Imaging for Industry“ nach Aachen in den Business & Events Bereich des Aachener Tivoli Stadions ein.

Experten aus unterschiedlichen Disziplinen der Bildverarbeitung und Computer Vision referieren auf der „Imaging for Industry“ über die  vielfältigen Möglichkeiten und Grenzen der Bildverarbeitung. Den Teilnehmern  sollen zusätzliche Kenntnisse vermittelt werden, die bei der Beschaffung und Entwicklung von Bildverarbeitungssystemen nützlich sind, sowie dazu beitragen, Optimierungspotenziale aufzudecken. Zusätzlich bietet „Imaging for Industry“ den Teilnehmern die Möglichkeit, im Rahmen einer Workshop-Phase  aktuelle Problemstellungen mit den Experten des i3ac zu diskutieren. Die interdisziplinäre Veranstaltung richtet sich insbesondere an Anwender und Interessenten der industriellen Bildverarbeitung sowie Mitarbeiter aus den Bereichen Qualitätssicherung, Produktion, Prozessoptimierung und Automatisierung.

Das i3ac als Veranstalter von „Imaging for Industry“, ist das Kompetenzzentrum für Bildgebung und -verarbeitung zur Fokussierung und Weiterentwicklung der Zusammenarbeit Aachener und Jülicher Forschergruppen. Durch den Zusammenschluss von bisher 11 Instituten der RWTH Aachen, der FH Aachen sowie des Forschungszentrums Jülich werden die Kompetenzen aus verschiedenen Bereichen der Bildverarbeitung gezielt gebündelt. Das i3ac schafft dabei eine Anlaufstelle, um Antworten auf weitreichende, interdisziplinäre Fragestellungen der Bildgebung, -verarbeitung, -darstellung und -interpretation im industriellen, medizinischen und naturwissenschaftlichen Umfeld zu liefern. Industriepartner gestalten das Kompetenzzentrum durch zukunftsweisende Projekte in den Themen im Bereich Bildgebung, Bildverarbeitung und Visualisierung aktiv mit.

„Imaging für Industry“ startet am Abend des 24. Oktober mit einem Get-togehter, bei dem sich das i3ac vorstellt und die beteiligten Institute ausgewählte Entwicklungen präsentieren. Am folgenden Tag referieren Experten aus Forschung und Industrie über Grundlagen und Anwendungsbeispiele industrieller Bildverarbeitung. Im zweiten Teil des Tages gibt es für alle Teilnehmer die Möglichkeit eigene Problem- und Fragestellungen zu diskutieren. Die Experten des i3ac analysieren diese vor Ort und helfen, Lösungsansätze zu entwickeln.

 

Externe Links

  • i3ac

    Homepage des Interdisciplinary Imaging & Vision Institute Aachen