Connected Visual Reality

28.02.2013

Connected Visual Reality (CoVR) ist ein Forschungsprojekt mit dem Ziel, Qualität und Akzeptanz audiovisueller Kommunikationssysteme zu verbessern. HD Videokonferenz- und Telepräsenzsysteme gewinnen zunehmend an Bedeutung, sowohl im Geschäfts- wie auch im Privatkundenbereich. Um die Verbreitung solcher Systeme zu steigern, muss die oftmals eingeschränkte Interoperabilität der Systeme sowie die Audio- und Videoqualität verbessert werden.

 

Interoperabilität bedeutet, dass verschiedene Teilnehmer Endgeräte und Netzwerkinfrastruktur unterschiedlicher Hersteller nutzen können. Neue Methoden der Audio- und Videosignalverarbeitung, Kodierung, und Übertragung sollen zudem die Qualität und Effizienz zukünftiger Systeme verbessern.

Die Projektpartner arbeiten u.a. an der Entwicklung und Standardisierung von HEVC (ITU-T/MPEG High Efficiency Video Coding). Mit dem neuen HEVC Standard wird lediglich die halbe Bitrate benötigt, um einen Videostrom bei gleicher Qualität wie mit dem bisherigen H.264/AVC Standard zu übertragen.

Ein Beispiel aus dem Bereich Audio ist die Entwicklung neuer Algorithmen zur künstlichen Bandbreitenerweiterung. Diese erhöhen die Sprachverständlichkeit insbesondere, wenn sich Teilnehmer aus dem klassischen Fest- und Mobilfunknetz in HD Konferenzen einwählen.

Neue Funktionalitäten für Videokonferenzen in CoVR stützen sich auf eine kombinierte Video- und Audioanalyse. Personen in einem Konferenzraum können detektiert und räumlich lokalisiert werden. Diese Informationen werden anschließend zur verbesserten Signalverarbeitung und Medienkodierung eingesetzt.

Auf dem Gemeinschaftsstand des Landes NRW (CeBIT 2013: Halle 9, Stand D34) stellt CoVR einen Demonstrator für Live-Videokonferenzen vor. Ein Client auf der CeBIT wählt sich in eine Videokonferenz mit den Projektpartner in Aachen ein und zeigt neue Funktionalitäten aus CoVR.

CoVR ist ein Gemeinschaftsprojekt der Unternehmen Ericsson GmbH, MainConcept GmbH, part of Rovi, und zweier Institute der RWTH Aachen: dem Institut für Nachrichtentechnik, und dem Institut für Nachrichtengeräte und Datenverarbeitung. CoVR wird im Rahmen des durch die EU (EFRE) mitfinanzierten Ziel 2-Programms des Landes NRW gefördert.