ATC feiert den Spatenstich zum Ausbau des Aldenhoven Testing Centers

11.04.2013

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Der Aufbau des neuen Mobilitätstestzentrums geht in die entscheidende Phase: mit dem Spatenstich am 10.04.2013 beginnt nach umfangreichen Vorarbeiten und Planungen die Bautätigkeiten zum zweiten Bauabschnitt des Aldenhoven Testing Centers. Hierbei werden auf dem ehemaligen Zechengelände Emil Mayrisch bis Ende 2013 die Möglichkeiten zur Forschung und Entwicklung auf dem Automobil-Prüfgelände ausgebaut. Neben der bereits seit 2009 in Betrieb befindlichen Fahrdynamikfläche werden in diesem Bauabschnitt nach der Erschließung vor allem ein Ovalkurs, eine Bremsenstrecke, eine Schlechtwegstrecke, ein Handlingkurs sowie ein Steigungshügel. Die Gesamtkosten für den zweiten Bauabschnitt betragen insgesamt ca. 9.5 Mio. €, von denen 80% durch eine Fördermaßnahme des Landes NRW zur Verfügung gestellt werden. Dem ehemaligen Zechengelände Emil Mayrisch wird damit endgültig eine zukunftsweisende Nutzung zuteil. Das Besondere des entstehenden Testzentrums: „Es ist offen für alle interessierten kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), die Forschungen auf dem Gebiet der Mobilität durchführen wollen und dafür ein Prüfgelände benötigen“, so die Geschäftsführung des ATC.

 

Testzentrum für Fahrzeugtechnik der nächsten Generation

Die Zielsetzungen des Testzentrums sind vielfältig: Zum einen geht es um Verbesserung der aktiven und passiven Fahrzeugsicherheit durch die Entwicklung und Erprobung moderner Assistenzsysteme. Der Fahrer soll in kritischen Fahrsituationen gewarnt werden, Aktionsempfehlungen erhalten oder durch aktive Eingriffe unterstützt werden. Daneben können auch Themenstellungen rund um den Verbrennungsmotor erforscht werden. Dazu zählen im Einzelnen die Verminderung des Schadstoffausstoßes, der Lärmemissionen und Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs. Aktuelle Forschungsvorhaben befassen sich zusätzlich mit hybriden Antriebskonzepten und Brennstoffzellensystemen.
Die Strecken des zweiten Bauabschnitts des ATC ergänzen das bestehende Testgelände mit einer Ovalbahn, Bremsflächen mit hohem und niedrigem Reibwert, einem Handlingkurs sowie einem Steigungshügel. Diese Strecken sind erforderlich, um die Forschung an Fahrzeugen und deren Subsystemen in ihrer Gesamtheit zu ermöglichen. Verschiedene Fahrsituationen wie beispielsweise eine Kolonnenfahrt, die Wirkung von Assistenzsystemen wie Abstandsregelung, Kurvenerkennung und -warnung, oder auch die Untersuchung von Kollisions- und Kreuzungssituationen lassen sich hier sicher, reproduzierbar und ohne Behinderung des realen Straßenverkehrs untersuchen.

Übersicht über die einzelnen Streckenelemente

Ovalkurs:
Der Ovalkurs stellt das zentrale Element des neuen Testzentrums dar. Es wird auf einer Gesamtlänge von ca. 2 km drei Fahrspuren aufweisen und ein querkraftfreies Fahren bis etwa 110 km/h ermöglichen und auch mit LKWs befahrbar sein.

Bremsenstrecke:
Die Bremsenstrecke mit verschiedenen bewässerbaren Reibbelägen wird Tests ermöglichen, mit denen das Bremsverhalten eines Fahrzeugs analysiert werden kann. Hier können Bremssysteme, Anfahrsysteme und Reifen auf ihre Wirkung bei Nässe, Trockenheit und wechselnden Bedingungen überprüft werden.

Schlechtwegstrecke:
Verschiedene Straßenbeläge und Hindernisse werden auf einem geraden Streckenelement an dem Oval zur Verfügung stehen, um Fahrkomfortbewertungen durchführen zu können. Dabei lassen z. B. Kopfsteinpflaster, Plattenstöße und aufschraubbare Hindernisse unterschiedlicher Art Aussagen über den Fahrkomfort zu.

Steigungshügel:
Die Steigungshügel werden verschiedene Steigungen in Höhe von 5%, 12% und 30% besitzen. Die Fahrbahn mit 12% Steigung ist bewässerbar. Hier können Reifen, Getriebe und Kupplungen bei Fahrmanövern wie „Anfahren am Berg“ entwickelt werden.

Handlingkurs:
Der Handling-Parcours mit verschiedenen Kurvenradien wird das Testen des Fahrverhaltens und des Fahrwerks in Extremsituationen ermöglichen, wie auf einem kleinen Rennstreckenrundkurs.

Über die ATC
Die ATC – Aldenhoven Testing Center of RWTH Aachen University GmbH ist eine Tochter des Kreises Düren und der RWTH Aachen University. Die RWTH-Institute für Kraftfahrzeuge (ika), für Verbrennungskraftmaschinen (VKA) und für Regelungstechnik (IRT) haben sich finanziell neben der RWTH-Zentrale und dem Kreis Düren direkt beteiligt. Die ATC GmbH baut in Aldenhoven auf dem ehemaligen Zechengelände Emil Mayrisch ein Mobilitätstestzentrum und wird dieses künftig betreiben und vermarkten.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite unter www.atc-aldenhoven.de

Kontakt für Presse und interessierte Unternehmen:
Herr Dr.-Ing. Frank Heßeler, Geschäftsführung ATC, Tel.: 0241 80-27502, E-Mail: hesseler@atc-aldenhoven.de
Herr Dr.-Ing. Martin Nijs, Geschäftsführung ATC, Tel.: 0241 80-95370, E-Mail: nijs@atc-aldenhoven.de
Herr Dipl.-Ing. Maciej Foltanski, Geschäftsführung ATC, Tel.: 0241 80-25639, E-Mail: foltanski@atc-aldenhoven.de