Karl-Wirtz-Preis 2013 geht an Andreas Havenith von der RWTH Aachen

21.05.2013

Dipl.-Ing. Andreas Havenith vom Institut für Nuklearen Brennstoffkreislauf (INBK) der RWTH Aachen ist der diesjährige Preisträger des Karl-Wirtz-Preises der Kerntechnischen Gesellschaft e.V. (KTG). Gestiftet wurde der Karl-Wirtz-Preis, um den Fortschritt von Wissenschaft und Technik auf dem Gebiet der friedlichen Nutzung der Kernenergie zu fördern. Er wird alle drei Jahre von der KTG an junge Wissenschaftler oder Ingenieure für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Kerntechnik oder verwandter Disziplinen verliehen.

 

Andreas Havenith hat an der FH Aachen, Standort Jülich, Maschinenbau mit der Fachrichtung Kerntechnik und Strahlenphysik studiert und wurde 2007 für seine guten Studienleistungen mit der Ehrenplakette der FH Aachen ausgezeichnet. Nach Abschluss des Studiums war er bis 2010 im Auftrag des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) bei der Produktkontrollstelle für radioaktive Abfälle im Forschungszentrum Jülich tätig.

Seit 2010 promoviert Herr Havenith am INBK über ein zerstörungsfreies Messverfahren mit anschließender analytischer Auswertung zur Identifizierung und Qualifizierung toxischer Elemente und Substanzen. Gerade bei Altabfällen mit unzureichender Dokumentationslage ist ein solches zerstörungsfreies Analyseverfahren unabdingbar. Andreas Havenith hat in einem gemeinsamen Projekt mit dem Institut für Energie und Klimaforschung (IEK) des Forschungszentrums Jülich eine Anlage konzipiert und aufgebaut, mit der eine stoffliche Analyse von Abfallprodukten möglich ist.

Darüber hinaus ist er an verschiedenen Forschungsprojekten beteiligt, bei denen es um die Übertragung von kerntechnischen Messmethoden in konventionelle Industriebereiche wie z. B. das Recycling von Elektroschrott oder die Qualitätskontrolle in der Metall- und Elektroindustrie geht.

Neben seinen wissenschaftlichen Tätigkeiten gründete Herr Havenith 2011 gemeinsam mit Prof. Bruno Thomauske und Dr. John Kettler das Aachen Institute for Nuclear Training (AiNT), das es sich zum Ziel gesetzt hat, durch ein berufsbegleitendes Fortbildungsprogramm die Kompetenzen der kerntechnischen Industrie, der Lehr- und Forschungseinrichtungen sowie der atomrechtlichen Aufsichts- und Genehmigungsbehörden zu bündeln und zu vernetzen.