Aachener Cluster "Personalisierte Medizintechnik" präsentiert Ergebnisse

22.05.2013
Drei Personen stehen vor einem Krankenwagen Urheberrecht: Peter Winandy

Das Aachener Cluster „medtec-in.nrw: Personalisierte Medizintechnik für die kardiovaskuläre Therapie“ stellt am 18. Juni von 13  bis 16.30 Uhr im SuperC der RWTH Aachen im Vorfeld des internationalen Life Sciences-Kongresses „Biomedica“ die Ergebnisse seiner bisherigen Forschungsarbeit vor und wird ein Resümee über den Projektverlauf ziehen. Rund 40 Partner aus der Wissenschafts- und Ingenieurlandschaft der Region Aachen hatten sich vor drei Jahren im Rahmen des Projekts „innovating medical technology in.nrw“ zusammengeschlossen, um patientenadaptierte medizin-technische Lösungen für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erarbeiten. Die NRW-Landesregierung und die Europäische Union investierten 13 Millionen Euro in das Projekt.

 

Nun werden die in den sechs Teilvorhaben forschenden Spezialisten zeigen, welche maßgeschneiderten Lösungen für innovative Produkte und Therapien für die Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen entwickelt werden konnten.

Beispiel: Optimierte Telemedizin

Eines der Vorhaben beschäftigt sich mit der Verbesserung telemedizinischer Rettungsassistenzsysteme, kurz TemRas. 30 Prozent rettungsdienstlicher Aktivitäten sind heute auf Herz-Kreislauf-Notfälle zurückzuführen, die eine schnelle Erkennung, Behandlung und Therapieeinleitung erfordern. TemRas bietet dem Rettungsdienstpersonal nun die Möglichkeit, einen Telenotarzt zur sofortigen Unterstützung der Notfallversorgung jederzeit hinzuzuziehen. Durch eine informationstechnologische Vernetzung werden dem Telenotarzt Vitalparameter sowie Bild- und Videomaterial von der Einsatzstelle und aus dem Rettungswagen live übermittelt, so dass dieser insbesondere dann ärztlich unterstützen kann, wenn kein Notarzt vor Ort verfügbar ist.

Das Ziel des Teilprojektes war es, das Konsultationssystem zu miniaturisieren und durch zusätzliche diagnostische Komponenten, wie beispielsweise ein bluetooth-fähiges Stethoskop, zu erweitern. Das System wird zurzeit bereits in ausgewählten Rettungsdienstbereichen in NRW getestet.

Abschlusssymposium offen für Interessenten – Rettungswagen vor Ort

Interessenten sind eingeladen, sich im Rahmen des Abschlusssymposiums einen Überblick über die Projektergebnisse zu verschaffen. Dann wird auch die neue Broschüre „PaCE – patient customized engineering“ veröffentlicht, in der - neben den Zielen und Visionen des Projekts und der Vorstellung der Teilprojekte - u.a. auch die gesellschaftlichen Chancen und Perspektiven der personalisierten Medizintechnik dargestellt werden.

Vor dem SuperC wird von ca. 11.30 bis 13 Uhr ein mit einem telemedizinischen Rettungsassistenzsystem bestückter Rettungswagen zu besichtigen sein.

Anmeldungen bis zum 11. Juni nimmt Dr. Carin Jansen, LifeTecAachen-Jülich e.V., Tel. 0241/963-1475, jansen@life-tec.org entgegen. Die Teilnehmerzahl ist auf 100 Personen begrenzt.

 

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