Unikliniken der RWTH Aachen und Maastricht kooperieren im internationalen Forschungsverbund SysMedIBD

31.05.2013

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Chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa sind derzeit nicht heilbar. Um die bisherigen Therapien zu verbessern, müssen die noch unbekannten Ursachen und Krankheitsmechanismen der entzündlichen Darmerkrankungen erforscht werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizinischen Klinik III an der Uniklinik RWTH Aachen entwickeln im Rahmen des SysMedIBD Forschungsverbunds gemeinsam mit ihren niederländischen Kollegen von der Universität Maastricht neue Biomarker. Diese helfen, die Krankheit diagnostisch zu erkennen, um so den Betroffenen eine individuell verbesserte Behandlung zu ermöglichen.

 

Die Entwicklung der Biomarker sind Bestandteil des internationalen Forschungsvorhabens SysMedIBD, an dem weltweit zwölf Institutionen beteiligt sind. Die Europäische Union fördert das Projekt im Rahmen des 7. EU-Frameworks fünf Jahre lang mit insgesamt zwölf Millionen Euro.

„Mit der Wahl unseres euregionalen Forschungsvorhabens würdigt die Europäische Union die grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen den Unikliniken der RWTH Aachen und Maastricht“, freut sich Prof. Dr. Christian Trautwein, Direktor der Medizinischen Klinik III an der Uniklinik der RWTH Aachen. Die beiden Einrichtungen erhalten insgesamt zwei Millionen Euro, um die diagnostische Schritte zu vereinheitlichen und neue Biomarker für Diagnostik und Therapie zu entwickeln. Mit dem Forschungsvorhaben wird ein Grundstein für ein verbesserte einheitliche europäischen Behandlung bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen gelegt.

Morbus Crohn- und Colitis ulcerosa-Patientinnen und Patienten leiden unter anderem an Durchfall, Bauchschmerzen oder Gewichtsverlust. Bei manchen Betroffenen verläuft die Erkrankung in Schüben, andere leiden unter Dauerbeschwerden. Derzeit können lediglich die Symptome mit Hilfe von Medikamenten und spezieller Diät therapiert werden.

SysMedIBD-Projektpartner:

Uniklinik RWTH Aachen
University Maastricht
University of Manchester
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg
University of Warwick
University of Liverpool
Hebrew University of Jerusalem
University of Auckland
Lifeglimmer GmbH, Berlin
Genexplain GmbH, Wolfenbüttel
GABO:mi GmbH & Co KG, München