Schule und Inklusion

29.10.2019

RWTH lädt zu öffentlichen Abendgesprächen ein.

 

Um die schulische Inklusion geht es in drei Abendgesprächen, zu denen die RWTH Aachen im November und Dezember 2019 einlädt:

Dienstag, 5. November 2019

Zur sozialen Situation von Kindern und Jugendlichen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung – didaktische Fragestellungen

Der Vortrag setzt sich mit der Vielschichtigkeit und Problematik des Begriffs „Geistige Behinderung“ auseinander. Die Veränderungen der sozialen Situation in Familien mit Kindern mit geistiger Behinderung haben gravierende Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen, die vor allem an Schulen mit dem entsprechenden Förderschwerpunkt unterrichtet werden. Die Didaktik im inklusiven Unterricht stellt Lehrpersonen vor große Herausforderungen, beispielsweise die Berücksichtigung verschiedener Aneignungsebenen und führender Tätigkeiten.

Dazu referiert Kerstin Ziemen, Professorin für „Pädagogik und Didaktik von Menschen mit geistiger Behinderung“ an der Universität zu Köln.

Dienstag, 19. November 2019

Inklusion von Schülerinnen und Schülern im Autismusspektrum

Der Vortrag widmet sich einer Schülerschaft im Autismusspektrum und stellt wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen wie auch methodische und didaktische Schwerpunkte vor. Neben der Zuwendung und Erfahrung im Umgang mit Schülerinnen und Schülern in einer gymnasialen Beschulung bleibt immer die Bereitschaft zur Flexibilität und zu situativen Lösungsversuchen ein bestimmendes pädagogisches Moment.

Referenten sind Hans-Albert Ohnesorge, Gründer und Leiter der Amos Comenius Schule, und Dr. Marie Theis, die an der Amos Comenius Schule mit dem Schwerpunkt Autismus unterrichtet.

Dienstag, 3. Dezember 2019

Deaf Peadagogics: Verstehen und Begreifen

Nach einem Exkurs in die Deaf History steht die intensive Betrachtung des DeafGain-Konzepts – darunter versteht man das Profitieren durch das Verwenden der Gebärdensprache und DeafCognition – an. In dem Kontext werden bekannte gehörlose Persönlichkeiten vorgestellt, die Bedeutung der Raumnutzung in der Gebärdensprache (SignCreative) erläutert und ein Einblick in die DeafArt, unter anderem DeafMusik und Gehörlosentheater, gegeben. Der Vortrag schließt mit einer Vorstellung möglicher Unterrichtsmodule ab.

Gestaltet wird er von Dr. Klaudia Grote, wissenschaftliche Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums für Gebärdensprache und Gestik (SignGes) an der RWTH Aachen, Horst Sieprath, Mitarbeiter am SignGes mit den Forschungsbereichen Deaf Gain und Deaf Pedagogics, und Bastian Staudt, Lehrer an der LVR-David-Hirsch-Schule für Schülerinnen und Schüler, die in Gebärden- und Lautsprache kommunizieren und lernen.

Info

Alle drei Veranstaltungen werden vom Lehr- und Forschungsgebiet Heterogenität am Institut für Erziehungswissenschaft der RWTH organisiert und finden jeweils von 18:30 bis 20 Uhr im HKW 5, Hörsaalgebäude HKW (Toaster), Wüllnerstraße 1 in Aachen, statt. Der Eintritt ist kostenfrei.