Physik verstehen!

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Öffentliche Physikvorlesungen für interessierte Laien

Für die Vortragsreihe „Physik verstehen!“ werden keine speziellen Physikkenntnisse vorausgesetzt. Bei einigen Veranstaltungen werden auch physikalische Experimente durchgeführt.

Die Moderation der Diskurse übernehmen Professor Christopher Wiebusch und Professor Christoph Stampfer.

Der Eintritt zu diesen Veranstaltungen ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei allen Veranstaltungen gelten die Vorgaben der aktuellen Coronaschutzverordnung.

Wann? immer samstags
Wo? Hörsaal H03, C.A.R.L., Claßenstraße 11
Uhrzeit 11 bis 12.30 Uhr

Samstag, 05.11.2022, 11.00 Uhr

Die Sensoren unserer Smartphones – Eine neue Art von Kristallen – Wie Moiré-Interferenz zu neuen Zuständen der Materie führt

Professor Dante Kennes, Institut für Theorie der statistischen Physik, RWTH Aachen

Kürzlich hat die Idee, Schichten aus zweidimensionalen Kristallen übereinander zu verdrehen, die Festkörperforschung revolutioniert. Eine kleine Verdrehung führt zu einem geometrischen Effekt, der als Moiré-Muster bekannt ist und zur Steuerung der kinetischen Energieskalen in Festkörpern genutzt werden kann. Neue Experimente belegen, dass durch diesen Trick Supraleitung, quantenanomale Hall-Phasen sowie topologische Phasen der Materie in einer noch nie dagewesenen Art und Weise kontrolliert werden können. Es wird jedoch vermutet, dass in Zukunft eine noch flexiblere Steuerung möglich sein wird und noch exotischere Materiephasen auf ihre Entdeckung warten könnten.

 

Samstag, 19.11.2022, 11.00 Uhr

Ultra-Hochfeld-Magnetresonanztomographie – Wie starke Magneten helfen, den Körper zu verstehen

Dr. Wieland Worthoff, Institute of Neuroscience and Medicine – 4, Medical Imaging Physics, Forschungszentrum Jülich

Die Magnetresonanztomographie (MRT) hat sich in den letzten Jahren zu einem der Standards unter den bildgebenden Verfahren entwickelt. Hierbei besticht es besonders durch eine Vielzahl an möglichen Bildkontrastmechanismen, die eine weitreichende Anwendung in Medizin und Neurowissenschaften ermöglichen. Hervorzuheben sind die differenzierte Abbildung und Charakterisierung von Weichgewebe, die wertvolle Informationen über Anatomie, Funktion und Beschaffenheit eines Organismus liefern können. Durch die zunehmende Verbreitung von Ultra-Hochfeld-Magnetresonanztomographen können heutzutage Aufnahmen von nie zuvor erreichter Bildqualität, Auflösung, Präzision und Genauigkeit erzeugt werden. Zusätzlich ermöglicht die hohe Magnetfeldstärke die Erschließung neuer Kontrastmechanismen, deren Ziel vor allem die Untersuchung des Stoffwechsels und dessen Erkrankung ist. Die Messgeräte entwickeln sich somit immer mehr zum Schweizer Taschenmesser der Diagnostik, die den klinischen Alltag wesentlich bereichern.

Der Fokus dieses Vortrags liegt sowohl auf einer anschaulichen Erklärung der MRT-Grundlagen als auch auf aktuellen Themen der Ultra-Hochfeld-MRT, die anhand von Beispielen erläutert werden.

 

Samstag, 26.11.2022, 11.00 Uhr

Der Dunklen Materie auf der Spur – Eine neue Generation
von Experimenten

Professor Alexander Schmidt, III. Physikalisches Institut A, RWTH Aachen

Seit Jahrzehnten wissen Physiker: Im Universum gibt es eine unbekannte Art von Materie, die viel häufiger vorkommt, als die uns bekannte Materie. Bereits 1932 stellte der niederländische Astronom Jan Hendrik Oort diese Hypothese auf. Auch die neuesten astronomischen Beobachtungen bestätigen die Existenz der Dunklen Materie. Doch aus was besteht dieser Stoff, der die Entwicklung des Universums maßgeblich beeinflusst hat? Bislang ist es nicht gelungen, die Dunkle Materie im Experiment zu untersuchen. Eine neue Generation von Experimenten
könnte dies schon bald ändern. Steht in den nächsten Jahren ein Durchbruch bevor? Im Vortrag wird das „Mysterium
Dunkle Materie” allgemeinverständlich beleuchtet, von den Anfängen bis zum heutigen Stand der Forschung.

 

Samstag, 03.12.2022, 11.00 Uhr

Vortrag über die herausragenden Forschungen, für die der Nobelpreis 2022 vergeben wird

Dozenteninnen und Dozenten aus der Aachener Physik

Die Preisträger des Physiknobelpreises des Jahres 2022 werden voraussichtlich am 4. Oktober verkündet. Wenn das Thema interessante Anknüpfungen an die Forschung der RWTH Aachen hat, wird kurzfristig an diesem Termin eine Vorlesung zu diesem Thema veranstaltet. Die Ankündigung erfolgt über die sozialen Medien der RWTH, die Webseiten der Physik in Aachen und im Rahmen der vorherigen Vorlesungen.