Neue Karrieren in der Forschung

14.11.2013

Mit einem neu gestarteten Projekt wollen Forschungsorganisationen und Technische Universitäten gemeinsam Modelle entwickeln, wie Laufbahnen in der Wissenschaft aussehen können – für Frauen und Männer.

 

Um Forschung und Wissenschaft in Deutschland auf internationalem Niveau zu halten, sind berufliche Perspektiven für exzellente Köpfe gefragt. Mit zukunftsfähigen und vielfältigen Karrieremodellen für beide Geschlechter soll die Attraktivität des Wissenschaftssystems gesteigert werden. Dieses Ziel haben sich Technische Universitäten und Forschungsorganisationen und gesetzt - in dem gemeinsamen Forschungsprojekt »Neue Wissenschaftskarrieren für Frauen und Männer« .Geleitet wird das Projekt von der RWTH Aachen und der Fraunhofer-Gesellschaft. Gemeinsam haben sich die fünf Technischen Universitäten und vier große außeruniversitäre Forschungsorganisationen das Ziel gesetzt, neue Karrieremodelle zu entwickeln. Das Verbundprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF gefördert.

Die Forscherinnen und Forscher analysieren dazu die bestehenden Strukturen im Wissenschaftssystem – was ist hinderlich, was ist förderlich für weibliche und männliche Wissenschaftskarrieren. Aufbauend auf den Ergebnissen entwickeln sie dann neue Ansätze. Attraktivere Karrierewege helfen durch mehr Flexibilität und bessere Durchlässigkeit zwischen den Organisationen, Innovations- und Wissenspotenziale besser zu erschließen. Sie sollen auch dazu beitragen, Frauen der Aufstieg in Führungspositionen zu erleichtern und Männern die aktive Beteiligung am Familienleben zu ermöglichen, ohne dass diese auf eine anspruchsvolle Karriere verzichten müssen.

Da Karrieren in der Wissenschaft in der Regel zwischen unterschiedlichen Universitäten oder anderen Forschungseinrichtungen verlaufen, kann dieser Schritt jedoch nur gelingen, wenn alle Akteure des Wissenschaftssystems zusammenarbeiten. Im Projekt engagieren sich daher neun namhafte Einrichtungen: die RWTH Aachen, die TU Berlin, die TU Braunschweig, die Universität Hannover und das Karlsruher Institut für Technologie KIT sowie die vier großen Forschungsorganisationen Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft.

Die Projektergebnisse werden im Sommer 2015 auf einer Konferenz präsentiert.

Ansprechpartnerinnen:

Prof. Dr. phil. Carmen Leicht-Scholten
Kackertstraße 9
52072 Aachen
Tel.: +49 (0) 241-80 90549

RWTH Aachen

Fraunhofer-Gesellschaft
Prof. Dr. Martina Schraudner
Hardenbergstraße 20
10623 Berlin
Tel: +49 (0)30 680 7969-0