RWTH-Professorin Janine Splettstößer freut sich über Wallenberg Academy Fellowship

05.12.2013

Univ.-Prof. Dr.rer.nat. Janine Splettstößer vom Lehr- und Forschungsgebiet Theoretische Physik der RWTH Aachen hat ein Wallenberg Academy Fellowship erhalten. Die 36-Jährige bekommt damit in den nächsten fünf Jahren rund 1,3 Millionen Euro für ihre Forschungsprojekte. Die Knut and Alice Wallenberg Foundation ist eine Schwedische Stiftung, die sich vor allem der Forschungsförderung widmet. Splettstößer wurde von der Chalmers University of Technology in Schweden für die Auszeichnung vorgeschlagen und wird bereits ab Januar 2014 dort arbeiten.

  Univ.-Prof. Dr.rer.nat. Janine Splettstößer vom Lehr- und Forschungsgebiet Theoretische Physik der RWTH Aachen Urheberrecht: Peter Winandy Professorin Janine Splettstößer freut sich über Wallenberg Academy Fellowship

Splettstößer studierte an der Universität Karlsruhe und promovierte 2007 an der Scuola Normale Superiore in Pisa und der Ruhr-Universität Bochum. Nach zweijähriger Tätigkeit an der Universität Genf kam sie im Rahmen des NRW-Rückkehrer-Programms nach Deutschland. Seit Oktober 2009 ist sie Leiterin einer Nachwuchsforschergruppe an der RWTH Aachen.

Ihre Faszination für Nanoelektronik erläutert sie wie folgt: „Hierbei handelt es sich einerseits um ein anwendungsnahes Arbeitsgebiet: Die fortschreitende Miniaturisierung elektronischer Bauelemente beruht auf dem wissenschaftlichen Verständnis solch winziger Objekte, neue Ideen für die Funktionsweise von nanoelektronischen Anwendungen müssen entwickelt werden.“ Für eine Grundlagenforscherin sei die Nanoelektronik aber interessant, weil es hier möglich ist, in direkter Zusammenarbeit mit Experimentatoren, neue Effekte zu beobachten, die auf den Gesetzen der Quantenmechanik basieren. Ihr besonderes Interesse gilt der zeitabhängigen Kontrolle einzelner Elektronen in nanoelektronischen Systemen. „Das ist wichtig, da schnelles Schalten, Wiederholen von Prozessen und Informationsübertragung immer auf zeitabhängiger Kontrolle beruht,“ so die Physikerin.