Schmerz lass nach – Wie kommt der Strom in unseren Körper?

Abgesagt: Freitag, 29. Mai 2020, 17 bis 17:45 Uhr

 

Zielgruppe

Kinder von acht bis zwölf Jahren

Veranstalter

Zentrale Studienberatung

Veranstaltungsort

Hörsaal H01 (Erdgeschoss), Hörsaalzentrum C.A.R.L.,Claßenstraße 11, 52072 Aachen

Allgemeine Informationen

finden Sie auf der Seite der Kinderuni

Das Thema

Wer kennt das nicht: man fällt vom Fahrrad und schlägt sich das Knie auf; oder man beißt in eine viel zu heiße Pizza: das tut ganz schön weh! Was genau passiert eigentlich im Knie oder unseren Lippen, wenn wir uns verletzen? Woher wissen wir im Kopf, dass im Knie gerade etwas nicht stimmt?

In der Vorlesung werden wir besprechen, wie die heiße Pizza unsere Nervenfasern in den Lippen aktiviert und dort einen sehr kleinen, aber effektiven Strom entstehen lässt. Dafür brauchen wir Mini-Kanäle für geladene Ionen: Ionenkanäle. Diese schauen wir uns sehr genau an und werden feststellen, dass man sie mit Medikamenten so verändern kann, dass weder die heiße Pizza noch das Bohren beim Zahnarzt Schmerzen verursacht. Um noch bessere Schmerzmittel zu entwickeln, helfen uns auch Stammzellen. Wie das geht, und wie man sie gewinnt, klären wir in der Vorlesung.

Die Dozentin

Professorin Angelika Lampert studierte Humanmedizin an den Universitäten Jena und Strasbourg (Frankreich) und schon während ihrer Doktorarbeit am Max-Planck-Institut für molekulare und zelluläre Biophysik in Jena faszinierten sie die Ionenkanäle.

Nach einer kurzen Zeit als Ärztin-im-Praktikum in Tübingen untersuchte sie den Zusammenhang zwischen Mutationen in Natriumkanälen und Schmerzen an der Yale Universität in den USA. Mit diesem Thema baute sie in Erlangen ihr eigenes Labor auf. Im Umfeld der Erlanger Universität konnte Professorin Lampert zusammen mit Kolleginnen und Kollegen die Differenzierung von Stammzellen in Neurone im Labor etablieren, und so eine sehr patienten-orientierte Forschung entwickeln.

Im Jahr 2013 erhielt Professorin Lampert den Ruf an die RWTH Aachen, wo sie mit ihren internationalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Labor an den Grundlagen der Schmerzentstehung und der Biophysik der Natrium-Ionenkanäle arbeitet, sowie Konzepte für personalisierte Therapieansätze für Patienten mit chronischen Schmerzen entwickelt.