Häufig gestellte Fragen zum Coronavirus

 

Informationen zu aktuell geltenden Regelungen an der RWTH, zur Durchführung von (Lehr-)Veranstaltungen und zur aktuellen Home Office-Regelung entnehmen Sie bitte hier.

Darüber hinaus finden Sie nachfolgend auf dieser Seite Informationen zu diesen Themen:

 

Allgemeine Fragen zur Coronavirus-Pandemie

Was muss ich beim Betreten der Hochschule beachten?

Die AHA-Regeln (Abstand-Hygiene-Alltagsmaske) sind im Schutzkonzept der RWTH verankert und schützen vor einer Infektion im Arbeitsalltag beim Umgang mit Kolleginnen und Kollegen, Studierenden oder Besucherinnen und Besuchern.

Da nicht an allen Orten die Gewähr dafür geboten werden kann, dass der Mindestabstand in diesen Fluren bzw. Räumen eingehalten werden kann, besteht seit 10. August 2020 für alle Mitglieder, Angehörige, Besucher und Gäste der Hochschule die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. In Veranstaltungen sind medizinische Masken Pflicht.

Falls Mund-Nasen-Bedeckungen für die Beschäftigten nicht in ausreichender Zahl vorhanden sind, können diese im RWTH-Shop bestellt werden. Bei der Mund-Nasen-Bedeckung handelt es sich um sogenannte Arbeitsschutzausstattung, die vom Arbeitgeber – und damit der einzelnen Hochschuleinrichtung – zu finanzieren ist. 

Bitte unterstützen Sie aktiv die Umsetzung dieser Regelung, die alle Personen an der RWTH schützen soll.

Wie kann ich mich schützen?

Händehygiene, Hustenetikette und Abstand zu anderen Personen können grundsätzlich vor respiratorisch übertragbaren Krankheiten schützen.

Die AHA-Regeln (Abstand-Hygiene-Alltagsmaske) sind im Schutzkonzept der RWTH verankert und schützen vor einer Infektion  im Arbeitsalltag beim Umgang mit Kolleginnen und Kollegen, Studierenden oder Besucherinnen und Besuchern.

Zur sogenannten Hustenetikette zählen folgende Verhaltensweisen:

  • Abstand zu anderen Personen beim Niesen und Husten von mindestens zwei Metern halten
  • Niesen und Husten am besten in ein Einwegtaschentuch
  • nach Naseputzen, Niesen und Husten grundsätzlich die Hände waschen und falls kein Taschentuch griffbereit ist, sollte man sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor das Gesicht halten

Woran erkenne ich eine mögliche Erkrankung?

Die Inkubationszeit für eine Infektion mit dem Coronavirus beträgt in der Regel fünf bis sechs Tage, in wenigen Fällen jedoch bis zu 14 Tage. Auf folgende Symptome sollte geachtet werden:

  • Fieber
  • Husten
  • Atemnot
  • Schnupfen
  • Halsschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • allgemeines Krankheitsgefühl
  • Geruchs-/Geschmacksveränderungen oder -verlust

Was muss ich tun, wenn ich Symptome erkenne?

Die Abgrenzung zu anderen respiratorischen Erkrankungen und Grippe ist aufgrund der unspezifischen Symptomatik nicht einfach.

Falls eines oder mehrere der oben genannten Symptome festgestellt wird, wird dringend empfohlen, telefonisch die Hausärztin beziehungsweise den Hausarzt zu kontaktieren, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Unnötige Kontakte mit anderen Menschen sollten vermieden werden; nach Möglichkeit sollte man zu Hause bleiben.

Die Hochschulärztliche Einrichtung steht zur Beratung unter der Telefonnummer +49 241 80 94444 oder für zur Verfügung. Es besteht die Möglichkeit, dass gedolmetscht wird. Von unangemeldeten Besuchen in der Hochschulärztlichen Einrichtung sollte abgesehen werden.

Wie kann eine Erkrankung festgestellt werden?

Sollten Symptome auftreten, ist eine spezifische Testung mittels PCR-Diagnostik angezeigt.

Eine solche Testung sollte immer angemeldet erfolgen. Hausärztliche Praxen im Umfeld finden sich auf der Webseite der Kassenärztlichen Vereinigung NRW. Für Aachen gilt die Telefonnummer +49  241 5198 5300 oder diese .

Was muss ich tun, wenn eine Covid-19-Erkrankung festgestellt wurde?

Wenn bei Ihnen eine Covid-19-Erkrankung festgestellt wurde (keine Verdachtsfälle), nehmen Sie bitte unverzüglich Kontakt zur Hochschulärztlichen Einrichtung unter +49 0241 80 94444 auf. Sofern Sie in einem Beschäftigungsverhältnis zur RWTH stehen, informieren Sie Ihren Vorgesetzten. Bitte beachten Sie auch das Betretungsverbot der RWTH bei Covid-19-Symptomen sowie bei festgestellter akuter Covid-19-Erkrankung.

Was passiert, wenn ich von Quarantäne betroffen bin?

Den Quarantänevorgaben der zuständigen Behörden ist in jedem Fall Folge zu leisten. Wichtige Informationen erhalten Sie in der Broschüre der Städteregion Aachen.

Was muss ich als Kontaktperson beachten?

Hier finden Sie Informationen zur Einteilung der Kontaktpersonen in Kategorien.

Kontaktpersonen der Kategorie I haben den Arbeitgeber zu informieren. Für sie gilt ein angeordnetes Home Office. Die dafür notwendigen technischen Möglichkeiten (Rechner, VPN et cetera) sollten mit dem jeweiligen Vorgesetzten besprochen werden. Gerne beraten auch die Personalabteilungen bei eventuellen Fragen.

Wenn alle Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz eingehalten wurden (Medizinische Maske, Abstand) sind die Kontaktpersonen an der Hochschule in Kategorie 2 einzuordnen und können weiter arbeiten unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen und Selbstbeobachtung sowie nach Möglichkeit Kontaktreduzierung zu Dritten.

 

Was muss ich tun, wenn ich eine Warnung von der Corona-Warn-App erhalte?

Die App unterscheidet zwischen roten und grünen Warnhinweisen.

Zeigt das Handy einen roten Warnhinweis, also ein erhöhtes Infektionsrisiko an, heißt das zunächst einmal, dass Sie sich möglicherweise infiziert haben könnten. Nicht, dass Sie sich sicher angesteckt haben. Die App gibt hier erste Ratschläge:

  • Sofern Sie in einem Beschäftigungsverhältnis stehen: Informieren Sie (möglichst ohne physischen Kontakt) Ihren Vorgesetzten
  • Gehen Sie umgehend nach Hause
  • Reduzieren Sie Begegnungen
  • Melden Sie sich telefonisch in Ihrer hausärztlichen Praxis, beim Gesundheitsamt oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst. Den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen Sie unter der 116 117.

In diesem Gespräch wird geklärt, ob ein Test auf Sars-CoV-2 sinnvoll ist. Das ist beispielsweise der Fall, wenn die Person typische Symptome einer Infektion zeigt, Kontakt mit Risikogruppen hat oder beispielsweise in Kitas oder Schulen arbeitet.

Zeigt das Handy einen grünen Warnhinweis, müssen Sie – sofern Sie keine Symptome zeigen – weder die ärztliche Praxis kontaktieren, noch in Quarantäne oder einen Test machen. Dennoch empfiehlt das Robert-Koch-Institut:

  • Reduzieren Sie für die nächsten zwei Wochen Ihre Kontakte
  • Beachten Sie die AHA-Regeln: Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske tragen

Ich mache mir Sorgen um meine psychische Gesundheit, leide unter Angst oder Depression. An wen kann ich mich wenden?

Bei Fragen rund um das Thema psychologische Gesundheit, steht das erfahrene Team der psychologischen Beratung allen Studierenden gerne zur Verfügung. Eine englischsprachige Beratung für internationale Studierende ist auch möglich. Beschäftigte können sich an die Beratungsstelle für Soziales, Supervision & Organisationsentwicklung wenden.

Weitere Anlaufstellen bei psychologischen Notfällen finden Sie hier.

An wen kann ich mich bei Fragen wenden?

Die RWTH hat für dringende Fragen zu Arbeitsplatz, Studium und Lehre eine E-Mail-Hotline eingerichtet: .

Bitte beachten Sie, dass die Hotline keine medizinische Beratung vornehmen kann. Hierfür wird empfohlen die hausärztlichen Bereitschaftsdienste über die Hotline 116117 und das für Sie zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren.

Für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen wurde für allgemeine Informationen (ebenfalls nicht für die persönliche medizinische Beratung) rund um das Thema neben der 115 eine zusätzliche Corona-Info-Hotline über +49 241 510051 (Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr) eingerichtet.

Das NRW-Gesundheitsministerium hat darüber hinaus eine Hotline zum Coronavirus unter der Nummer +49 211 9119 1001 (Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr) geschaltet.

Es wird von den Behörden ausdrücklich gebeten, nicht unnötig die Notrufnummern 110 und 112 zu belegen.

Wichtig ist, die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amtes, des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, kurz BZgA, aufmerksam zu verfolgen, das BZgA gibt auch Informationen zum Infektionsschutz vor dem Coronavirus.

Das Rektorat verfolgt fürsorglich die Situation, um bei akutem Bedarf weitere geeignete Maßnahmen ergreifen.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration bietet Online-Informationsangebote in unterschiedlichen Sprachen an und weist auf das Informationsangebot der Neuen deutschen Medienmacher e.V. in verschiedenen Sprachen hin.

Ich vermisse eine Beschilderung. An wen kann ich mich wenden?

Sofern Ihnen in einem Gebäude oder an einem RWTH-Ort eine Corona-relevante Beschilderung fehlt, wenden Sie sich gerne per Mail an

 

Allgemeine Fragen zur Impfung

Gibt es an der RWTH eine Möglichkeit zur Impfung gegen CoVID-19?

Ja. Die Hochschulärztliche Einrichtung bietet seit Dienstag, 8. Juni 2021 ein Angebot zur Impfung gegen das Coronavirus an. Zunächst werden nur mRNA Impfstoffe Anwendung finden. Der Umfang des Impfangebots ist von einer wöchentlichen Zuteilung des Impfstoffs abhängig. Die Hochschulärztliche Einrichtung ist natürlich bemüht, eine möglichst große Zuteilung pro Woche zu erhalten.

Welche Personenkreise sind für eine Impfung durch die Hochschulärztliche Einrichtung vorgesehen?

Das Impfangebot richtet sich aufgrund des Versorgungsauftrags der Hochschulärztlichen Einrichtung an die Mitglieder der RWTH, der FH Aachen, des Studierendenwerks Aachen sowie des UK Aachen.

Wie kann ich mich zur Impfung anmelden?

Unter diesem Link können Sie sich zur Impfung anmelden, sofern Sie zur impfberechtigten Altersgruppe gehören (s.u.).

Bitte nutzen Sie das Buchungsportal erst, wenn zu einer Buchung für Ihren Jahrgang aufgerufen wurde. Für die Terminbuchung benötigen Sie Ihre Personalnummer oder Matrikelnummer (Studierende).

Was muss bei der Terminvergabe berücksichtigt werden?

Das Online-Tool zur Anmeldung für einen Impftermin erlaubt die freie Terminwahl innerhalb der Öffnungszeiten des Impfzentrums. Dabei muss berücksichtigt werden, dass sich, abhängig vom eingesetzten Impfstoff, ein Folgetermin in sechs (BioNTech und Moderna) bzw. in zwölf Wochen (COVID-19 Vaccine AstraZeneca®) später ergibt. Von diesem Impfschema kann nicht abgewichen werden. Eine begonnene Impfserie muss mit dem gleichen Impfstoff abgeschlossen werden.

Bitte stellen Sie deshalb bereits bei der Wahl des ersten Termins sicher, dass Sie den Folgetermin wahrnehmen können. Sollten Sie krankheitsbedingt am Folgetermin verhindert sein, nehmen Sie bitte unverzüglich Kontakt mit dem Impfzentrum (0241/80-38777 oder coronaimpfung@hsa.rwth-aachen.de) auf. Bitte berücksichtigen Sie auch, dass jeweils zwei Wochen vor und nach den einzelnen Impfterminen keine anderen planbaren Impfungen durchgeführt werden sollen.

Gibt es eine Priorisierung einzelner Personengruppen?

Krisenstab und Rektorat haben nach intensiver Beratung durch die Hochschulärztliche Einrichtung entschieden, das Impfangebot nach Altersgruppen, beginnend mit den ältesten Hochschulmitgliedern, auszusprechen. Eine weitergehende Priorisierung findet nicht statt.

Welche Jahrgänge können bereits einen Termin zur Impfung buchen?

Aktuell können Personen des Jahrgangs 1980 und älter einen Impftermin buchen.
Ab dem 17.06.2021, 08:00 Uhr können Personen des Jahrgangs 1990 und älter einen Impftermin buchen.

Kann ich mich auch weiterhin in einem Impfzentrum oder bei einem Hausarzt / einer Hausärztin impfen lassen?

Ja. Selbstverständlich können Sie sich auch von einer anderen Stelle impfen lassen. Bitte beachten Sie jedoch, dass das Land NRW die an Hochschulen tätigen Personen noch nicht zur Impfung in den Impfzentren aufgerufen hat.

Wo befindet sich das Impfzentrum?

Die Impfung erfolgt im eigens dafür eingerichteten Impfzentrum in der Uniklinik RWTH Aachen, Spiegelsaal, Aufzug B2, Etage E, Flur 03, Raum 01.

Gibt es eine Parkmöglichkeit in der Nähe des Impfzentrums?

Es steht das RWTH-Parkhaus in der Forckenbeckstraße 50 zur Verfügung. Sofern Sie nicht ohnehin eine entsprechende Parkberechtigung (Parkzone U) der RWTH haben, können Sie über die Parkraumbewirtschaftung kostenfrei einen Tagesparkausweis erhalten. Bitte senden Sie hierzu möglichst mit mehrtätigem Vorlauf eine E-Mail an jobticket-parken@zhv.rwth-aachen.de.

Gibt die Hochschulärztliche Einrichtung meine persönlichen Daten weiter?

Im Rahmen des Impfquotenmonitorings gibt die Hochschulärztliche Einrichtung folgende Daten an die Kassenärztliche Vereinigung bzw. an das Impfzentrum (Städteregion Aachen) weiter: Vorname, Nachname, Geburtsdatum, Geschlecht, PLZ, Impfdatum, Chargennummer, Impfstoff, Erst-Folgeimpfung, Erfassungsdatum.

 

Medizinische Fragen zur Impfung

Besteht eine Wahlmöglichkeit bei den Impfstoffen?

Welcher Impfstoff Ihnen angeboten wird, kann dabei auch vom Zeitpunkt Ihrer Impfung abhängen. Mit welchem Impfstoff Sie geimpft werden können, erfahren Sie mit der Einladung zur Impfung. Eine begonnene Impfserie muss mit dem gleichen Impfstoff abgeschlossen werden.

Die aufwendige Logistik bei der Koordination und Durchführung der Impfungen wird es uns allerdings nicht erlauben, Ihnen eine Wahlmöglichkeit zwischen mehreren Impfstoffen zu schaffen.

Wie wird geimpft und wer macht das?

Bevor Sie zum Impftermin kommen, lesen Sie bitte das Aufklärungsmerkblatt durch. Zur Impfung bringen Sie bitte den ausgefüllten Einwilligungsbogen sowie Ihren Impfausweis mit.

Die Impfung besteht aus zwei Impfdosen, die, in Abhängigkeit vom eingesetzten Impfstoff, im Abstand von sechs (BioNTech, Moderna) beziehungsweise zwölf Wochen (COVID-19 Vaccine AstraZeneca®) verabreicht werden müssen. Der Impfstoff wird dabei in den Muskel im Oberarm (i.m.) von einer/einem Ärztin/Arzt oder einer Medizinischen Fachangestellten (MFA) mit Impferlaubnis injiziert. Anschließend steht ein Ruheraum (Café Lounge auf der Empore des Personalrestaurants) für eine Nachbeobachtungsdauer für 15 bis 30 Minuten zur Verfügung. Auch hier wird medizinisches Personal anwesend sein. Treten akute Nebenwirkungen auf, kann also sofort geholfen werden.

Wer kann sich impfen lassen?

Können sich Personen mit einer akuten Erkrankung impfen lassen?

Wer an einer akuten Krankheit mit Fieber über 38,5°C leidet, soll erst nach Genesung geimpft werden. Eine Erkältung oder gering erhöhte Temperatur (unter 38,5°C) ist jedoch kein Grund, die Impfung zu verschieben. Die Impfung ist möglich, sobald Sie nach der Erkrankung wieder fieber- und beschwerdefrei sind.

Können sich Personen mit chronischen Erkrankungen impfen lassen?

Chronische Erkrankungen wie z. B. Bluthochdruck, Diabetes, Asthma, Herz- oder Nieren-insuffizienz oder Übergewicht stellen keine Kontraindikation für die Impfung dar. Hier geht man weder von einer geringeren Schutzwirkung noch von einer erhöhten Nebenwirkungsrate aus.

Können sich Personen, die Immunsuppressiva einnehmen, eine Immunkrankheit oder eine bösartige Erkrankung haben, impfen lassen?

Auch wenn es hierzu bisher keine wissenschaftlichen Daten gibt, sind weder vermehrte noch andere Nebenwirkungen in dieser Personengruppe zu erwarten. Vielmehr sind es gerade diese Beschäftigten, die besonders gefährdet sind, schwer an COVID-19 zu erkranken, sodass wir diesen Personen die Impfung umso dringender empfehlen. Allerdings wäre es denkbar, dass die Immunantwort des Körpers schwächer ausfällt, sodass die Impfung nur einen reduzierten Schutz vor einer COVID-Infektion bietet.

Können sich Personen mit Allergien impfen lassen?

Prinzipiell kann es bei jeder Impfung (nicht nur gegen COVID-19) in sehr seltenen Fällen (1 Fall auf 100.000 bis 1 Million Impfungen) zu allergischen bzw. anaphylaktischen Reaktionen kommen. Dies kann entweder durch den Impfstoff selbst oder auch durch Hilfsstoffe/ Zusatzstoffe im Impfstoff bedingt sein.

Für Patienten mit folgenden Erkrankungen aus dem allergisch/ atopischen Formenkreis gibt es keine Hinweise für ein erhöhtes Risiko (im Vergleich zur Normalbevölkerung) im Zusammenhang mit einer COVID-19-Impfung bei Verwendung der zugelassenen Impfstoffe:

  • Atopisches Ekzem (Neurodermitis)
  • Urtikaria (Nesselsucht)/Angioödeme
  • Rhinokonjunktivitis allergica (Heuschnupfen)
  • Asthma bronchiale (Das Asthma sollte aber zum Zeitpunkt der Impfung gut eingestellt sein)
  • Nasenpolypen
  • Nahrungsmittelallergie (insbesondere keine Probleme für Hühnereiweißallergiker, da kein Hühnereiweiß im Biontech- oder Moderna-Impfstoff enthalten ist)
  • Insektengiftallergie
  • Schmerzmittelunverträglichkeit
  • Antibiotikaallergie
  • Kontaktallergie (z.B. Nickel-, Duftstoff - oder Konservierungsmittelallergie)

Sprechen Sie uns bitte an, wenn bei Ihnen folgendes bekannt ist:

  • Schwere allergische Reaktion bei einer früheren Nicht-COVID-19-Impfung
  • Schwere allergische Reaktion nach Medikamenteneinnahme (insbesondere Abführlösungen) oder -Injektionen
  • Schwere allergische Reaktion nach Arzneimitteleinnahme und bekannter Mastozytose
  • Schwere allergische Reaktion unbekannter Ursache

Nicht geimpft werden dürfen Patienten mit einer bekannten früheren schweren allergischen Reaktion auf Inhaltsstoffe des Impfstoffes oder auf die erste COVID19-Impfung. U.a. können folgende Inhaltsstoffe eine Rolle spielen:

  • Polyethylenglykol (=Macrogol)
  • Tromethamin/Trometamol

(siehe hierzu: Welche Inhaltstoffe enthalten die Impfstoffe?)

Hier noch weitere Informationen zu Begleittherapien:

Patienten, die aufgrund der o.g. Erkrankungen eine Behandlung erhalten (einschließlich Antikörpertherapien wie Xolair®, Dupixent®, Nucala®, Fasenra®) können geimpft werden. Derzeit wird empfohlen zwischen Behandlung und Impfung ca. 1 Woche Abstand einzuhalten.

Zwischen der Verabreichung einer subkutanen Hyposensibilisierung/ spezifische Immuntherapie (SCIT) und der COVID19-Impfung sollte wie bei allen anderen Impfungen auch ein Mindestabstand von einer Woche eingehalten werden. Klinische Erfahrungen in Bezug auf gleichzeitige Schutzimpfung (z.B. mit dem Biontech- oder Moderna-Impfstoff) und SLIT-Behandlung sind für viele Allergen-Immuntherapeutika nicht dokumentiert. Um etwaige Reaktionen infolge der COVID-19-Impfung von Reaktionen durch die SLIT zu unterscheiden, sollte diese nach allergologischem Erfahrungswissen mindestens 1-2 Tage nach der COVID-19-Impfung pausiert werden.

Können sich Schwangere oder Stillende impfen lassen?

Zur Anwendung der COVID-19-Impfstoffe in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen noch keine ausreichenden Erfahrungen vor. Die STIKO empfiehlt die generelle Impfung in der Schwangerschaft derzeit nicht. In Einzelfällen kann Schwangeren mit Vorerkrankungen, die ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung haben, nach Nutzen-Risiko-Abwägung und nach ausführlicher Aufklärung eine Impfung angeboten werden. Die STIKO hält es für unwahrscheinlich, dass eine Impfung der Mutter während der Stillzeit ein Risiko für den Säugling darstellt. Schwangere oder Stillende können sich zu dieser Frage gerne persönlich über die Hotline des Impfzentrums (0241/80-38777)) beraten lassen.

Können Frauen mit Kinderwunsch sich gegen COVID-19 impfen lassen?

Ja, auch Frauen mit Kinderwunsch können sich gegen COVID-19 impfen lassen. Die verfügbaren COVID-19 Impfstoffe wurden an Erwachsenen – auch Frauen mit Kinderwunsch – getestet und für sicher und wirksam befunden

Zurzeit kursiert eine Fehlinformation. Sie besagt, dass die Impfung die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann. Diese Aussage ist falsch. In den umfangreichen klinischen Prüfungen, die vor der Zulassung der Impfstoffe durchgeführt wurden, gibt es keine Hinweise auf das Auftreten von Unfruchtbarkeit. Die Fehlinformation beruht darauf, dass das Protein, welches von den Impfungen kodiert wird, strukturell ähnlich ist wie ein Protein, das für die Fruchtbarkeit wichtig ist. Tatsächlich beschränkt sich diese Ähnlichkeit jedoch auf wenige Abschnitte des Proteins. Solche Ähnlichkeiten treten jedoch sehr häufig auf und sind nicht spezifisch für die COVID-19-Impfung. Würde so eine Ähnlichkeit unfruchtbar machen, dann würde die Infektion mit COVID-19 auch unfruchtbar machen. Dies wurde jedoch weltweit nicht beobachtet. Das Paul-Ehrlich-Institut bewertet die Sicherheit dazu so: „Mit dieser Datenlage ist im Rahmen einer Arzneimittelzulassung die bestmögliche Sicherheit für den Ausschluss von Schäden an Fortpflanzungsorganen und von einer Beeinträchtigung der Fortpflanzung beim Menschen gewährleistet.“ Frauen mit Kinderwunsch können sich also gegen COVID-19 impfen lassen.

Was Frauen mit Kinderwunsch aber beachten sollten ist die Impfung in der Schwangerschaft selbst. Es gibt derzeit keine systematisch am Menschen erhobenen Daten dazu, ob die Impfung in der Schwangerschaft sicher ist. D.h. nicht, dass die Impfung nicht sicher ist – es fehlen nur Daten, um das zu beurteilen. Die Empfehlung der STIKO Schwangere nicht zu impfen hat also zur Grundlage, dass bisher keine ausreichenden Daten für eine Empfehlung vorhanden sind, und nicht, dass eine konkrete Gefahr befürchtet wird. Kinderwunsch ist kein Grund gegen die Impfung. Eine erfolgte Impfung auch kein Grund für einen Schwangerschaftsabbruch. Die Empfehlung ist eine Vorsichtsmaßnahme, aber kein direkter Hinderungsgrund.

Soll die Impfung auch nach durchgemachter COVID-19-Infektion erfolgen?

Aufgrund der anzunehmenden Immunität nach durchgemachter Infektion, zur Vermeidung überschießender Nebenwirkungen und in Anbetracht des bestehenden Impfstoffmangels sollten ehemals an COVID-19 erkrankte Personen nach Ansicht der STIKO unter Berücksichtigung der Priorisierung im Regelfall etwa 6 Monate nach Genesung geimpft werden. Dabei ist eine einzige Impfdosis ausreichend.

Tritt nach Verabreichung der 1. Impfstoffdosis eine labordiagnostisch gesicherte (positive PCR) SARS-CoV-2-Infektion auf, sollte nach Ansicht der STIKO die Verabreichung der 2. Impfstoffdosis ebenfalls erst etwa 6 Monate nach Genesung bzw. Diagnosestellung erfolgen.

Es ist aktuell nicht bekannt, ob man nach SARS-CoV-2-Exposition durch eine postexpositionelle Impfung den Verlauf der Infektion günstig beeinflussen oder die Erkrankung noch verhindern kann.

Welche Impfstoffe werden eingesetzt?

In Deutschland sind zurzeit vier Corona-Impfstoffe zugelassen, davon werden voraussichtlich drei eingesetzt:

mRNA-Impfstoff

  • Der Impfstoff COVID-19 Vaccine Moderna® der Firma Moderna, der in Kooperation mit dem US National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) entwickelt wurde. Die Zulassung durch die Europäischen Arzneimittelagentur erfolgte am 7. Januar 201.
  • Der von BioNTech und Pfizer gemeinsam hergestellte Impfstoff Comirnaty®. Die Zulassung von Comirnaty® durch die Europäische Arzneimittelagentur erfolgte am 21. Dezember 2020.

Vektor-Impfstoff

  • Der Vektor-basierte Impfstoff COVID-19 Vaccine AstraZeneca® des britisch-schwedischen Unternehmens AstraZeneca. Die Zulassung durch die Europäischen Arzneimittelagentur erfolgte am 29. Januar 2021.

Was ist ein mRNA-Impfstoff?

Die Impfstoffe sind gentechnisch im Labor hergestellt und bestehen aus mRNA (engl.: messengerRNA = Boten-RNA), eingepackt in kleine Lipid- oder Fetttröpfchen, sogenannten Nanopartikeln. Auf der mRNA befindet sich der Bauplan für ein Oberflächenantigen, das sogenannte Spike-Antigen des SARS-CoV-2-Virus. Gelangt diese mRNA in die Zielzelle, benutzt sie den körpereigenen Mechanismus (Ribosomen) zur Herstellung von Eiweißen, in diesem Fall zur Herstellung des viralen Oberflächenantigens. Gegen diese Antigene entwickelt der Körper dann Antikörper, um sich beim tatsächlichen Kontakt mit dem Virus entsprechend schützen zu können. Virusproteine können zudem eine T-Zell-Antwort (CD4, CD8) auslösen (zelluläre Immunantwort). T-Zellen unterstützen das Immunsystem beim Bekämpfen intrazellulärer Infektionen, und sie können die infizierten Zellen auch direkt töten.

Die mRNA bleibt dabei im Zytoplasma der Zelle und zerfällt dort nach kurzer Zeit von selbst. Die mRNA gelangt nicht in den Zellkern, wo sich die DNA der Zelle befindet. Es gibt auch keinen Hinweis darauf, dass die von den Körperzellen nach der Impfung aufgenommen mRNA in DNA umgeschrieben wird.  Aus diesem Grund finden auch keine Veränderungen des Erbguts der Zelle statt.

Was ist ein COVID-19-Vektor-Impfstoff

Die beim AstraZeneca-Impfstoff verwendeten „Träger- oder Vektorviren“ sind Adenoviren (modifizierte Viren, die bei Schimpansen Erkältungen auslösen), die für Menschen harmlos sind. Das Impfvirus repliziert (d.h. vermehrt sich) im menschlichen Körper nicht und kann somit keine Erkrankung auslösen.

Nach der Impfung gelangt das Impfvirus mit dem SARS-CoV-2-Gen in einige wenige menschliche Körperzellen. Die Zellen verwenden das Gen zur Herstellung des Spikeproteins. Das Immunsystem erkennt das Spikeprotein als fremd an und bildet als Reaktion des Immunsystems Antikörper und T-Zellen, die im Idealfall vor einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 schützen.

Bei natürlicher Infektion mit Adenoviren wurde bisher keine genetische Veränderung menschlicher Zellen beobachtet. Adenovirale Vektoren gelten generell als nichtintegrierende Vektoren, d.h. sie integrieren ihr Erbgut nicht ins Zellgenom. Das Genom der COVID-19-Vektorimpfstoffe auf Basis nicht vermehrungsfähiger Adenoviren verbleibt ebenso wie das anderer Adenoviren außerhalb der menschlichen DNA (extrachromosomal) im Zellkern infizierter Zellen.

Auch vor dem Hintergrund, dass sich die adenoviralen Vektoren – anders als die natürlichen Erkältungsviren – aufgrund genetischer Veränderungen nicht im menschlichen Körper vermehren und schnell vom Körper eliminiert werden, besteht nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft kein Risiko der Integration der Adenovirus-Vektor-DNA in das menschliche Genom.

Welche Inhaltstoffe enthalten die Impfstoffe?

Neben dem Wirkstoff (mRNA) sind im Impfstoff COVID-19 Vaccine Moderna® laut Herstellerangaben die folgenden Inhaltsstoffe enthalten:

  • das proprietäre, ionisierbare Lipid SM-102
  • 1,2-Dimyristoyl-rac-glycero-3-methoxypolyethylenglycol-2000 [PEG2000-DMG]
  • Cholesterol
  • 1,2-Distearoyl-sn-glycero-3-phosphocholin [DSPC]
  • Tromethamin
  • Tromethaminhydrochlorid
  • Essigsäure
  • Natriumacetat
  • Saccharose
  • Wasser für Injektionszwecke

Neben dem Wirkstoff (mRNA) sind im Impfstoff Comirnaty® der Firma Biontech/Pfizer laut Herstellerangaben die folgenden Inhaltsstoffe enthalten:

  • ALC-0315 = (4-Hydroxybutyl)azanediyl)bis (Hexan-6,1-diyl)bis(2- hexyldecanoat)
  • ALC-0159 = 2-[(Polyethylenglykol)-2000]-N,N-ditetradecylacetamid
  • DSPC= 2-Distearoyl-sn-glycero-3 phosphocholin
  • Cholesterol
  • Kaliumchlorid
  • Kaliumdihydrogenphosphat
  • Natriumchlorid
  • Dinatriumhydrogenphosphat-Dihydrat
  • Saccharose
  • Wasser für Injektionszwecke

Ein Adjuvans ist nicht enthalten, ebenso wenig ein Konservierungsstoff oder Hühnereiweiß.

Der Stopfen der Comirnaty® Durchstechflaschen besteht nach Herstellerangaben nicht aus Naturgummi-Latex.

Eine Dosis (0,5 ml) COVID-19 Vaccine AstraZeneca Impfstoff enthält:

  • Schimpansen-Adenovirus, der das SARS-CoV-2-Spike-Glykoprotein ChAdOx1-S* kodiert, nicht weniger als 2,5 x 108 infektiöse Einheiten.

*Hergestellt in genetisch veränderten, humanen embryonalen Nieren 293-Zellen (HEK, human embryonic kidney) und durch rekombinante DNA-Technologie. Dieses Produkt enthält genetisch veränderte Organismen (GVOs).

Die weiteren Bestandteile sind:

  • Histidin
  • Histidinhydrochlorid-Monohydrat
  • Magnesiumchlorid-Hexahydrat
  • Polysorbat 80 (E 433)
  • Ethanol
  • Sucrose
  • Natriumchlorid
  • Natriumedetat (Ph.Eur.)
  • Wasser für Injektionszwecke

Wurde der Impfstoff vor der Zulassung ausreichend geprüft?

Das Genom des SARS-CoV-2-Virus wurde bereits im Januar 2020 vollständig entschlüsselt und schon Ende Dezember lagen die ersten Impfstoffkandidaten vor. Das wurde ermöglicht, indem die unterschiedlichen Testphasen (I/II und II/III) überlappend durchgeführt (telescoping) und parallel alle Studienergebnisse rollierend sofort an die Zulassungsstellen weitergeleitet und dort mit Priorität gesichtet wurden, sodass insgesamt viel Zeit gewonnen werden konnte. Hinzu kommt, dass noch niemals mit so großer finanzieller Unterstützung weltweit die Impfforschung unterstützt wurde, denn allen ist klar, dass nur durch wirksame Impfstoffe, die weltweit einem Großteil der Bevölkerung zur Verfügung stehen, zeitnah das Pandemiegeschehen eingedämmt werden kann.

Die Zulassung der Europäischen Arzneimittelagentur für den von BioNTech und Pfizer gemeinsam hergestellten Impfstoff Comirnaty® erfolgte am 21. Dezember 2020 beziehungsweise am 7. Januar 2021 für den von Moderna hergestellten Impfstoff COVID-19 Vaccine Moderna®. Als dritte wurde der Impfstoff COVID-19 Vaccine AstraZeneca® des britisch-schwedischen Unternehmens AstraZeneca durch die Europäischen Arzneimittelagentur am 29. Januar 2021 in der EU zugelassen.

Warum müssen zwei Impfdosen verabreicht werden?

Durch die zweite Impfung wird das bereits durch die erste Impfung angeregte Immunsystem weiter stimuliert, in ausreichender Menge Abwehrkräfte (Antikörper) gegen das Virus zu bilden. Aus anderen Impfungen weiß man, dass so Antikörper nicht nur vermehrt gebildet werden, sondern auch länger anhalten. Gegen manche Infektionen impft man sogar dreimal (z.B. Hepatitis B oder Diphtherie).

Welche Schutzwirkung hat die Impfung?

Aus der Zulassungsstudie des von Moderna hergestellten Impfstoffs COVID-19 Vaccine Moderna® ist bekannt, dass die Schutzwirkung bei über 15.000 geimpften Probanden bei circa 94 Prozent lag. Das heißt, dass bei den geimpften Probanden eine symptomatische COVID-19-Erkrankung circa 18 Mal seltener beobachtet wurde als bei den ungeimpften Studienteilnehmern.

Aus der Zulassungsstudie des von BioNTech und Pfizer gemeinsam hergestellten Impfstoff Comirnaty® ist bekannt, dass die Schutzwirkung bei über 20.000 geimpften Probanden bei circa 95 Prozent lag; das heißt, dass bei den geimpften Probanden eine symptomatische COVID-19-Erkrankung circa 20 Mal seltener beobachtet wurde als bei den ungeimpften Studienteilnehmern.

Nach derzeitigem Kenntnisstand hat der der Vektor-basierte Impfstoff „COVID-19 Vaccine AstraZeneca“ bei Personen eine Wirksamkeit von 70% gegen eine COVID-19-Erkrankung. Was bedeutet das?

Für einen ausreichenden Impfschutz soll der AstraZeneca-Impfstoff 2-mal im Abstand von 12 Wochen verabreicht werden. Die in den klinischen Prüfungen ermittelte Wirksamkeit der Impfung prüfte den Impfschutz im Zeitraum ab 15 Tage nach Verabreichung der 2. Impfstoffdosis. Die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, war bei den gegen COVID-19 geimpften Personen um 70% geringer als bei den nicht geimpften Personen. Dazu ein Beispiel: Man stelle sich vor, in einer Gegend mit vielen aktiven COVID-19-Fällen treten etwa 20 Fälle je 1000 Personen auf. Würde in dieser Gegend dann ein Teil der Bevölkerung geimpft werden, würden nachfolgend noch 20 von 1000 ungeimpften Personen an COVID-19 erkranken, aber nur etwa 6 von 1000 geimpften Personen. Wenn eine mit dem Vektor-basierten COVID-19-Impfstoff geimpfte Person mit dem Erreger in Kontakt kommt, wird sie also mit großer Wahrscheinlichkeit nicht erkranken.

Ende Januar plädierte die STIKO dafür den  AstraZeneca-Impfstoff nur bei 18- bis 64-Jährigen anzuwenden. Die Wirksamkeit bei Älteren sei zu diesem Zeitpunkt nocht nicht ausreichend belegt, erläuterte sie, doch abgesehen von dieser Einschränkung halte sie den Impfstoff ebenfalls als gleichermaßen geeignet wie die bereits zugelassenen Corona-Impfstoffe.

Nun stehen allerdings neue Studiendaten auf Grundlage einer Datenauswertung der britischen Behörde Public Health England zur Verfügung, die Anfang der Woche auf dem Preprint Server medRxiv veröffentlicht wurden. Diese zeigen, dass der AstraZeneca-Impfstoff auch bei Älteren schon nach der ersten Dosis eine höhere Wirksamkeit zeigte, als bisher angenommen und dass die Impfstoffe von Astra-Zeneca und Biontech/Pfizer nach einmaliger Gabe bei Menschen ab 70 Jahren vergleichbar gut wirksam waren.

Wie schnell tritt diese Schutzwirkung ein?

Die volle Schutzwirkung entfaltet die Impfung erst nach der zweiten Impfdosis. Entsprechend hohe Antikörpertiter sollten sich circa zwei Wochen nach der zweiten Impfung einstellen. Aus den Zulassungsstudien der beiden Impfstoffe COVID-19 Vaccine Moderna® und Comirnaty® ergeben sich allerdings auch Hinweise, dass selbst die erste Impfdosis bereits eine gewisse Schutzwirkung entfaltet.

Mit AstraZeneca-Impfstoff wurde 28 bis 34 Tage nach der 1. Impfdosis eine Wirksamkeit von 60 % (41-73 %) erreicht, die danach weiter auf 73 % (27-90 %) anstieg.

Wie lange hält der Impfschutz an?

Hierzu liegen noch keine abschließenden Daten vor, da die ersten Probanden erst im März/April 2020 geimpft wurden. Von Infektionen mit anderen Coronaviren ist jedoch bekannt, dass die durchgemachte Infektion und eine sich daraus ergebene Immunität für circa ein Jahr anhält. Von einer vergleichbaren Dauer geht man also auch für die hier vorliegenden Impfstoffe aus. Ob man sich aber tatsächlich – ähnlich wie bei der Grippe – jährlich erneut wird impfen lassen müssen, ist bisher noch unklar.

Verhindert die Impfung die Weitergabe des Virus?

Das ist eine gute und berechtigte Frage, die leider noch nicht vollständig geklärt ist. Man spricht dabei von der sogenannten „sterilen Immunität“. Damit ist gemeint, dass durch die Impfung eine Aufnahme und Vermehrung des Virus im Rachenbereich verhindert wird und damit auch die Übertragung an Dritte nicht mehr stattfindet. Sehr wahrscheinlich reduziert die Impfung das Risiko einer Übertragung, verhindert sie aber nicht in jeder Situation und nicht bei allen Personen, z.B. bei Risikogruppen.

Bis dieser Aspekt geklärt ist, müssen alle Personen weiterhin die geltenden Hygieneregeln sowohl bei der Arbeit als auch im Privatleben einhalten.

Welche Nebenwirkungen oder Komplikationen können auftreten?

Grundsätzlich muss zwischen leichten, aber häufigen Impfreaktionen und seltenen, aber schweren Impfkomplikationen unterschieden werden.

Dabei stellen harmlose, leichte Impfreaktionen eigentlich eine „gute Reaktion“ dar, da sie zeigen, dass der Körper auf die Impfung reagiert und sich eine Immunantwort entwickelt. Häufige und harmlose Impfreaktionen, die in den Zulassungsstudien der Impfstoffe COVID-19 Vaccine Moderna® und Cominarty® beschrieben wurden, sind eine Rötung oder Schwellung der Impfstelle. Auch Fieber, Müdigkeit, Übelkeit sowie Muskel-, Gelenk- und Kopfschmerzen können nach der Impfung auftreten. In sehr seltenen Fällen kann es auch zu Lymphknotenschwellungen kommen. Leichte Impfreaktionen treten häufiger bei jüngeren Probanden und häufiger nach der zweiten Impfung auf. Die Impfreaktionen bestanden für maximal ein bis zwei Tage und waren ausnahmslos reversibel.

Impfkomplikationen hingegen sind über das normale Maß einer Impfreaktion hinausgehende Folgen der Impfung, die den Gesundheitszustand der geimpften Person deutlich belasten. In den umfangreichen klinischen Prüfungen vor der Zulassung wurden nach Gabe des COVID-19 Vaccine Moderna®-Impfstoffes drei Fälle von akuter Gesichtslähmung beobachtet. Ob diese im ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung stehen, ist bisher unklar und wird weiter untersucht. Darüber hinaus gibt es einzelne Fallberichte schwerer Überempfindlich-keitsreaktionen, sogenannte anaphylaktische Reaktionen, die unmittelbar nach der Impfung aufgetreten sind. Dabei handelt es sich ebenfalls um eine äußerst seltene, aber prinzipiell lebensbedrohliche Impfkomplikation. Bitte lesen Sie hierzu auch den Abschnitt „Können sich Perosnen mit Allergien impfen lassen?“.

Nach der Impfung mit dem COVID-19-Vektor-Impfstoff (AstraZeneca) kann es als Ausdruck der Auseinandersetzung des Körpers mit dem Impfstoff zu Lokal- und Allgemeinreaktionen kommen. Die am häufigsten berichteten Impfreaktionen in der bisher zumeist zweimonatigen Beobachtungszeit waren Druckempfindlichkeit an der Einstichstelle (mehr als 60 %), Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit (mehr als 50 %), Muskelschmerzen und Unwohlsein (mehr als 40 %), erhöhte Temperatur und Schüttelfrost (mehr als 30 %), Gelenkschmerzen und Übelkeit (mehr als 20 %). Häufig (zwischen 1 % und 10 %) wurde über Erbrechen, Durchfall, Rötung und Schwellung der Einstichstelle sowie Fieber berichtet. Gelegentlich (zwischen 0,1 % und 1 %) traten Lymphknotenschwellungen, verminderter Appetit, Schwindel, Schläfrigkeit, vermehrtes Schwitzen, Juckreiz und ein allgemeiner Hautausschlag auf. Die meisten Reaktionen sind bei älteren Personen etwas seltener als bei jüngeren Personen zu beobachten. Die Impfreaktionen sind zumeist mild oder mäßig ausgeprägt, halten für gewöhnlich wenige Tage an und treten nach der 2. Impfung etwas seltener als nach der 1. Impfung auf. Seit Einführung der Impfung wurden nach einer Impfung mit dem AstraZeneca® Impfstoff sehr selten Blutgerinnsel (Thrombosen), verbunden mit einer Verringerung der Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie),in einigen Fällen auch zusammen mit Blutungen, beobachtet. Darunter waren einige schwere Fälle mit Blutgerinnseln an unterschiedlichen oder ungewöhnlichen Stellen (z. B. im Gehirn als Sinusvenenthrombosen), zusammen mit erhöhter Gerinnungsaktivität oder auch Blutungen im ganzen Körper. Die Mehrzahl dieser Fälle trat zwischen sieben bis 14 Tagen nach der Impfung und überwiegend bei Frauen unter 55 Jahren auf. Allerdings haben bisher auch insgesamt mehr Frauen unter 55 Jahren den Impfstoff erhalten als andere Personen. Einige der beschriebenen Fälle endeten tödlich.

Zuletzt müssen noch Komplikationen erwähnt werden, die nicht durch den Impfstoff bedingt sind, sondern durch die Injektion selbst verursacht sein können. Hier besteht, wie bei jeder anderen Injektion auch, selbst bei sachgerechter Injektionstechnik ein äußerst geringes Restrisiko, dass es zu Blutungen, Infektionen oder Nerven- und Weichteilverletzungen kommen kann.

Ist man bei einem Impfschaden versichert?

In der Uniklinik RWTH Aachen werden nur Impfstoffe eingesetzt, für die eine Zulassung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) vorliegt. Unter diesen Voraussetzungen ist eine Kostenübernahme bei Impfschäden durch die öffentliche Hand garantiert.

Gibt es Daten über Langzeitnebenwirkungen?

Mögliche Nebenwirkungen, die erst verzögert nach mehreren Jahren auftreten, können derzeit noch gar nicht bekannt sein. Auch Wechselwirkungen mit anderen Impfungen, Medikamenten oder anderen Grunderkrankungen konnten aufgrund der Kürze der Zeit noch nicht so detailliert beschrieben sein, wie das bei Medikamenten oder Impfstoffen der Fall ist, die bereits seit Jahren zugelassen sind. Hierzu wird man aber weiter Daten generieren und dann auch besonders seltene Nebenwirkungen, die beispielsweise nur 1:30.000 oder 1:40.000 auftreten, erfassen können.

Wie muss ich mich bei Verdacht auf eine Nebenwirkung verhalten?

Wenn nach einer Impfung Symptome auftreten, welche die oben genannten schnell vorübergehenden Lokal- und Allgemeinreaktionen überschreiten, steht Ihnen Ihre Hausärztin / Ihr Hausarzt selbstverständlich zur Beratung zur Verfügung. Bei schweren Beeinträchtigungen, insbesondere wenn 4-14 Tage nach einer Impfung mit dem AstraZeneca®-Impfstoff anhaltende Kopfschmerzen, Atemnot oder punktförmige Hautblutungen auftreten, sollten Sie sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben.

Wer überwacht die Impfreaktionen und wie können Nebenwirkungen gemeldet werden?

Auch bei breiter Anwendung werden die Wirksamkeit, Sicherheit und auch die Schutzdauer der COVID-Impfstoffe fortlaufend vom pharmazeutischen Unternehmer selbst sowie durch das Paul-Ehrlich-Institut und die zuständigen Gremien bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) überprüft und bewertet. Bei Hinweisen auf mögliche Nebenwirkungen kann somit sehr schnell reagiert werden. Sollten Sie oder ihr behandelnder Arzt den Verdacht einer Nebenwirkung haben, können Sie dies sowohl beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als oberster Bundesbehörde, Ihrem örtlichen Gesundheitsamt oder in der „SafeVac“-App des PEIs melden.

 

Fragen zu Corona-Tests

Welche Möglichkeiten gibt es für Studierende und Beschäftige, sich testen zu lassen?

Grundsätzlich kann sich jeder mindestens einmal wöchentlich kostenlos in einem Corona-Testzentrum testen lassen. Die Städteregion Aachen informiert auf der Webseite laufend über alle Testmöglichkeiten in der Städteregion Aachen. Auf der Seite finden Sie auch Hinweise für Personen, die im benachbarten Ausland leben und an der RWTH arbeiten. Zudem soll zukünftig eine Software bzw. App die Suche von Testzentren und die Buchung von Terminen erleichtern. Beschäftigten wird die Testung auch während der Arbeitszeit ermöglicht.

Gibt es Corona-Selbsttests für die Beschäftigten?

Ja, die RWTH bietet den Einrichtungen im RWTH-Kaufhaus Corona-Selbsttests zum Kauf an.

Für wen sind die Corona-Selbsttests im RWTH-Kaufhaus gedacht?

Rektorat und Krisenstab haben entschieden, dass allen Beschäftigten, die einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind (insbesondere bei regelmäßiger Nichteinhaltung des Mindestabstands; z. B. Tätigkeiten in Werkstätten oder Laboren, Betreuung von Praktika), seitens der jeweiligen Hochschuleinrichtungen mindestens zwei Corona-Selbsttests pro Woche anzubieten sind.

Sind die Beschäftigten verpflichtet, Corona-Selbsttests durchzuführen?

Nein, die Nutzung der Corona-Selbsttests ist freiwillig.

Wie funktionieren die im RWTH-Kaufhaus erhältlichen Selbsttests?

Bitte beachten Sie, dass im RWTH-Kaufhaus aktuell unterschiedliche Testprodukte erhältlich sind. Bitte prüfen Sie, welches Produkt sie erworben haben und finden untenstehend die passende Anleitung. (Selbstverständlich liegen den erworbenen Tests auch gedruckte Anleitungen bei)

Produkt: CLINITEST Rapid COVID-19 Antigen Self-Test

Gebrauchsanweisung
Kurzanleitung
Videoanleitung

Produkt: HOTGEN (2019-nCoV)-Antigentest

Gebrauchsanweisung
Videoanleitung

 

Was ist zu tun, wenn ein Corona-Selbsttest ein positives Ergebnis liefert?

In diesem Fall sind Sie verpflichtet, sich in einem Testzentrum oder bei der Hausärztin oder dem Hausarzt unverzüglich, spätestens am nächsten Werktag, einem PCR-Test als Kontrolltest zu unterziehen. Personen müssen die Teststelle vorab über das positive Selbsttestergebnis informieren. Im Zeitraum vom Ergebnis des positiven Selbsttests bis zum PCR-Test müssen unmittelbare Kontakte zu anderen Personen, die nicht zwingend erforderlich sind, vermieden werden. Wird der Selbsttest am Arbeitsplatz vorgenommen, ist der Arbeitsplatz unverzüglich zu verlassen. Nach dem PCR-Test gilt die Verpflichtung, sich bis zum Vorliegen des Testergebnisses in Quarantäne zu begeben. Hier sollte auch abgeklärt werden, ob Haushaltsangehörige von der Quarantänepflicht betroffen sind. Für Personen, bei denen eine Infektion mit SARS-CoV-2 mit einem PCR-Test nachgewiesen ist, greifen dann die gültigen Quarantäneregeln. Ist das Ergebnis negativ, kann die Quarantäne beendet werden.

Muss / Soll die Hochschuleinrichtung die Ausgabe von Selbsttests und deren Ergebnisse dokumentieren?

Nein. Die Corona-Selbsttests sind ein freiwilliges Angebot an die Beschäftigten. Eine Dokumentation von Ausgabe der Tests oder Ergebnissen durch die Hochschuleinrichtungen ist nicht vorgesehen.

Kann über den in meiner Hochschuleinrichtung durchgeführten Selbsttest eine Bescheinigung ausgestellt werden?

Beschäftigte der RWTH können anderen Beschäftigten das negative Selbsttestergebnis bescheinigen. Voraussetzung hierfür ist, dass die bescheinigende Person vorher die Unterweisung bestätigt hat. Die unterzeichnete Unterweisung ist in der jeweiligen Hochschuleinrichtung aufzubewahren und bei Bedarf vorzulegen.

Ich habe Corona-Symptome. Welcher Test ist sinnvoll/ausreichend?

Bei symptomatischen Personen kann nur ein PCR-Test ein zuverlässiges Ergebnis über eine ggf. vorliegende Corona-Erkrankung liefern. Dieser kann beim Hausarzt oder beim Gemeinsamen Abstrichzentrum am Tivoli (GAZ) durchgeführt werden (Terminvereinbarung für das GAZ).

Wichtig: Für Personen mit noch unbestätigten Corona-Symptomen gilt bis zur Klärung der Symptomatik grundsätzlich ein Betretungsverbot für die RWTH.

 

Fragen zum Thema Arbeitsplatz

Für meine Steuererklärung benötige ich eine Bescheinigung, dass ich im Homeoffice gearbeitet habe. Wer stellt die Bescheinigung an der RWTH aus?

Ein Merkblatt und ein Vordruck zur Ausstellung der Bescheinigung ist im Formularcenter hinterlegt. Die Bescheinigung kann durch die Leitung der Hochschuleinrichtung oder durch die Abteilungsleitung bzw. vom Vertreter im Amt erstellt und ausgefüllt werden.

Den Vordruck und das Merkblatt finden Sie hier.

Unter welchen Rahmenbedingungen ist außerordentliches Home Office möglich?

Die aktuelle Home Office-Regelung finden Sie hier.

Falls Home Office nicht möglich ist, ist der Arbeitsplatz entsprechend der geltenden Richtlinien zu gestalten. Siehe "Wie sind die Arbeitsplätze in RWTH-Gebäuden zu gestalten?"

Wie kann ich die zentralen IT-Dienste aus dem Home Office nutzen?

Das IT Center hat alle notwendigen Anleitungen und weitere Informationen zusammengefasst.

Wie sind die Arbeitsplätze in RWTH-Gebäuden zu gestalten?

Von der Leitung der jeweiligen Hochschuleinrichtung sind die Voraussetzungen zur Einhaltung der bestehenden Abstands- und Hygieneregelungen zu schaffen. Aufgrund der bestehenden gesetzlichen Auflagen ist diesbezüglich eine Dokumentation durch die Durchführung der arbeitsplatzbezogenen Gefährdungsbeurteilung erforderlich.

Für die tatsächliche Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen sind sowohl die Führungskräfte wie auch die Beschäftigten in den jeweiligen Hochschuleinrichtungen verantwortlich.

Das Personal sollte so weitläufig wie möglich auf die verfügbaren Raumressourcen aufgeteilt werden. Es ist zu vermeiden, dass mehrere Personen in einem Raum arbeiten, während andere Räume ungenutzt sind. Wenn die Tätigkeiten dies zulassen, wird in Mehrfachbüros ein Wechselbetrieb zwischen Home Office und Präsenz empfohlen, um die Zahl der gleichzeitig anwesenden Personen möglichst gering zu halten. Sollte dies nicht möglich sein, muss sichergestellt werden, dass die Abstandsregelungen und Hygienebestimmungen eingehalten und besondere Schutzmaßnahmen (Trennwand, Mund- und Nasenmaske bei vorübergehender Unterschreitung des Mindestabstands, Raumgröße und ähnliches) getroffen werden.

In Laboren, Werkstätten und Ähnlichem sind Maßnahmen zu treffen, um für die Beschäftigten ein risikominimiertes Arbeiten im vorgenannten Sinne zu gewährleisten. Bei Bedarf steht hier die Stabsstelle für Arbeit- und Strahlenschutz beratend zur Verfügung.

Für Beschäftigte, die zu einer Risikogruppe im Sinne von SARS – CoV 2 gehören oder die durch die eingeschränkte Öffnung von Schulen oder Kitas zusätzliche Aufgaben bei der Kinderbetreuung haben, soll vorrangig von der Home-Office-Regelung Gebrauch gemacht werden, sofern es mit den dienstlichen Aufgaben vereinbar ist. Die Personalabteilungen der RWTH stehen für weitere Informationen gerne zur Verfügung.

Bei Nutzung der Home-Office-Regelung beachten Sie bitte auch den verfügbaren Leitfaden. Zusätzlich wird auf die Angebote des Familienservices verwiesen.

Bei den oben angegebenen Risikogruppen geht die RWTH von der Definition des Robert Koch-Instituts aus. Nach der Einschätzung der Hochschulärztlichen Einrichtung gehören insbesondere Beschäftigte mit folgenden Vorerkrankungen zur Risikogruppe im Zusammenhang mit dem Corona-Virus:

  • Therapiebedürftige Herz-Kreislauf-Erkrankungen (zum Beispiel coronare Herzerkrankung, Bluthochdruck)
  • Erkrankungen der Lunge (zum Beispiel COPD, Asthma bronchiale)
  • Chronische Lebererkrankungen
  • Nierenerkrankungen
  • Onkologische Erkrankungen
  • Diabetes mellitus
  • Geschwächtes Immunsystem (zum Beispiel aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht, oder durch regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können, wie zum Beispiel Cortison).

Für Schwangere erfolgt die spezifische Beurteilung zu SARS – CoV 2 im Rahmen der allgemeinen Gefährdungsbeurteilung bei Bekanntgabe der Schwangerschaft.

Als Nachweis der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe genügt eine Erklärung der oder des Beschäftigten gegenüber der oder dem Vorgesetzten in Textform (E-Mail reicht aus), wenn die Erkrankung der oder dem Vorgesetzten bekannt ist. Ansonsten ist ein ärztliches Attest vorzulegen, das die Bestätigung enthalten muss, dass im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus SARS – CoV-2 aufgrund der besonderen Disposition die Gefahr eines schweren Krankheitsverlaufs besteht. Die Art der Vorerkrankung ist aus Gründen des Datenschutzes nicht anzugeben.

Im Bedarfsfall können die Beschäftigten und Hochschuleinrichtungen Rückfragen in diesem Zusammenhang mit der Hochschulärztlichen Einrichtung klären.

Sofern Beschäftigte einer Risikogruppe an ihrem Arbeitsplatz arbeiten, sind im Bedarfsfall mit der Stabsstelle für Arbeits- und Strahlenschutz und der Hochschulärztlichen Einrichtung geeignete Schutzmaßnahmen abzustimmen, sodass damit nur ein geringes Ansteckungsrisiko verbunden ist.

Gibt es für Grenzgängerinnen und -gänger Einschränkungen?

Sofern Nachbarländer die Bewegungsfreiheit einschränken, so können Grenzgängerinnen und -gängern von ihren zuständigen Personalsachbearbeiterinnen oder -bearbeitern eine entsprechende Pendlerbescheinigung anfordern. Diese wird per Scan zugesandt.

Gibt es Vorgaben für die Durchführung von Veranstaltungen?

Die aktuellen Regelungen zu Veranstaltungen finden Sie in diesem Öffnungskonzept und auf dieser Webseite.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten stehen mir zur Verfügung?

Aufgrund der derzeitigen Situation können viele Weiterbildungsveranstaltungen an der RWTH nicht wie ursprünglich geplant als Präsenzformat stattfinden. Damit alle Beschäftigten sich jedoch auch in diesen Zeiten weiterbilden können, wurden viele geplante Veranstaltungen nun auf digitale Formate umgestellt. Um den Überblick zu erleichtern, kann in der Veranstaltungsdatenbank nun nach den Veranstaltungsformaten „Online“, „Präsenz“ und „Blended (Online+Präsenz)“ gefiltert werden. Bei detaillierten Rückfragen zu den entsprechenden Angeboten stehen die jeweilig genannten Kontaktpersonen zur Verfügung.

Welche Einschränkungen gibt es bei den zentralen Diensten der RWTH?

Aufgrund der eingeschränkten Personalverfügung muss das Service Center Abfallwirtschaft (SCA) in der Mathieustraße in den Notbetrieb gehen. Nur durch folgende Maßnahmen kann vorerst die Entsorgung für zeitkritische Belange an der RWTH gewährleistet bleiben.

Das SCA ist zu folgenden Zeiten besetzt:

  • Montag und Freitag 8 Uhr bis 12 Uhr

  • Dienstag bis Donnerstag 8 Uhr bis 14 Uhr

In dieser Zeit können Abfälle nur nach telefonischer Anmeldung angenommen werden. Darüber hinaus sind die SCA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter zu den büroüblichen Zeiten telefonisch und per Mail zu erreichen. Das Betreten des Gebäudes ist nur mit einer Mund-Nasen-Bedeckung gestattet. Auf dem Betriebshof muss der vorgeschriebene Mindestabstand eingehalten werden. Kann der Mindestabstand nicht eingehalten werden, ist auch hier eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Welche Auswirkungen hat die Situation auf den Hochschulsport?

Nähere Informationen finden Sie hier.

Was kann ich machen, wenn ich durch die eingeschränkte Öffnung von Kindertagesstätten, Kindergärten oder Schulen betroffen bin?

Sollte es eine Beeinträchtigung etwa durch eingeschränkt geöffnete Kindertagesstätten, Schulen und anderen Einrichtungen im Umfeld geben, dann können in Rücksprache mit den verantwortlichen Vorgesetzten kurzfristig individuelle Lösungen gefunden werden.

Die RWTH ist fest entschlossen, ihren Teil dazu beitragen, dass alle Beschäftigten, die wegen der eingeschränkten Öffnung der genannten Einrichtungen, Schwierigkeiten bei der Betreuung ihrer Kinder haben, diese Herausforderung gelöst bekommen. Wir sehen aber bei dieser ganz sicher außergewöhnlichen Situation nicht nur den Arbeitgeber RWTH in der Verantwortung, sondern auch die Beschäftigten, deren Partnerinnen und Partner und damit unter Umständen auch deren Arbeitgeber. Gute und faire Lösungen können schnell gefunden werden, wenn alle Genannten sich an der Lösung beteiligen. Das Personaldezernat kann keine allgemein geltenden Lösungen vorschlagen, da eine faire Lösung sich immer an der individuellen Situation der Beschäftigten und der jeweiligen Hochschuleinrichtung orientieren muss. Deshalb kann die konkrete Lösung auch nur zwischen der/dem jeweiligen Personalverantwortlichen in der Hochschuleinrichtung und der/dem Beschäftigten gefunden werden.

Für Eltern gibt es mit dem Kinderkrankengeld sowie den Lohnersatzleistungen nach § 56 Infektionsschutzgesetz finanzielle Entlastungsmöglichkeiten. Die Landesregierung NRW hat zudem mit der Betreuungsentschädigung eine weitere Entlastungsmöglichkeit für Selbständige und privat versicherte Eltern geschaffen.

Darüber hinaus bietet die RWTH die Möglichkeit, im Jahr 2021 drei Corona-Sonderurlaubstage zu nehmen (gilt nicht für Beamtinnen und Beamte). Voraussetzung für die Gewährung der Sonderurlaubstage ist, dass kein Resturlaub aus 2020 mehr besteht und keine Überstunden mehr abgegolten werden können. Diese drei Sonderurlaubstage werden mit Gehaltsfortzahlung gewährt. Sonderurlaub können Eltern von Kindern unter 12 Jahren, bei Kindern mit Behinderungen auch darüber hinaus, beantragen. Für die Inanspruchnahme von Sonderurlaub muss ein möglicher Anspruch auf Kinderkrankengeld ausgeschöpft sein.

Beschäftigte der RWTH, die im privaten Bereich eine Betreuungsperson für ihre Kinder suchen, können weiterhin die Babysitter-Vermittlung des Familienservice nutzen. Die Vorgaben der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW sind einzuhalten.

Wenden Sie sich gerne an die zuständige Personalabteilung sowie den Familienservice des Gleichstellungsbüros (), wenn Sie Fragen oder Beratungsbedarf haben.

Aktuelle Hinweise finden Sie auch im Corona Blog der RWTH.

Wann habe ich bei eingeschränkter Öffnung von KiTas und Schulen Anspruch auf Kinderkrankengeld?

Gesetzlich versicherte Eltern können im Jahr 2021 pro gesetzlich versichertem Kind und Elternteil 30 statt 20 Tage Kinderkrankengeld beantragen, insgesamt bei mehreren Kindern maximal 65 Tage. Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch von 40 auf 60 Tage pro Kind, maximal bei mehreren Kindern auf 130 Tage. Diese neue Regelung gilt rückwirkend ab dem 5. Januar und bezieht sich auf die Kinder, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (Ausnahme: Kinder mit Behinderungen).

Der Anspruch besteht auch, wenn ein Kind zu Hause betreut werden muss, weil Schulen oder KiTas geschlossen sind, die Präsenzpflicht in der Schule aufgehoben oder der Zugang zum Betreuungsangebot der KiTa eingeschränkt wurde. In diesem Fall reichen die Eltern eine entsprechende Bescheinigung der Schule oder Kita bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse ein.

Eltern können das Kinderkrankengeld auch beantragen, wenn sie im Homeoffice arbeiten könnten.

Das Kinderkrankengeld kann bei der gesetzlichen Krankenkasse mit folgendem Formular beantragt werden. Die unbezahlte Freistellung an der RWTH erfolgt über den Antrag „Freistellung zur Betreuung eines kranken Kindes“ aus dem Formularcenter.

Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite der Bundesregierung.

Sie können sich auch unmittelbar an Ihre gesetzliche Krankenkasse wenden.

Welche Regelungen gelten für Beamtinnen und Beamte bei eingeschränkter Öffnung von KiTas und Schulen?

Gemäß Freistellungs- und Urlaubsverordnung NRW kann allen Beamtinnen und Beamten (ohne Berücksichtigung der Jahresarbeitsentgeltgrenze) zur Betreuung eines erkrankten Kindes (§ 33 Abs. 1 Nr. 6 FrUrlV NRW) oder bei pandemiebedingten Zugangseinschränkungen zum Betreuungsangebot für das Kalenderjahr 2021 Urlaub für jedes Kind längstens im Umfang von 30 Arbeitstagen, für alleinerziehende Beamtinnen und Beamte längstens im Umfang von 60 Arbeitstagen gewährt werden. Der Höchstanspruch beträgt nicht mehr als 65 Tage, für alleinerziehende Beamtinnen und Beamte nicht mehr als 130 Arbeitstage.

Voraussetzungen sind, dass keine andere im Haushalt lebende Person zur Betreuung zur Verfügung steht und dienstliche Gründe nicht entgegenstehen.

Ein Nachweis über die pandemiebedingte Zugangsbeschränkung zum Betreuungsangebot ist der Personalabteilung mit Ihrem Antrag auf Beurlaubung vorzulegen.

Sonderurlaub nach § 33 Abs 1 Nr. 8 FrUrlV NRW (bis zu drei Arbeitstagen in sonstigen dringenden Fällen) rechnet auf die vorgenannten Höchstgrenzen an.

Die Kinderbetreuungstage gelten unabhängig davon, ob die Möglichkeit mobiler Arbeit besteht.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Personalabteilung.

Kann ich Lohnersatzleistungen nach § 56 Infektionsschutzgesetz wegen der eingeschränkten Öffnung von Kitas und Schulen oder wegen eines Betretungsverbots erhalten?

Wenn Sie wegen der eingeschränkt geöffneten Kitas und Schulen nicht zur Arbeit können und einen Verdienstausfall haben, weil Sie Ihr Kind betreuen müssen, können Sie eine Entschädigung bekommen. Dies gilt auch, wenn Sie ihr Kind wegen einer ausgesprochenen Quarantäne betreuen müssen. Die Entschädigung soll Sie gegen übermäßige Einkommenseinbußen absichern.

Einen Anspruch auf Entschädigung haben Eltern oder Sorgeberechtigte, die wegen der eingeschränkten Öffnung von Schulen und Kitas oder wegen einer Quarantäne des Kindes zu Hause bleiben müssen und dadurch Einkommen verlieren.

Die Bedingungen im Überblick:

  • Das Kind bzw. die Kinder sind unter zwölf Jahre alt oder wegen einer Behinderung pflegebedürftig.
  • Der Anspruch auf Gleitzeit und Überstunden muss ausgeschöpft sein sowie der Resturlaub aus dem Vorjahr
  • Es besteht kein Anspruch auf eine Notbetreuung
  • Eine zumutbare alternative Betreuung besteht nicht
  • Situative mobile Arbeit bzw. Home Office ist nicht möglich oder zumutbar
  • Der Lohnersatz beträgt 67 Prozent des Nettoeinkommens, aber maximal 2.016 Euro pro Monat.
  • Die Zahlung gibt es maximal für eine Dauer von 20 Wochen ab dem Zeitpunkt der ersten Beantragung.
  • Für Ferienzeiten, in denen Schulen und Kitas ohnehin geschlossen hätten, gibt es keinen Verdienstausgleich. Sie werden daher auch nicht auf den 20-Wochen-Zeitraum angerechnet.
  • Diese Möglichkeit gilt grundsätzlich auch für privat versicherte Beschäftigte, sie gilt nicht für Beamtinnen und Beamte.

Für die Zeit der vorgenannten Kinderbetreuung werden Sie von der Pflicht der Arbeitsleistung befreit. Stattdessen erhalten Sie über das LBV die Lohnersatzleistung ausgezahlt. Das LBV entrichtet darüber hinaus die Sozialversicherungsbeiträge auf einer Bemessungsgrundlage von 80 Prozent des Arbeitsentgelts aus.

Den Antrag können Sie an die zuständige Personalabteilung stellen. Hier finden Sie das Formular.

Der Entschädigungsanspruch gemäß § 56 Absatz 1a IfSG gilt für erwerbstätige Personen grundsätzlich auch dann, wenn deren Kind das Betreten der Betreuungseinrichtung oder Schule untersagt wurde oder die Präsenzpflicht in einer Schule aufgehoben wurde. Die behördliche Empfehlung, das Kind zu Hause zu betreuen, reicht hier nicht.

Für die Dauer des Bezuges von Kinderkrankengeld ruht für beide Elternteile der Anspruch auf Lohnersatz nach Infektionsschutzgesetz.

Weitere Informationen zur Lohnersatzleistung nach § 56 finden Sie auf der Webseite zu den Entschädigungen bei Quarantäne, Tätigkeitsverbot oder Schließung von Schulen und Betreuungseinrichtungen.

Wie hoch ist der Anspruch auf Kinderkrankengeld (gilt auch für (Teil-) Schließung der Schulen und KiTa)?

Für das Jahr 2021 wird die Zahl der Tage, an denen gesetzlich Versicherte Anspruch auf Kinderkrankengeld haben, verdoppelt. Zudem gilt der Anspruch nicht nur bei Krankheit des Kindes, sondern auch, wenn Kitas und Schulen pandemiebedingt geschlossen sind oder die Betreuung eingeschränkt ist. Die Regelung ist rückwirkend zum 5. Januar in Kraft getreten.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Sie können sich auch unmittelbar an Ihre gesetzliche Krankenkasse wenden.

 

Fragen zu Studium und Lehre

Was ist bei Neueinschreibungen zu bedenken?

Die Einschreibung findet ausschließlich online statt. Sie werden per Email über die notwendigen Schritte zur Einschreibung informiert. Für weitere Informationen oder in dem Fall, dass  Sie die Informationsemail nicht innerhalb von 10 Werktagen nach Erhalt Ihrer Zulassung erhalten, wenden sich Neueinschreiber bitte an die Abteilung 2.1 des International Office unter der Telefonnummer +49 241 80 90674 oder die .

Stehen Lernräume zur Verfügung?

Die zentralen Lernräume (durch die Universitätsbibliothek bzw. die Zentrale Hochschulverwaltung betrieben) werden seit 09.06.2021 wieder sukzessive geöffnet. Das tagesaktuell zur Verfügung stehende Lernraumangebot finden Sie hier. Lernarbeitsplätze müssen – wie im vergangenen Jahr – vorab online gebucht werden.

Gibt es Vorgaben für die Durchführung von Lehrveranstaltungen?

Die aktuellen Regelungen zu Veranstaltungen finden Sie in dieser Handreichung sowie auf dieser Webseite.

Welche Unterstützung bekomme ich als Lehrender, um mich auf die Situation einzustellen?

Das Centrum für Lehr- und Lernservices bietet zentrale Videoaufzeichnungen und weitere Unterstützungsangebote, um die Weiterführung der Lehre während der Einschränkungen des Betriebs durch das Coronavirus zu ermöglichen. Hier gibt es weitere Informationen zur Fern- und Onlinelehre.

Welche Auswirkungen hat die Situation auf den Hochschulsport?

Nähere Informationen finden Sie hier.

Ich bin internationaler Studierender und habe Fragen zur Organisation meines Studiums oder Auslandsaufenthalts

Alle Videopräsentationen, FAQs und weitere Informationen zur Welcome Week finden Sie auf dieser Webseite. Bei allen weiteren Fragen, wenden Sie sich gerne an das Info Service Center des International Office.

Wo können sich internationale Studierende vernetzen?

Falls Sie auf der Suche nach Ideen für die digitale Freizeitgestaltung sind, folgen Sie dem International Office auf Facebook und Instagram. Hier werden regelmäßig Tipps und neue Onlineangebot gepostet. Die Facebookgruppe „RWTH Welcomes Internationals“  bietet eine weitere Vernetzungsmöglichkeit.

Wo bekommen internationale Studierende, die aufgrund der aktuellen Situation Unterstützung benötigen, Informationen zu individuellen Themen?

Bei allen studien- und aufenthaltsbezogenen Fragen wenden Sie sich gerne an das Info Service Center des International Office. Das kompetente Beratungsteam unterstützt Sie gerne mit der Klärung Ihrer Fragen.

Aufgrund der eingeschränkten Öffnung von KiTas und Schulen ist es schwierig, an Online-Veranstaltungen teilzunehmen. Was kann ich tun?

Für stundenweise Kinderbetreuung oder um Betreuungsengpässe in Schließzeiten abzudecken, können Studierende einen finanziellen Zuschuss zu ihren Betreuungskosten in Anspruch nehmen. Pro Semester und studierendem Elternteil ist der Zuschuss auf 300 Euro gedeckelt. Pro Betreuungsstunde können maximal 9 Euro durch den Familienservice erstattet werden. Voraussetzung für die Förderung ist die Vorlage der Familienkarte sowie die einmalige persönliche Antragstellung im Familienservice. Weitere Informationen zum Betreuungskostenzuschuss finden Sie hier.

Studierende der RWTH, die im privaten Bereich eine Betreuungsperson für ihre Kinder suchen, können weiterhin die Babysitter-Vermittlung nutzen. Die Vorgaben der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW sind einzuhalten.

Wenden Sie sich gerne an den Familienservice des Gleichstellungsbüros ()  sowie die Sozialberatung des ASTA, wenn Sie Fragen oder Beratungsbedarf haben.

 

Welche Finanzierungsmöglichkeiten kommen für Studierende (mit Kind) in Betracht?

Überbrückungshilfe: Zuschuss für Studierende in Notlagen

Überbrückungshilfe können in- und ausländische Studierende beantragen, die an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland immatrikuliert sind.

Wer bereits ein Darlehen, Stipendium oder Ähnliches im Bezugsmonat bezieht, kann trotzdem Überbrückungshilfe erhalten. Je nach nachgewiesener Bedürftigkeit können zwischen 100 Euro und 500 Euro als nicht rückzahlbarer Zuschuss gezahlt werden.

Weitere Informationen finden Sie beim Studierendenwerk Aachen.


Überbrückungsstipendien von Hochschule und proRWTH:

Die Stipendienaktion #RWTHhilft unterstützt Studierende, die durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Not geraten sind, ihr Studium fortzusetzen oder ihren Abschluss zu absolvieren.
Weitere Informationen finden Sie beim AStA.

Beim Fragen wenden Sie sich gerne an die Sozialberatung des ASTA sowie an den Familienservice des Gleichstellungsbüros ().


BAföG

Die Regelstudienzeit wurde für alle Studierenden um ein weiteres Semester verlängert. Daher sollen Studierende entsprechend ein Semester länger BAföG erhalten. Dies gilt jedoch nur für diejenigen, deren Förderanspruch erst nach dem aktuellen Semester abläuft.

Nähere Informationen finden Sie beim Studierendenwerk Aachen.


Kinderzuschlag

Für Studierende, deren Ausbildung nach dem BAföG förderungsfähig ist, kommt Kinderzuschlag nur unter besonderen Voraussetzungen in Betracht. Der Kinderzuschlag bietet Familien mit kleinem Einkommen eine finanzielle Unterstützung. Um ihn zu erhalten, müssen diese Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Sie erhalten Kindergeld (oder eine vergleichbare Leistung) für das Kind
  • Ihr Bruttoeinkommen beträgt mindestens 900 Euro (Elternpaare) oder 600 Euro (Alleinerziehende)
  • Ihr Bruttoeinkommen übersteigt nicht die Höchsteinkommensgrenze (ALG II-Satz)
  • Zusammen mit dem Kinderzuschlag haben Sie so viel Einkommen, dass Sie keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld haben

Auch der Kinderzuschlag wird bei der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit beantragt. Er beträgt maximal 205 Euro monatlich pro Kind und wird normalerweise für sechs Monate bewilligt. Weitere Informationen zum Kinderzuschlag finden Sie hier.

Wenden Sie sich gerne an den Familienservice des Gleichstellungsbüros () sowie die Sozialberatung des ASTA, wenn Sie Fragen oder Beratungsbedarf haben.

Weitere Infos zum Thema Studienfinanzierung während der Coronakrise gibt es hier.

 

 

Fragen zum Thema Forschung

Gibt es Vorgaben für die Durchführung von Veranstaltungen?

Die aktuellen Regelungen zu Veranstaltungen finden Sie in diesem Öffnungskonzept und auf dieser Webseite.

Was bedeutet die Situation für mein drittmittelgefördertes Forschungsprojekt?

Wegen der aktuellen Einschränkungen im Dienstbetrieb der RWTH und den damit verbundenen möglichen Verzögerungen bei der Durchführung von drittmittelgeförderten Projekten wird die RWTH Hinweise und Neuigkeiten so schnell wie möglich an die Projektverantwortlichen weitergeben. Mit kurzfristigen Fragen können sich Projektverantwortliche gerne per an die Drittmittelabteilung wenden.

Was gibt es für Folgen für Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Qualifikation?

Sofern die aktuellen Einschränkungen im Dienstbetrieb der RWTH Auswirkungen auf die wissenschaftliche Qualifikation haben können, sollen zeitnah die Betreuerinnen und Betreuer angesprochen werden, damit kurzfristig notwendige Maßnahmen abgesprochen werden. Die RWTH wird alles daran setzen, dass es zu keinen vermeidbaren Verzögerungen kommt.

An wen können sich internationale Forschende und Promovierende bei Fragen zur Organisation ihres Forschungsaufenthaltes oder ihrer Promotion wenden?

Für alle allgemeinen Fragen rund um die Organisation des Aufenthaltes internationaler Forschenden oder Promovierenden steht das Welcome Center des International Office zur Verfügung.

Gibt es virtuelle Vernetzungsmöglichkeiten für internationale Forschende, Promovierende oder deren Partnerinnen und Partner?

Für aktuelle Informationen zu Online-Angeboten für internationale Forschende steht das Welcome Center des International Office zur Verfügung. Die geschlossene Facebook-Gruppe "Welcome Center RWTH" bietet eine gute Vernetzungsmöglichkeit für internationale Forschende. Die geschlossene Facebook-Gruppe "Aachen International Spouses" richtet sich an mitreisende Partnerinnen und Partner internationaler Forschender.

 

Fragen zum Thema Reisen

Was sind aktuell Risikogebiete?

Die durch das RKI stetig aktualisierten Risikogebiete finden Sie hier.

Was ist bei Reisen beziehungsweise der Rückkehr aus dem Ausland zu beachten?

Aktuelle Informationen zum Thema Reiserückkehr finden Sie hier.