Soziologie mit Schwerpunkt Technikforschung B.A.

 

Steckbrief

Eckdaten

Abschluss:
Bachelor of Arts
Studienbeginn:
Wintersemester
Regelstudienzeit:
6 Semester
ECTS-Punkte:
180Mehr Informationen

Was ist damit gemeint?

ECTS sind Leistungspunkte, die den Arbeitsaufwand im Studium messen.

Sprache:
Deutsch

Zugangsvoraussetzungen

  • Abitur oder eine gleichwertige HZB Mehr Informationen

    Was ist damit gemeint?

    Allgemeine Hochschulreife (Abitur), Fachgebundene Hochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (HZB)

  • Sprachkenntnisse in Deutsch Mehr Informationen

    Was ist damit gemeint?

    Zur Einschreibung in diesen Studiengang muessen Sie Kenntnisse in der Unterrichtssprache nachweisen. Details regelt die Pruefungsordnung.

Zulassung für Erstsemester

frei
kein NC

Zulassung höhere Semester

frei
kein NC

Einschreibungsvoraussetzungen

  • SelfAssessment Mehr Informationen

    SelfAssessment

    Die RWTH-SelfAssessments sind Online-Beratungsverfahren zur Studienentscheidung. Die Teilnahme an einem (selten zwei) dieser SelfAssessments ist verpflichtend. Welches SelfAssessment für dieses Fach absolviert werden muss, lesen Sie in der Studiengangbeschreibung unter "Voraussetzungen". Zur Einschreibung (nicht schon zur Bewerbung) muss die Teilnahme am studienfeldspezifischen SelfAssessment nachgewiesen werden. Die Teilnahmebescheinigung können Sie sich selbst ausdrucken.

Termine und Fristen

 

Was zeichnet soziale Konflikte aus? Wie entstehen sie? Wir wirken soziale Normen auf das Handeln und wann und wieso gibt es Abweichungen von diesen Normen? Wie spielt sich soziales Handeln in Organisationen, Familien, Vereinen, Unternehmen oder Netzwerken ab?

Wie Menschen handeln, warum sie etwas tun und welche Folgen daraus erwachsen, ist Untersuchungsgegenstand der Soziologie. Soziologinnen und Soziologen entwickeln Theorien und Methoden, um soziales Miteinander und Zusammenwirken der Menschen zu verstehen und dadurch angemessene Beschreibungen und Erklärungen gesellschaftlicher Phänomene zu erlangen. Dabei ist die Soziologie ein vielfältiges Fach, das sich in speziellere Soziologien aufteilt, um spezifischen sozialen Phänomenen gründlich nachzugehen.

Ein Schwerpunkt der Soziologie an der RWTH Aachen ist die vielfältige Verflechtung des sozialen Handelns mit Technologien und Techniken. Diese haben in unserem gemeinsamen Leben eine große Bedeutung. Sie helfen bei der Bewältigung des Lebens, verändern aber auch das soziale Miteinander. Dabei konzentrieren sich Soziologinnen und Soziologen auf die gesellschaftlichen Folgen der Technik und auf die Auswirkungen sozialer Phänomene auf die Entstehung und Erzeugung.

Diese Wechselwirkung zwischen Technik und Gesellschaft ist der besondere Fokus des Studiengangs an der RWTH Aachen als technische Universität.Studierende lernen, Problemstellungen, die durch die sozio-technische Entwicklungsdynamik von Gesellschaften entstehen, theoretisch-konzeptionell zu erschließen, empirisch zu analysieren sowie schließlich auch kritisch zu reflektieren. Mit dieser Qualifikation können sie aktiv die Zukunft mitgestalten. Der Fokus auf das Thema Technikforschung gibt dem Studiengang einen Anwendungsbezug und stellt so eine berufsorientierte und praxisnahe Ausbildung sicher.

Neben diesem Schwerpunkt wird eine umfassende Theorie- und Methodenausbildung in der Soziologie geboten. Der Studiengang besteht aus folgenden Bausteinen:

  • Der Baustein Allgemeine Soziologie bietet eine Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten und erste Anwendung soziologischer Theorien und vermittelt grundlegende soziologische Kompetenzen.
  • Im Baustein Forschungsmethoden und empirisches Vorgehen schulen Studierende ihre methodischen Fähigkeiten. Sie lernen, soziologische Problemstellungen zu definieren und sie mithilfe von sozialwissenschaftlichen Forschungsmethoden zu bearbeiten.
  • Mit den Bausteinen Technik- und Wissenschaftsforschung fokussieren sich Studierende vor allem auf die Erforschung sozio-technischer Zusammenhänge und Grundlagen der Wissenschaftssoziologie.
 

Studienverlauf

Ergänzt wird die disziplinäre Ausbildung durch einen interdisziplinären Bereich, der Studierenden die Möglichkeit bietet, sich innerhalb eines Wahlbereichs Wissen aus Psychologie, Informatik, Ökonomie, Ingenieurwissenschaften oder Ethik anzueignen.

Ein studienbegleitendes Praktikum bildet die Brücke zwischen wissenschaftlichem und anwendungsbezogenem Arbeiten und wird intensiv vor- und nachbereitet. In dieser Weise setzt es die unverzichtbaren methodischen und praktischen Fähigkeiten in einen berufsbezogenen Kontext.

Studienstruktur
Allgemeine Soziologie Propädeutikum I und II, Einführung in die Soziologie, Einladung in die Soziologie, Klassische Soziologie, Aktuelle Themen der Soziologie, Theorien der Soziologie, Schwerpunktkolloquium, Bachelorarbeit
Bereich Forschungsmethoden und empirisches Vorgehen Methoden der empirischen Sozialforschung I und II, Sozialwissenschaftliche Datenanalyse I und II, Methoden der Technik- und Wissenschaftsforschung, Lehrforschungsprojekt
Bereich Technik- und Wissenschaftsforschung Ringvorlesung Verantwortliche Technikgestaltung, Grundlagen Techniksoziologie, Perspektiven der Wissenschaftssoziologie, Praxisfelder der Wissenschaftssoziologie, Ingenieurwissenschaft und Gesellschaft, Vertiefung Techniksoziologie, Technik und Diversität, Soziotechnische Transformation, „Technik, Organisation und Gesellschaft“
Interdisziplinärer Ergänzungsbereich

Pflichtbereich

Ideengeschichte und Politische Theorie, Einführung in die Wissenschaftstheorie, Programmieren für alle, Praktikum

Wahlpflichtbereich

Introduction to Ethics, Entscheidungslehre, Social Psychology, Change Management, Ergonomie und Mensch-Maschine-Systeme, Data Literacy, Communication Psychology, Cognitive Psychology, Media Psychology, Fremdsprachen, „Präsentation, Rhetorik, Kommunikation“

Auslandsprogramme

Internationale Erfahrung ist für Soziologinnen und Soziologen außerordentlich wichtig, um globale Entwicklungen und spezifische nationale Gegebenheiten einschätzen zu können. Daher eröffnet der Studiengang ab dem vierten Semester gute Möglichkeiten, einen Auslandsaufenthalt einzuplanen. Die Philosophische Fakultät bietet weltweit Studien- und Praxismöglichkeiten an. So können Studierende durch Auslandsemester, internationale Praktika und Forschungsaufenthalte ihre Sprachkenntnisse im landestypischen Alltag intensivieren und gleichzeitig weitere fachliche Qualifikationen erwerben.

Über die fakultätsspezifischen Auslandsprogramme hinaus profitieren Studierende der RWTH von den strategischen Partnerschaften der Hochschule mit internationalen Universitäten. So können sie z.um Beipiel im Rahmen ihrer Studienarbeiten kurze Aufenthalte an einer der IDEA-League-Hochschulen absolvieren. Das deutschlandweit einzigartige UROP-Abroad-Programm bietet die Möglichkeit, schon in der Bachelorphase an Forschungsprojekten internationaler Hochschulen teilzunehmen. Gefördert werden diese Auslandsaufenthalte teilweise durch RWTH-spezifische Finanzierungshilfen. Alle Kooperationsprogramme der RWTH werden vorgestellt auf den Webseiten zum Austauschstudium.

 

Voraussetzungen

Persönliche Voraussetzungen

Studierende der Soziologie sollten idealerweise ein großes Interesse an gesellschaftlich relevanten Strukturen und Fragestellungen mitbringen und sich für deren Reichweite und Relevanz in einer zunehmend technologisch dominierten Umwelt begeistern können.

Einschreibungsvoraussetzung

Nachweis des absolvierten fachspezifischen SelfAssessment RWTH-Studienfeld-SelfAssessment Gesellschaftswissenschaften

 

Berufsperspektiven

Der Studiengang Soziologie mit Schwerpunkt Technikforschung qualifiziert für eine Vielzahl von Tätigkeiten. Studierende kommen frühzeitig in Kontakt mit möglichen beruflichen Perspektiven. Der Studiengang bietet vielfältige Optionen, sich auf die Anforderungen einiger spezifischer Berufsfelder vorzubereiten.

In den Bereichen Technologietransfer, Organisations- und Technikberatung können technisch orientierte Soziologinnen und Soziologen Entwicklungs- und Organisationsprozesse analytisch-reflexiv begleiten, beziehungsweise Organisationen und Unternehmen in ihrem Engagement als Technikproduzenten zielorientiert unterstützen.

Die Fähigkeit, soziale Phänomene strukturiert zu analysieren und als Konsequenz des handelnden Zusammenwirkens verschiedener Akteure mit eigenen Interessenlagen zu bewerten, spielen in der Verbandarbeit, dem öffentlichen Dienst und der Unternehmensberatung eine große Rolle.

Auch in Marktforschung und Öffentlichkeitsarbeit setzen technikfokussierte Soziologinnen und Soziologen ihre Kenntnisse in Datenerhebung und -auswertung ein, um Akzeptanzprozesse und Lebensbedürfnisse zu erfassen und Politik und Unternehmen zielgruppengerecht zu beraten.

 

Masterperspektiven

Nach Abschluss des Bachelorstudiums bietet sich die Möglichkeit, die fachliche Ausbildung im Masterstudiengang Soziologie fortzusetzen. Diese Vertiefungs- und Spezialisierungsphase bietet vielseitige Möglichkeiten, den Zusammenhang zwischen Technik und gesellschaftlichen Entwicklungen zu analysieren und mit dem erworbenen Methodenwissen Lösungsansätze für verschiedene Problemlagen zu entwickeln.

Alternativ zum Masterproramm Soziologie können Absolventinnen und Absolventen auch interdisziplinäre Studienprogramme wählen, wie z. B. Governance of Technology and Innovation, Empirische Bildungsforschung oder Computational Social Systems. Hier sind jedoch teilweise fachliche Auflagen zu erfüllen.

 

Prüfungsordnung

Regelungen, die grundsätzlich für alle Bachelor- und Masterstudiengänge gelten, sowie detaillierte Angaben zum Nachweis der geforderten Sprachkenntnisse finden sich in der Übergreifenden Prüfungsordnung der RWTH. Prüfungsordnungen werden aufgrund ihrer Rechtsverbindlichkeit nur in deutscher Sprache veröffentlicht.

Die fachspezifische Prüfungsordnung regelt rechtsverbindlich Studienziele, Studienvoraussetzungen, Studienablauf und Prüfungen. Sie enthält in ihrem Anhang die Beschreibung der Module, aus denen sich der Studiengang zusammensetzt.

 

Fakultät

Der Studiengang wird angeboten von der Fachgruppe Gesellschaftswissenschaften in der Philosophischen Fakultät.