Symposium präsentiert chemische Prozesse

24.09.2015

Das international hochkarätig besetzte Symposium „DOMINOCAT“ mit Vortragenden aus 16 Ländern rund um den Globus fand vom 9.9. bis 11.9.2015 am Institut für Organische Chemie der RWTH Aachen statt.

  Teilnehmer der DOMINOCAT Urheberrecht: Martin Lux Gruppenbild der Symposiumsteilnehmer

„DOMINOCAT“ ist der Kurzname des ERC Advanced Grants von Professor Dieter Enders, einem Forschungspreis des European Research Councils. Bei dem Projekt geht es um die Erforschung stereoselektiver katalytischer Reaktionen, die in einem Reaktionsgefäß im Sinne eines Domino-Effektes gezielt hintereinander ablaufen.

Der Begriff der Stereoselektivität beruht darauf, dass chemische Substanzen beispielsweise wie Bild und Spiegelbild aufgebaut sein können und in natürlicher Umgebung unterschiedliche Wirkweisen hervorrufen.

  Zwei Männer präsentieren eine Urkunde Urheberrecht: Dr. Wolfgang Bettray Professor Paolo Melchiorre von der Universität Tarragona wurde im Rahmen des Symposiums mit der Thieme Lecture geehrt.

Katalytische Prozesse, die auf diesem Phänomen beruhen, beschleunigen, also katalysieren, Prozesse, mit denen somit gezielt nur das Bild oder das Spiegelbild einer organischen Substanz hergestellt wird. Die Organodomino-Katalyse, bei der Katalysatoren aus natürlichen Quellen zum Einsatz kommen, bietet zahlreiche Vorteile gegenüber der klassischen Vorgehensweise. Insbesondere werden Schwermetalle im Syntheseprozess vermieden. Zugleich können mehrere Reaktionsschritte in einem Eintopfverfahren – vergleichbar zu den Prozessen in der Natur – ablaufen. Diese effiziente stereoselektive Synthesestrategie erlaubt daher die Darstellung von komplexen biologisch aktiven Verbindungen, die beispielsweise im Pharma-, Agro- oder Feinchemikalienbereich Anwendung finden.

Redaktion: Presse und Kommunikation